Landesliga 1 
Landesliga: SC Offenburg muss zu Hause eine Reaktion zeigen
Langenwinkels Torwart Stanislav Samson (orangenes Trikot) will seinen Kasten in Altdorf sauber halten. Bildquelle Ulrich Marx

Langenwinkel steht im Derby in der Pflicht

FSV Altdorf - FV Langenwinkel

FußballLandesligist FV Langenwinkel holte in bisher vier Saisonspielen erst zwei Punkte. Klaus Stefan vom FVLTrainerteam ist das aktuelle Dilemma vor dem Lokalderby am Sonntag (15 Uhr) beim FSV Altdorf bewusst: ,,Wir haben Steigerungsbedarf in einigen Bereichen, brauchen Punkte und Ergebnisse. Aber man sollte zugleich nicht den Fehler begehen, in kopflose Panik zu verfallen. Es sind erst vier Spiele gespielt, wir bereiten uns engagiert auf Altdorf vor und wollen im Derby mit einer guten Leistung überzeugen."

Gegner Altdorf zeichne sich durch eine gute Defensive aus. ,,Sie verteidigen geschickt in der Kette, um daraus ihr konsequentes Konterspiel aufzubauen", charakterisiert Stefan. Keine leicht zu nehmende Hürde für die Lahrer Vorstädter, die nach der jüngst knappen 1:2 Niederlage gegen Stadelhofen um Punkte bemüht sein müssen. Beide Mannschaften unterhalten gute Beziehungen zueinander, zu erwarten ist in Altdorf eine nicht nur auf dem Platz engagierte Atmosphäre. Vergangene Saison unterlag der FV Langenwinkel zu Hause dem FSV mit 1:2, die Partie wurde aus Sicht beider Teams ein Wechselbad der Gefühle. ,,Ein echtes Erlebnis, trotz des für uns negativen Ergebnisses. Spannend darf es gerne wieder werden, aber diesmal wollen wir vorne liegen", wünscht sich Stefan. Die Gäste werden voraussichtlich nahezu vollständig antreten können. Alexandru Ghita (Rotsperre) fehlt sicher, während Marc Stefan zumindest in den Kader zurückkehren dürfte.

Das Resümee fällt für den FSV Altdorf nach der 0:1 Niederlage in Hofstetten ernüchternd aus. Die Niederlage kam nicht überraschend. Dass der FSV nach der roten Karte gegen Fabian Schwendemann das dritte Spiel in Folge aufgrund von Platzverweisen in Unterzahl beendet werden musste, wurmt natürlich Coach Reiner Heitz. Auch, dass der zweikampfstarke Lucas Hunn verletzt vom Feld musste, ist für die Altdorfer ein weiteres Handicap. Nachdem auch Felix Pietrock, Florian Karl und Jonas Mösch verletzt sind und neben Schwendemann auch Moritz Ossfeld gesperrt ist, fehlt am Sonntag gegen Langenwinkel die halbe Stammelf. In einen Derby schmerzt die Situation doppelt, zumal es für beide Teams in diesem Spiel auch um viel geht. Mit einem Dreier könnte sich der FSV vorerst im Tabellenmittelfeld fest setzen. Der FVL will nach den bislang knappen Ergebnissen endlich den ersten Saisonsieg einfahren. Aufgrund der personellen Ausgangslage geht der Gast aus Langenwinkel als Favorit in das Spiel. Der FVL ist auch in diesem Jahr individuell sehr gut besetzt. Der neue Kader muss aber noch zusammen finden. Die knapp Niederlage letzte Woche gegen Stadelhofen hat jedoch gezeigt, dass die Elf auf einem guten Weg ist. Die Altdorfer haben diese Woche Wert auf die Rekonvaleszenz gelegt. Das 50minütige Unterzahlspiel in Hofstetten hat den Spielern eine Menge Kraft gekostet. Reiner Heitz ist aber unabhängig vom Personal sicher, dass er am Sonntag wieder eine konkurrenzfähige Mannschaft aufs Feld schicken kann. Philipp Herzog ist nach seiner Rotsperre wieder zurück. Auch der ehemalige Spielertrainer Christoph Oswald steht zumindest für einen Kurzeinsatz wieder zur Verfügung.

