Racing Straßburg feiert den Finaleinzug
Lebo Mothiba (Mitte) feiert mit Stephan Mitrovic, Ludovic Ajorque, lamine Koné, Anthony Caci und Pablo Martinez (v.l.) seinen Treffer zum vorentscheidenden 3:1. Bildquelle Philipp Cleiß

Über 25 000 Fans feierten im erneut ausverkauften Meinau-Stadion den Einzug von Racing Straßburg ins Finale des französischen Liga-Pokals. Mit einem verdienten 3:2-Sieg über Girondins Bordeaux machten die Elsässer in einem spannungsgeladenen Fussballspiel den ersten Finaleinzug von Racing seit 2005 perfekt.

Langsam gehen einem die Superlative aus, um den unaufhaltsamen Aufstieg von Racing Straßburg zu beschreiben. Als im Jahre 2011 der Club durch einen Verbandsentscheid liquidiert wurde und in der 5. Liga neu anfangen musste, war der Profifußball unendlich weit weg. Jetzt stehen die Elsässer im ersten Tabellendrittel der Ligue 1 und nur noch 90 Minuten im Liga-Pokal-Finale trennen sie von der Rückkehr auf die europäische Bühne winkt.

Vier Tage nach dem 1:0-Sieg im Ligaspiel gegen Bordeaux legte Racing los wie die Feuerwehr und hatte in den Anfangsminuten durch Stephane Mitrovic, Ludovic Ajorque und Lebo Mothiba die Chance auf den Führungstreffer. Die Stimmung auf den Rängen war längst bei 100 Prozent angelangt, als die Gäste für eine kalte Dusche sorgten. Nach einer Ecke wehrte Racing-Keeper Bingourou Kamara den Ball zu kurz ab und Gästestürmer Younousse Sankharé hatte keine Mühe, zur Führung  für Bordeaux zu verwandeln (14.). Im Anschluss zeigte sich Racing deutlich weniger sicher in seinem Kombinationsspiel und zur Pause machten sich unter den Zuschauern erste Zweifel breit. 

Aber wie schon zu Beginn gingen die Hausherren auch den zweiten Durchgang mit höchstem Tempo an und drängten die Gäste weit in deren Hälfte zurück. Was folgte waren elf Minuten die die Anwesenden noch lange in Erinnerung behalten werden. Zuerst sorgte der erneut stark aufspielende Ajorque für den umjubelten Ausgleich. Gäste-Keeper Costil konnte eine Flanke von Kenny Lala nur noch leicht abwehren und Ajorque traf zum 1:1 (49.). Nur Minuten später legte erneut Lala dem jungen Racing-Goalgetter Mothiba auf. Dieser setzte sich gegen drei Gegenspieler durch und erzielte das 2:1 für Racing (55.). Und der Torjubel war noch nicht richtig verklungen, da schlug Mothiba noch einmal zu, als er eine Kopfballverlängerung von Ajorque gegen den Lauf von Costil per Kopf zum 3:1 verwandelte (60.). 
Trainer Thierry Laurey brachte danach für Ajorque und Mothiba mit Nuno Da Costa und Neuzugang Sanjin Prcic zwei neue Spieler, was merklich zu einem Bruch im Spiel der Gastgeber führte. Als Jimmy Briand der Anschlusstreffer für Bordeaux gelang, war eine heiße Schlussphase vorprogrammiert. Aber die Kulisse im Stadion sorgte stimmgewaltig dafür, dass die Heimelf um jeden Ball kämpfte und als Sieger das Spiel beendete.

Racing-Präsident Marc Keller betonte »Dieser Finaleinzug ist das Verdienst aller! Seit Jahren arbeiten wir ruhig und konsequent zusammen und der Erfolg gibt uns recht.« Im Endspiel trifft Racing am 30. März in Lille auf EA Guingamp. Gegen den Tabellenletzten der Ligue 1 gehen die Elsässer dabei sogar als Favorit ins Spiel und können sich mit einem Sieg für die Europa League 2019/2020 qualifizieren.

Racing Straßburg - Girondins Bordeaux 3:2
Straßburg:
Kamara, Caci, Martinez, Koné, Mitrovic, Lala, Sissoko, Fofana, Thomasson, Ajorque (72. Prcic), Mothiba (77. Da Costa)
Bordeaux: Costil, Sabaly, Koundé, Pablo, Poundjé, Otavio, Sankharé (71. Kamano), Plasil (66. Basic), Kalu, Briand, Karamoh (57. Cornelius)
Zuschauer: 25 090
Tore: 0:1 Sankharé (14.), 1:1 Ajorque (49.), 2:1 Mothiba (55.), 3:1 Mothiba (60.), 3:2 Briand (82.)


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