2. Bundesliga 
Karlsruher SC punktet erneut in der Nachspielzeit
Marvin Pourié Bildquelle GES

Marvin Pourié war der Aufstiegsheld des Karlsruher SC, zuletzt schmorte er auf der Bank, doch beim 2:2 am Samstag in St. Pauli wurde er wieder gefeiert.
Von Hans Falsehr

Eigentlich war Zweitligist Karlsruher SC auch im dritten Punktspiel in Folge auf dem Weg in eine Niederlage, als die reguläre Spielzeit abgelaufen war. Aber wie beim 3:3 in Bochum, wo Anton Fink noch der Ausgleich gelang (90.+1), und zuhause gegen Hannover, als Daniel Gordon zum 3:3-Endstand traf (90.+4), sicherten sich die Wildparkprofis auch beim FC St. Pauli mit einem 2:2 nach 0:2-Rückstand in der Nachspielzeit einen Zähler.   
Der 1:2-Anschlusstreffer von Marc Lorenz in der 85. Minute weckte bei den Badenern die Hoffnung, vielleicht doch mit einem Remis nach Hause fahren zu können. Und tatsächlich: Dem nach etwas mehr als einer Stunde eingewechselten Pourié gelang nach einer Ecke von Marvin Wanitzek per Kopf der 2:2-Ausgleich (90.+2). 

Gefühlter Sieg
,,Das fühlt sich natürlich an wie ein Sieg", freute sich Lorenz, der dem KSC-Spiel mit seinem ersten Saisontreffer neues Leben eingehaucht hatte, am Morgen danach. ,,Aber wir feiern derzeit nur gefühlte Siege", stellte er trocken fest. Denn der letzte Dreier der Blau-Weißen liegt über sieben Wochen zurück. Am 13. September gewann der KSC das badische Derby gegen Sandhausen mit 1:0. Seither ist die Mannschaft von Trainer Alois Schwartz aber auch ungeschlagen (sechs Unentschieden).
Zum Spiel im mit knapp 30 000 Zuschauern, darunter 2500 KSC-Fans, ausverkauften Stadion am Millerntor war Manuel Stiefler gar nicht mitgefahren, weil er Vaterfreuden entgegensieht. An seiner Stelle berief Schwartz Christoph Kobald in die Startelf, die in einer 4-2-3-1-Grundordnung auflief. 

Insgesamt waren den Wildparkprofis die Strapazen der letzten Wochen anzumerken. ,,Wir waren in Bochum fast 80 Minuten einen Mann weniger, das Spiel gegen Hannover war extrem aufwändig. Und in Darmstadt mussten wir auch viel laufen", nahm der KSC-Coach sein Team in Schutz.


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