SV Sinzheim - SV Niederschopfheim

Nach dem ersten Saisonsieg beim 3:2 zu Hause gegen den SV Oberwolfach hatte sich Fußball-Landesligist SV Niederschopfheim erhofft, den Schwung ins Nachholspiel am Mittwochabend beim TuS Oppenau mitzunehmen. ,,Das war eine unnötige 1:2-Niederlage trotz zahlreicher Chancen und einem Schlagabtausch auf Augenhöhe", kam laut Trainer Dominic Künstle viel zu wenig dabei heraus. Am Samstag (17.30 Uhr) wartet nun das nächste schwere Auswärtsspiel beim SV Sinzheim.

Der aktuelle Tabellenführer hat nach fünf Spielen keinen Verlustpunkt auf dem Konto und ist der klare Favorit. ,,Wir können nur überraschen, zumal wir unverändert kein Spiel in der gleichen Aufstellung hinbekommen und Woche für Woche in einer anderen Formation spielen. Es wird wahnsinnig schwierig, aber natürlich versuchen wir die verlorenen Punkte aus Oppenau zurückzuholen", so der Trainer der Gäste. Vielleicht gelingt ja erneut eine Energieleistung wie gegen Oberwolfach.

FV Schutterwald - SV Mörsch

Am 6. Spieltag der Fußball-Landesliga steht für den FV Schutterwald die nächste Heimpartie auf dem Programm. Am Sonntag (15 Uhr) empfangen die Grün-Weißen (6. Platz/7 Punkte) den 1. SV Mörsch (9./6) im Waldstadion.

Mit einem torlosen Remis musste sich Schutterwalds Trainer Helmut Kröll in Würmersheim begnügen. Auch wenn das Ergebnis am Ende in Ordnung ging, haderte Kröll nach Spielende vor allem mit den vergebenen Chancen in der ersten Halbzeit.

Mittlerweile richtet sich sein Blick aber wieder nach vorne, denn nach dem verpatzten Saisonstart gegen Sinzheim konnte man sich schnell wieder fangen. Nun steht das nächste Heimspiel gegen die wiedererstarkten Mörscher an. Die Mannschaft um Christian Hofmeier konnte zuletzt zwei Siege feiern, nachdem man mit drei Niederlagen in die Saison gestartet war. Vor allem vergangenes Wochenende wusste man zu überzeugen und fuhr gegen den SCO einen deutlichen 5:0-Erfolg ein. Den Schwung wird der ehemalige Verbandsligist auch in Schutterwald auf den Platz bringen wollen, um etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen. Dies wird der FVS mit aller Kraft verhindern wollen, um den Kontakt nach oben nicht abreißen zu lassen.

Personell fehlen Kröll nach den jüngsten Verletzungen derweil die Alternativen und er hofft auf eine schnelle Genesung einiger seiner Schützlinge. SCO muss zu Hause eine Reaktion zeigen.

SC Offenburg - VfB Bühl

Es war nicht das Ergebnis, das sich der SC Offenburg auswärts vergangene Woche in Mörsch vorgestellt hatte. Zwar war bei der doch deutlichen 0:5-Niederlage nicht alles schlecht, jedoch zeigten sich in der Defensive deutliche Probleme. Am Samstag um 15 Uhr gastiert nun der Tabellenvierte VfB Bühl in Offenburg-Albersbösch.

