Landesliga 1 
Landesliga: SC Offenburg will nicht weiter abrutschen
Der SV Stadelhofen ist gegen den FSV Altdorf klarer Favorit. Bildquelle Iris Rothe

Niederschopfheim will im Kellerduell punkten

FV Schutterwald - SC Hofstetten

Eine interessante Partie erwartet den FV Schutterwald (4. Platz/17 Punkte) und die Zuschauer am Sonntag (15 Uhr) im Waldstadion. Zu Gast ist der souveräne Tabellenführer SC Hofstetten (1./25), der aktuell in bestechender Form ist und von Sieg zu Sieg eilt.

Von einer gerechten Punkteteilung sprachen am vergangenen Spieltag beide Lager im Anschluss an das Derby zwischen den GrünWeißen und dem SV Niederschopfheim. Chancen gab es auf beiden Seiten, wobei FVSCoach Kröll vor allem mit der Effektivität in den ersten 30 Minuten haderte. Die Serie von nun sieben Partien ohne Niederlage konnte aber ausgebaut werden.

Mit dem SC Hofstetten stellt sich nun die momentan wohl stärkste Mannschaft der Landesliga im Waldstadion vor. Acht Siege und ein Remis in neun Partien sprechen eine deutliche Sprache und zeigen die starke Form der Mannschaft um Spielertrainer Dennis Kopf. Der vor der Saison verpflichtete Kopf bringt mit seiner Erfahrung aus höherklassigen Ligen nicht nur als Spieler Stabilität in der Defensive, sondern scheint auch in seinen Entscheidungen bislang ein glückliches Händchen zu haben.

Hinsichtlich des Personals kann Kröll gegen Hofstetten wieder auf Lukas Schätzle zurückgreifen. Auch Timo Schneckenburger sollte nach seinem Handbruch wieder in den Kader rücken und dabei helfen, den Spitzenreiter zu ärgern.

Dem SC Hofstetten gelang am Sonntag beim 3:2 gegen den SC Offenburg der siebte Sieg in Serie. Dabei ließ der Sportclub sich von der grenzwertigen Zweikampfführung der Offenburger beeindrucken. ,,Am Ende", so Spielertrainer Dennis Kopf, ,,war der Sieg mit dem Treffer in der Nachspielzeit natürlich glücklich, aber auch verdient." Durch die beeindruckende Siegesserie, die Tabellenführung mit vier Zählern Vorsprung und der weiter besten Defensive der Liga mit nur sechs Gegentreffern, reist der Sportclub als Favorit zum FV Schutterwald. Der Tabellenvierte konnte jedoch seine letzten drei Heimspiele alle gewinnen und spielte zuletzt 1:1 in Niederschopfheim. ,,In Schutterwald erwartet uns ein sehr starker Gegner mit hoher individueller Qualität, das wird eine ganz große Herausforderung für uns", so Dennis Kopf. Einer der besagten starken Einzelspieler des FVS ist Kevin Kopf, älterer Bruder von Dennis Kopf, der wieder auf einige Stammspieler verzichten muss. Nico Obert (Flitterwochen), Marc Hengstler (Urlaub) und Giulio Tamburello (Knieverletzung) sind nicht dabei, zudem ist Jonas Kinast angeschlagen.

SC Offenburg - FV Langenwinkel

Die Enttäuschung war groß, als der SC Offenburg am Sonntag in der letzten Aktion des Spiels bei Tabellenführer SC Hofstetten unglücklich verlor. Der erste Punkt auf fremden Platz war zum Greifen nahe. Umso mehr benötigen die Offenburger am Samstag (15 Uhr) zu Hause gegen den FV Langenwinkel wieder ein Erfolgserlebnis.

In den vergangenen drei Spielen konnte man nur einen Punkt holen, somit schmilzt der Abstand zu den hinteren Tabellenplätzen immer mehr. Die Gäste konnten stattdessen mit 5:1 gegen den TSV Loffenau ihren ersten Sieg einfahren und will nun durchstarten. Die Offenburger wollen dies aber auf ihrem eigenen Platz verhindern. Um sich von der abstiegsbedrohten Zone fernzuhalten, werden drei Punkte benötigt.

Die Elf von Jürgen Wippich und Sergej Herter will die fast makellose Heimserie weiter ausbauen. Zuhause gewann der Sportclub drei seiner vier Heimspiele, bei nur einem Unentschieden. ,,Langenwinkel wird ein hartes Stück Arbeit. Sie stehen nicht auf dem Tabellenplatz,

auf den sie eigentlich hingehören. In ihnen steckt viel mehr als das, was sie bislang abgerufen haben. Der deutliche Sieg über Loffenau hat gezeigt, dass der FVL ein gutes Team besitzt. Wir müssen direkt mit Kampf und Leidenschaft zeigen, dass bei uns nichts zu holen ist", so Wippich. Die Gastgeber können seit vergangenen Sonntag wieder auf Tonio Bayer zurückgreifen. Auch Narek Sermanoukian stärkt wieder die Offensive. Kapitän Waldemar Kraus kämpft derzeit noch mit Leistenproblemen und bleibt noch fraglich.

