KSC darf spielen - trotz Corona-Alarm
Philip Heise (l.) befindet sich nach seinem positiven Corona-Test in Quarantäne. Bildquelle Uli Deck

Nach zwei positiven Corona-Tests stand die Zweitliga-Partie des Karlsruher SC gegen den VfL Osnabrück bis Freitag auf der Kippe. Die unverhoffte Erholungspause könnte ein Vorteil für die Karlsruher Profis sein.

Alles andere als eine ,,normale" Trainingswoche lag hinter dem Karlsruher SC, bevor am Karfreitag endgültig feststand, dass das Zweitliga-Heimspiel gegen den VfL Osnabrück (Samstag, 13 Uhr) angepfiffen werden kann.Die Corona-Infektion von Philip Heise war zwar schon bei den routinemäßigen Tests am Montag aufgefallen, weshalb der Linksverteidiger auch noch vor dem Training für mindestens 14 Tage in häusliche Quarantäne geschickt wurde. Bei der ,,B-Probe" am Dienstag hatte sich der Verdacht zunächst nicht bestätigt. Das Ergebnis eines dritten Tests, ebenfalls noch am Dienstag, war aber wieder positiv.
Am Donnerstag wurde dann die Infektion eines weiteren KSC-Profis, dessen Name nicht veröffentlicht wurde, entdeckt und am späten Abend per PCR-Test bestätigt, wie der Zweitligist am Freitag bekanntgab: ,,In enger Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt, nach Kontakt- und Umfeldbesprechung, zeigten sich beide Fälle als Infektionen von ,außen'. Unter weiterer Wahrung der Verhaltensmaßregeln und Fortführung der Schnelltests, die seit dem 29. März täglich durchgeführt werden, wird der Trainings- und Spielbetrieb fortgesetzt" - also am Samstag auch gegen den VfL um Punkte gekämpft.

"Mental gefestigt"

Der corona-,,unauffällige" Rest der Wildparkprofis hatte sicherheitshalber am Dienstag und Donnerstag zwar trainingsfrei (Trainer Eichner: ,,Es gab noch Sachverhalte zu klären. Da muss man mal die Füße stillhalten"), konnte aber am Freitag (13 Uhr), ,,nach vollständig negativen Schnelltests", wie der Verein mitteilte, wenigstens ein Abschlusstraining absolvieren.
Welche Auswirkungen die medizinische Achterbahnfahrt, das Hin und Her, die Ungewissheiten und Trainingsausfälle auf seine Mannschaft haben werden, ,,können wir erst am Samstag bewerten", meinte der KSC-Coach. ,,Das war einfach keine normale Woche." Trotzdem müssten seine Spieler in der Lage sein, ,,ein Zweitligaspiel erfolgreich zu bestreiten." Seine Schützlinge seien ,,mental gefestigt" und die viertägige Erholungspause vom vergangenen Donnerstag bis Sonntag hätte ihnen ,,gut getan." Er und seine Mannschaft wollen die Hausaufgabe gegen Osnabrück jedenfalls unbedingt mit drei Punkten lösen und ihrem 50-Punkte-Ziel einen großen Schritt näher kommen.

Gefährliche Gäste

Zumindest nach dem ersten Blick auf die Tabelle muss man die Gastgeber (Fünfter) als Favorit gegen den abstiegsbedrohten VfL (16.) bezeichnen, zumal Osnabrück seit elf Spielen sieglos ist. Aber Achtung: Die Gäste holten 16 ihrer 23 Punkte auf fremden Plätzen, und der KSC ist zu Hause eines der schwächsten Teams der Liga (vier Siege, vier Unentschieden, fünf Niederlagen).
Neben Heise, an dessen Stelle aller Voraussicht nach Kevin Wimmer zum Einsatz kommen wird, muss Eichner auf die Langzeitverletzten Dirk Carlson und Janis Hanek sowie wegen einer Sprunggelenksverletzung aus dem Testspiel gegen Kaiserslautern (3:0) auf Babacar Guèye verzichten.


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