Nach zuletzt zwei Heimsiegen ohne Gegentreffer will der SCO wieder seine gewohnte Heimstärke unter Beweis stellen. Doch das Trainerteam Jürgen Wippich/Sergej Herter weiß, dass am Wochenende der bislang stärkste Gegner auf die Gastgeber wartet: ,,Bühl besitzt eine sehr gute und eingespielte Mannschaft. Zudem ist die Mischung aus jungen und erfahrenden Spielern optimal. Auch schon beim 2:2 im letzten Jahr in Bühl konnten wir sehen, wie schwierig es ist, gegen sie zu spielen." Die Heimstärke sowie die guten Auftritte gegen starke Mannschaften stimmen das SCO-Trainerduo jedoch positiv. ,,Mit einem Punkt wären wir sehr zufrieden, trotzdem werden wir auf Sieg spielen", gibt Wippich die Marschroute vor.

Die Gäste aus Bühl mit ihrem Trainer Alexander Hassenstein sind gut in die Saison gestartet und konnten vergangene Woche den TSV Loffenau deutlich mit 6:1 schlagen. An diese Leistung möchten die Gäste nun anknüpfen.

Bei den Offenburgern fehlt weiterhin der Verletzte Tonio Bayer (Schulter), der Einsatz des ebenfalls an der Schulter verletzten Aliu Cisse ist noch fraglich.

SV Oberwolfach - SC Hofstetten

eide Kinzigtäler Landesligisten treffen am Samstag (18 Uhr) im großen Derby erstmals in Oberwolfach aufeinander. Der SC Hofstetten (2. Platz/13 Punkte) ist in dieser Saison nach fünf Spieltagen noch ungeschlagen und möchte seine Erfolgsserie fortsetzen. Der SV Oberwolfach (7./6) will dem Sportclub Paroli bieten und im dritten Heimspiel den dritten Sieg einfahren.

Trotz einer 2:0-Führung verlor der SV Oberwolfach am Sonntag noch mit 2:3 beim SV Niederschopfheim. Die Generalprobe fürs große Derby war missglückt, dennoch zeigte sich SVO-Trainer Joachim Kehl zufrieden mit der guten Mannschaftsleistung. Wie schon so oft habe man sich auswärts aber einfach nicht für den erbrachten Aufwand belohnen können. Neben den drei Auswärtsniederlagen stehen für den SVO aber zwei Heimsiege zu Buche. Zudem verfügen die Wolftäler mit 16 Toren über die mit Abstand beste Offensive der Liga. Dies lässt auf ein torreiches Derby hoffen. Für Kehl, der in Hofstetten wohnt und arbeitet, sei diese Partie gegen den Verein, den er einst als Trainer in die Verbandsliga führte, ,,ein ganz normales Spiel". Er sei jedoch auch froh, mal wieder ein normales Derby spielen zu können und hofft, dass viele Zuschauer kommen. ,,Der SC Hofstetten ist etwas favorisiert", so Kehl, ,,wir möchten aber auf jeden Fall Paroli bieten und wenn möglich einen Heimsieg landen". Personell sei die Situation beim SVO wieder entspannter als in der Vorwoche, auch wenn weiter einige Spieler urlaubs- oder verletzungsbedingt fehlen.

Eine Generalprobe glückte

Anders als dem SVO ist dem SC Hofstetten die Generalprobe geglückt. ,,Ich bin sehr froh über die drei Punkte, fußballerisch war es nicht unser bestes Spiel", resümiert Spielertrainer Dennis Kopf den glanzlosen 1:0-Arbeitssieg über den FSV Altdorf. Durch den vierten Sieg im fünften Saisonspiel steht der Sportclub weiter auf dem 2. Tabellenplatz. Für Kopf, der in der Vorsaison für den Kehler FV in der Verbandsliga spielte, ist es das erste Kinzigtal-Derby seiner Laufbahn. Entsprechend freut er sich mit seiner Mannschaft auf das Spiel in Oberwolfach und hofft auf ,,viele Zuschauer und eine gute Atmosphäre". Mit dem SVO erwarte den Sportclub ,,grundsätzlich eine gute Mannschaft mit einem guten Trainer und einer guten Offensive", so Kopf. Doch die Wolftäler stellen neben dem besten Angriff auch die mit 13 Gegentoren anfälligste Defensive der Liga. ,,Da gilt es für uns, unsere Chancen zu nutzen", sagt Kopf, der den SCH jedoch nicht in der Favoritenrolle sieht, sondern aufgrund der Heimstärke des SVO von einem 50:50-Spiel spricht. Hinter dem Einsatz von Marco Neumaier stehe noch ein Fragezeichen. Gleiches gilt für Kopf selbst, der sich gegen Altdorf aufgrund von Oberschenkelproblemen nach 20 Minuten verletzungsbedingt selbst auswechselte.