,,Der Sieg gegen Loffenau hat uns etwas nach oben gebracht in der Tabelle. Zum Abheben besteht aber keinerlei Anlass. Wenn wir jetzt nicht nachlegen, verliert der dreifache Punktgewinn an Wert", sagt Klaus Stefan vom Tainerteam des FV Langenwinkel und warnt vor dem SCO: ,,Gerade zu Hause herrscht eine ganz spezielle Atmosphäre. Das Publikum pusht seine Mannschaft sehr intensiv, da hat es jeder Gegner schwer. Wir müssen uns auf einen gerade kämpferisch recht energetischen, leidenschaftlich agierenden Kontrahenten einstellen."

FV Würmersheim - SV Niederschopfheim

Für den SV Niederschopfheim steht in der Landesliga am Samstag (15.30 Uhr) ein Keller-Derby gegen den FV Würmersheim auf dem Programm. Auf den ersten Blick eine machbare Aufgabe, aber Trainer Dominic Künstle warnt: ,,Würmersheim ist besser, als der Tabellenplatz ausdrückt. Das erste Spiel der Saison gewann der FVW 3:0 gegen Oberwolfach, danach haben sie nur noch knapp verloren." Das spiegelt sich auch im Torverhältnis wider, denn nur der Tabellenführer aus Hofstetten hat weniger Gegentreffer kassiert als Würmersheim (7). Trotzdem ist die Zielvorgabe zu punkten.

Allerdings muss der SVN auch im zehnten Spiel mit einer veränderten Aufstellung antreten, da unter anderem Nico Hilger wegen seiner Hochzeit verhindert ist. Künstle hofft, dass sein Team an die Leistung gegen Schutterwald anschließt. ,,Da hat die Mannschaft gut gespielt und hätte mit etwas mehr Glück auch gewinnen können." So wie die Personalsituation zieht sich auch die mangelnde Chancenverwertung wie ein roter Faden durch die Saison. Auch auf das erste Spiel ohne Gegentor wartet man in Niederschopfheim.

Knifflige Auswärtsaufgaben warten auf die beiden Renchtal-Vereine am 10. Spieltag der Fußball-Landesliga. Dabei steht der TuS Oppenau bereits am Freitag um 19.30 Uhr beim SV Oberwolfach auf dem Prüfstand. Vor dieser Partie trennen die beiden Mannschaften als Tabellennachbarn nur zwei Zähler, wobei Oppenau mit 14 Punkten etwas entspannter ins Kinzigtal fahren kann, denn Oberwolfach hat bei einem Spiel mehr erst zwölf Zähler auf dem Konto. Vom Tabellenstand her tritt der Dritte SV Stadelhofen als Favorit beim FSV Altdorf (14.) an, der sich mit sieben Punkten in den unteren Regionen aufhält. Aber genau diese Konstellation macht die Aufgabe für die Truppe von Trainer Jan Kahle im Ettenheimer Ortsteil nicht unbedingt leichter. Dabei gilt es auch zu beachten, dass der FSV Altdorf in seinem letzten Heimspiel beim 3:3 gegen den FV Elchesheim dreimal einen Rückstand ausgeglichen hat.

Oberwolfach - Oppenau

Was Ergebnis und Leistung betrifft, lief laut Toni Kimmig beim 4:1-Heimsieg des TuS gegen Altdorf alles bestens: ,,Dabei waren die Voraussetzungen alles andere als optimal. Fünf Minuten vor Beginn signalisierte Torhüter und Kapitän Jose Poveda, dass er nicht spielen kann", berichtet der Sportvorstand: ,,Von der Persönlichkeit und vom Leistungsvermögen her ist er ein Ausfall, den wir eigentlich nicht kompensieren können. Doch Ersatzkeeper Tobias Bohnert machte seine Sache sehr gut."

Jedenfalls war Kimmig von der Leistung seiner Mannschaft angetan, die trotz eines 0:1-Rückstandes gegen einen defensiv agierenden Gegner auch in dieser Höhe verdient mit 4:1 gewonnen hat. Einen Wermutstropfen aber gab es noch: TuSSpielertrainer Kevin Sax verletzte sich und wird nach ersten Erkenntnissen zumindest in Oberwolfach nicht spielen können. Dort im Kinzigtal erwartet Kimmig ein

ganz schweres Spiel: ,,Natürlich ist der kleine Platz für uns kein unbekanntes Terrain. Und dass die Truppe von Trainer Jogi Kehl kampfund vor allem heimstark ist, wissen wir auch. Oberwolfach ist auf eigenem Platz immer eine harte Nuss, die allein spielerisch nicht zu knacken ist. Wir werden versuchen, einen Matchplan zu entwickeln, mit dem wir punkten können."

