Viel frischer Wind im Schiedsrichterwesen
Die Schiedsrichtervereinigung Offenburg wählte dieses Leitungsteam mit drei neuen Amtsträgern (von links): Dietmar Geisler (Spieleinteiler Aktive), Thorsten Weber (Kassenwesen und stellvertretender BSO), Reinhard Huber (Liga-, Bezirksliga- und Nachwuchska Bildquelle Fred-Jürgen Becker

Die Schiedsrichtervereinigung Offenburg feiert ihr 100-jähriges Bestehen am 2. Oktober in Ortenberg. Zuvor galt es in der Linxer Hölzelhalle in der turnusmäßigen Jahresversammlung der sechs Schiedsrichtergruppen im Bezirk die Regularien für die neue Saison festzulegen. 
 

Der im Mai gewählte Verbandsschiedsrichterobmann Ralf Brombacher erläuterte die Zukunftsperspektiven im Schiedsrichterwesen. »Es hat organisatorische Umstellungen gegeben, wir haben einen Plan, ein Ziel und eine Meinung«, so Brombacher zum 80-seitigen Konzept. Es umfasst auch eine neue Schiedsrichterordnung, neue Qualifikationsrichtlinien, die Verbandsliste wurde umstrukturiert, das Beobachtungswesen wird neu geordnet, ein neues Leitbild für die Spitzenschiedsrichter wurde erstellt. Seit 3. Juli werden die Aufwandsentschädigungen der Schiedsrichter erhöht. Viel frischer Wind also im Schiedsrichterwesen wobei Brombacher Transparenz verspricht. 

Aggressivität und Verrohung

Der Bezirksschiedsrichterobmann Wilfried Pertschy beklagte zunehmende Aggressivität und Verrohung der Sprache, der Schiedsrichter ausgesetzt sind. »Lasst Euch das nicht gefallen, macht Meldung, das Regelwerk gibt Strafen dazu her«, so Pertschy. »Wir haben das Problem aus Sicht der Vereine erkannt, es sollte schnellstens behoben werden«, bestätigte der Bezirksvorsitzende Heinz Schwab. 

Da der Weg in den Leistungsklassen der Schiedsrichter nach unten geht, will Wilfried Pertschy gegensteuern. Derzeit stellt der Bezirk mit Marvin Maier nur einen Oberliga-Schiedsrichter. Vier sind in der Verbandsliga aktiv, Tim Walter schaffte den Aufstieg. Der Sprung in die Landesliga gelang Yannick Schäfer und Thomas Huber, in die Bezirksliga rückten Sascha Anselm, Florian Kienzler und Florian Bohnert auf. 198 Aktive leiteten in der vorigen Saison 6581 Spiele (2912 bei den Herren, 266 Damen, 2249 Jugend), hinzu kommen Beobachtungen und Betreuungen. Die meisten Spiele (116) leitete Armin Bahr aus Diersburg. 

Nur 15 Neulinge

Ein Problem ist die steigende Zahl der Spielrückgaben. Der Rückgang der Schiedsrichterzahl wurde laut Pertschy nicht gestoppt. Die 15 Schiedsrichterneulinge konnten die Abgänge nicht kompensieren. »Da müssen wir zusammen mit den Vereinen was tun«, fordert Pertschy gemeinsame Anstrengungen. Bedauert wurde das Ausscheiden wegen Wohnsitzwechsels von Fritz Baudendistel. 

Anlässlich der Jubiläumsfeier im Oktober wird eine Sonderausgabe der Schiedsrichterzeitung aufgelegt. 

 


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