Im Vorjahr gewann der SC Hofstetten das Derby durch einen Treffer von Nico Obert in der 89. Minute mit 1:0, ein Jahr zuvor gab es ein klares 4:1. Coronabedingt kam es jeweils nicht zur Revanche an der Wolf.

 

Stadelhofen - Ulm

Mit einem 2:1-Sieg in Langenwinkel konnte sich der SV Stadelhofen nicht nur schnell für die 1:5-Heimniederlage eine Woche zuvor gegen Hofstetten rehabilitieren, sondern auch einen weiteren wichtigen Dreier einfahren. Dennoch sah Trainer Jan Kahle ein Manko bei seiner Mannschaft: ,,Leider haben wir es zum wiederholten Male nicht geschafft, ein Spiel frühzeitig klar für uns zu entscheiden, denn die letzten Handlungen vor dem gegnerischen Tor waren meistens die falschen und so haben wir uns durch den Anschlusstreffer zum 1:2 in den Schlussminuten noch mal unnötig unter Druck setzen lassen. Zum Glück konnten wir dem dann noch Stand halten."

Mit dem SV Ulm kommt jetzt am Samstag eine Mannschaft in den MührigwaldSportpark, die dem SVS im vergangenen Jahr bereits alles abverlangt hat. Stadelhofen ging nur aufgrund eines umstrittenen Elfmeters mit 1:0 als Sieger vom Platz. ,,Ulm hatte mit Hofstetten, Langenwinkel, Elchesheim und Oppenau ein sehr schweres Auftaktprogramm und war nahezu in jeder Partie konkurrenzfähig. Sie haben dabei mit ihren späten Ausgleichstreffern gegen Langenwinkel und Elchesheim bewiesen, dass sie auch konditionell und mental stark sind", warnt Kahle davor, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen.

Oppenau - Elchesheim

Sechs Punkte hatte der TuS Oppenau zu Wochenbeginn für die beiden Heimspiele gegen Niederschopfheim und Elchesheim auf seiner Agenda. Die Hälfte davon konnten die Renchtäler nach ihrem 2:1-Heimsieg im Wiederholungsspiel am Mittwochabend gegen Niederschopfheim schon auf ihrem Konto verbuchen. Der Deckel auf die ,,Sechs-Punkte-Dose" soll jetzt am Samstag mit einem Dreier zu Hause gegen den FV Elchesheim geschraubt werden.

Natürlich wird das keine einfache Aufgabe, zumal das intensive Mittwochspiel viel Kraft gekostet hat. Toni Kimmig, Fußball-Chef des TuS Oppenau, hofft jedoch, dass die gute Stimmung und vor allem der gute Lauf eine etwaige Müdigkeit ausgleichen können. ,,Wenn wir gewinnen wollen, muss alles passen und wir müssen wieder alles in die Waagschale werfen. Die Spiele gegen Elchesheim waren immer eng und ich bin auch froh, dass wir zu Hause spielen und uns eine Fahrt erspart bleibt", sagt er. Seinen Optimismus für einen Heimsieg schöpft Kimmig vor allem aus dem wichtigen Dreier am Mittwoch gegen den SV Niederschopfheim. Nach einem intensiven Spiel stufte der Sportchef das 2:1 als knappen, aber nicht unverdienten Sieg ein. Kimmig sparte daher auch nicht mit Lob für seine Mannschaft und freute sich besonders für die beiden jungen Torschützen Maris Wirth und Leon Lietz.


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