Nach zwei Siegen in Folge musste sich der SV Oberwolfach am Wochenende dem FV RW Elchesheim mit 0:2 geschlagen geben. SVO-Trainer Joachim Kehl lobte nach der vierten Niederlage im fünften Auswärtsspiel dennoch die gute Mannschaftsleistung, man habe sich auswärts ,,wie schon so oft einfach nicht belohnen können". Zuhause hingegen konnten die Schwarz-Weißen drei ihrer vier Spiele für sich entscheiden und dabei 16 Treffer erzielen. Der heutige Gast, der TuS Oppenau, fertigte zuletzt den FSV Altdorf mit 4:1 ab. Kehl erwartet ,,eine körperlich starke Mannschaft, gegen die es immer enge und intensive Spiele sind". Das Ziel sei aber, die Punkte in Oberwolfach zu behalten. ,,Wir müssen vorne unsere Chancen nutzen", so der Coach. Seit dem Landesliga-Aufstieg des SVO 2019 trafen diese beiden Mannschaften drei Mal aufeinander. Drei Mal hieß es am Ende 1:1. In dieser Spielzeit gab es für den SVO bisher noch kein einziges Unentschieden. Philipp Heitz­mann fällt aufgrund einer Knieverletzung vom Elchesheim-Spiel aus, zudem fehlen Jonas Wolf (Rippenprellung), Freddy Burger (Leistenprobleme) und Steffen Wild (Grippe) weiterhin. Hinter den Einsätzen der angeschlagenen Felix Rauber und Roman Boser stehen noch Fragezeichen.

 

Altdorf - Stadelhofen

Der SV Stadelhofen freut sich nach dem spielfreien Wochenende wieder auf den Wettbewerb. Die Jagd nach Punkten geht für die Renchtäler am Sonntag beim FSV Altdorf weiter. Dort erwartet SVS-Trainer Jan Kahle einen Gegner, dessen Heimstärke bekannt ist und der über Kampf und Teamgeist kommt und mit diesen Tugenden dem SV Stadelhofen alles abverlangen wird. ,,Wir sind bereits in der Pokal-Qualifikation auf Altdorf getroffen und konnten uns Ende Juli dort nur knapp mit 2:1 durchsetzen. Ich denke aber, wir sind gut vorbereitet und wissen, dass wir viel in unser Spiel einbringen müssen, um zu gewinnen", sagt Kahle und betont: ,,Unterschätzen werden und dürfen wir Altdorf auf keinen Fall. Unser Ziel ist es, unsere Spitzenposition durch einen Auswärtsdreier zu festigen und uns auch Selbstvertrauen zu holen und ein Polster zu verschaffen für die nächsten schweren Spiele daheim gegen Oberwolfach und in Sinzheim."

Die Leistung des FSV Altdorf bei der 1:4 Niederlage am vergangenen Sonntag in Oppenau war nicht ligatauglich. In der Offensive machten die jungen FSV-Spieler gegen die Routiniers der TuS-Abwehr fast kein-en Stich. Defensiv hatte der FSV Probleme, die spielstarken Angreifer aus dem Strafraum heraus zu halten. Die Niederlage war die logische Konsequenz der Verhältnisse auf dem Platz. ,,Die Spieler waren nach der Partie sichtlich geknickt", so Reiner Heitz.

Trainingsauftakt diese Woche verheißt auch für den Sonntag gegen Stadelhofen nichts Gutes. Zusätzlich zu den Langzeitverletzten fehlte der halbe Stamm der Landesligaelf erkältungsbedingt oder wegen kleinerer Blessuren. An ein ordentliches Mannschaftstraining war deshalb nicht zu denken. Alternativen für die Startelf am Sonntag hat Heitz vermutlich keine. ,,Es geht gegen Stadelhofen darum, sich achtbar aus der Affäre zu ziehen" so der Übungsleiter.

Die sportliche Bilanz spricht ebenfalls nicht für die Altdorfer. Die letzten drei Partien, zuletzt ein 1:2 im Pokal wurden verloren.

,,Wir werden nach dem Abschlusstraining am Freitag schauen, wer spielfähig ist. Es wird aber auf jeden Fall eine motivierte Elf auf den Platz stehen, die das Möglichste versucht. Sie wird aber über die klare Außenseiterrolle nicht hinaus kommen. Ein Punkt und wir wären hochzufrieden", meint Reiner Heitz im Ausblick.


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