Oberliga Baden-Württemberg 
SV Linx hat keine guten Erinnerungen an Freiberg
Auf Keven Feger (r.) und den SV Linx kommt in Freiberg viel ­Defensivarbeit zu. Bildquelle Ulrich Marx

Mit dem Nachholspiel beim Tabellenzweiten SGV Freiberg beginnt für den SV Linx eine ganz heiße Phase in der Fußball-Oberliga. Beim letzten Auftritt gegen die Württemberger gab es ein Debakel

Mit dem ersten von insgesamt vier Nachholspielen beim Tabellenzweiten SGV Freiberg beginnt für den Fußball-Oberligisten SV Linx am Mittwochabend (19 Uhr) eine heiße Phase. Bis zum 3. November sollen alle wegen verschiedener Corona-Fälle abgesagten Oberligaspiele nachgeholt werden, so der am 23. September gefasste Beschluss des Spielausschusses in Abstimmung mit der Oberliga-Spielkommission. Das betrifft insgesamt 16 Oberligaclubs.
Besonders hart aber trifft es den SV Linx, der mit vier Begegnungen im Rückstand ist und das letzte Nachholspiel am Mittwoch, den 11. November, zu Hause gegen den SSV Reutlingen auf dem Spielplan hat. Bis zu diesem Datum, also innerhalb von 28 Tagen, müssen die SVL-Fußballer achtmal antreten, davon fünf Auswärtsspiele und viermal am Mittwochabend. Wie das ein Amateurverein bewältigen soll, ist nicht nachvollziehbar. ,,Da müssen wir halt durch, ändern können wir es eh nicht", ist die realistische Feststellung von Sportvorstand Frank Wendling.

Vier Punkte fehlen

Etwas wehmütig blicken Trainer und Spielleiter auf die letzten beiden Heimspiele gegen FCA Walldorf (2:2) und FV Ravensburg (1:1) zurück, weil die Ausgleichstreffer der Gegner jeweils in den Schlussminuten fielen. ,,Da fehlen uns vier Punkte, die am Ende vielleicht wichtig sein können", sieht Wendling eine Gefahr, die bei der jetzigen Tabellenposition (14.) noch nicht relevant ist. Glück und Pech lagen beim Heimspiel gegen Ravensburg zuletzt eng beieinander. Glück, dass der Gast größte Chancen ausließ und zweimal die Latte rettete. Pech, dass vier Minuten zum Heimsieg fehlten.
An Freiberg haben die Rheinauer keine guten Erinnerungen. Am 26. September 2020 kassierte der SVL auf dem Kunstrasen im Landkreis Ludwigsburg trotz guter erster Halbzeit eine 0:7-Packung und lag mit sieben Punkten auf einem Abstiegsplatz. Der damalige Tabellenführer ist derzeit Tabellenzweiter, hat ein Spiel weniger ausgetragen und mit Dominik Salz (10) und Marco Grüttner (8) die Top Stürmer der Liga in seinen Reihen sowie die zweitbeste Abwehr der Oberliga. Da bleibt die Frage: Wie sollen die Linxer da bestehen?

Training in Freistett

Die Abwehrreihe mit Kevin Feger, Timo Schwenk, Adrian Vollmer und Tarik Aras ist stabiler als damals, aber im Angriff herrscht seit der Verletzung von Marc Rubio Funkstille. Der Treffer von Lukas Martin gegen Ravensburg war ein Lichtblick und zeigt, wie es gehen könnte, wenn man schnell das Mittelfeld überbrückt und die flinken SVL-Offensivspieler richtig einsetzt. Nur verteidigen geht auf Dauer nicht gut, spielerisch mit dem Titelaspiranten Freiberg mithalten zu wollen aber auch nicht. Das Montagstraining haben die Linxer auf den Kunstrasen in Freistett verlegt, um somit wenigstens Bodenhaftung zu trainieren.


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