Landesliga 1 
Landesliga: Erster Sieg für den TuS Oppenau
Gürkan Balta (links), hier im Zweikampf mit dem Niederschopfheimer Maurice Götz, erzielte beim 2:0-Sieg den Treffer zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung für den FV Schutterwald. Bildquelle Peter Heck

Altdorf gewinnt beim FV Langenwinkel

FV Langenwinkel - FSV Altdorf 2:3

Landesligist FV Langenwinkel klebt das Pech an den Füßen. Beim 2:3 (2:1) im Derby gegen den FSV Altdorf verlief die Schlussphase überaus dramatisch - mit dem besseren Ende für die Gäste. Bereits die Anfangsphase in einem umkämpften Derby war kurios: Zunächst ging Langenwinkel durch Andreas Dold (12.) in Führung, doch nur drei Minuten später sorgte ein Eigentor von Abdoulie Sanyang (15.) für den Ausgleich. „Die Partie war sehr zweikampfbetont, beide Mannschaften haben sich nichts geschenkt“, sagte Altdorfs Trainer Reiner Heitz. Langenwinkel blieb tonangebend. „Was wir an Chancen herausgespielt haben, würde im Normalfall für mehrere Spiele reichen. Aber wir machen die Tore nicht“, verzweifelte Klaus Stefan vom FVL schier. Dennoch gelang seinem Team durch ein Eigentor von Felix Pietrock (36.) die 2:1-Führung. Danach vergab allein Dold zwei hundertprozentige Chancen. „Bei einem 3:1 oder 4:1 wäre Ruhe gewesen. Aber wir treffen nicht und müssen daher die Schuld bei uns suchen“, haderte Stefan. In der zweiten Hälfte ließ sich Altdforf nicht unterkriegen. Maximilian Junele (64.) besorgte den 2:2-Ausgleich, ehe Philipp Herzog (74.) mit seinem Treffer zum 2:3 sogar die Wende herbeiführte. „Wir konnten den FVL richtig schocken, haben die Führung erarbeitet und bis zum Ende engagiert verteidigt“, lobte Heitz. In der Schlussphase rannte Langenwinkel mit der Brechstange an, traf mehrfach Latte und Pfosten. Aber es blieb beim Altdorfer Sieg. „Der Gegner hatte die besseren Chancen, wir waren so glücklich, die Tore zu machen“, sagte Heitz. Bereits am Freitag machte der FV Langenwinkel die vorzeitige Trennung von Spieler Meller Aziz bekannt.

 

SC Offenburg - FV Elchesheim 2:1

Nach nur einem Punkt aus den letzten beiden Spielen gelang dem SC Offenburg in der Landesliga ein 2:1-Heimsieg gegen RW Elchesheim. Die Mannschaft des Trainer-Duos Jürgen Wippich und Sergej Herter stand unter Druck, zumal Mehmet Yildirim und Enrico Wußler kurzfristig ausfielen. Doch die Anfangsphase war für den SCO vielversprechend. Daniel Kempf kam über außen, Tim Steurer flankte präzise zum in der Mitte postierten Ersin Osmanov, der dann per Direktabnahme aus zehn Metern bereits in der 3. Minute das 1:0 erzielte. Elchesheim rannte dem Rückstand hinterher. Das Fehlen von Spielertrainer Dirk Rohde machte sich bemerkbar. Mit der knappen SCO-Führung ging es dann in die Pause. In der 57. Minute fiel der Ausgleich durch einen Freistoß von Elchesheims Spielmacher Tom Schneider, der den Ball aus knapp 20 Metern mit einem satten Schuss perfekt in den Winkel zimmerte. Obwohl es die Torwart-Ecke war, hatte SCO-Keeper Alexander Grimm keine Chance. Die Partie wurde kampfbetont. SCO-Innenverteidiger Yannick Männle musste verletzungsbedingt raus. Elchesheim drängte vehement auf die Führung. Aber Nico Pleger rettete in höchster Not. In der 70. Minute zählte ein Elchesheimer Treffer wegen Abseits nicht. Dann wurde der SCO in der Schlussviertelstunde wieder mutiger. Ein Schuss von Tonio Bayer aus dem Hinterhalt konnte gerade noch abgeblockt werden. In der 83. Minute landete ein langer Ball in die Spitze bei Aliu Cisse, der verlängerte per Kopf, Bayer überlupfte einen Gegenspieler und traf mit links zum 2:1 für den SCO. In den letzten Minuten drängte Elchesheim mit letzter Kraft auf den Ausgleich, doch die Offenburger verteidigten die knappe Führung.

 

FV Schutterwald - SV Niederschopfheim  2:0

Mit 2:0 (1:0) hat der FV Schutterwald das Derby gegen Landesliga-Aufsteiger SV Niederschopfheim gewonnen und ist damit auf den siebten Tabellenplatz vorgerückt. Die Gäste rutschten durch die zweite Saisonniederlage auf Rang vier ab. Die 320 Zuschauer im Schutterwälder Waldstadion sahen eine flotte erste Halbzeit, in der die Hausherren die besseren Torchancen hatten. Die erste vergab Kopf, dessen Abschluss Niederschopfheims Torhüter Unrau um den Pfosten lenkte (6.). Auf der Gegenseite konnte Burgert eine Hereingabe von Götz im letzten Moment klären, und bei einem Abschluss von Münchenbach aus spitzem Winkel war Schutterwalds Schlussmann Volk auf dem Posten. Im Anschluss musste der Gast früh wechseln. Remmel zog sich eine Muskelverletzung zu und wurde durch Größer ersetzt (17.). In der 26. Minute dann die Führung für den Gastgeber: Nach einer Flanke von der rechten Seite war es Göser, der den Ball per Kopf im Spiel hielt und Balta bedienen konnte. Dieser schob das Leder flach an Unrau vorbei zur Führung in die Maschen. Balta war es auch, der kurze Zeit später die nächste Großchance hatte. Sein Kopfball wurde von Unrau aber stark pariert (34.). Nach dem Seitenwechsel drängte Niederschopfheim auf den Ausgleich. Allerdings waren Chancen für das Team von Trainer Dominic Künstle eher Mangelware. Ein Abschluss von Götz, der knapp am kurzen Pfosten vorbei ging, sowie ein weiterer Distanzschuss, den Volk parieren konnte, waren die auffälligsten Szenen. Die Heimelf von Trainer Helmut Kröll stand in dieser Phase tief und lauerte auf Konter. Diese wurden aber meist nicht ordentlich zu Ende gespielt. Fünf Minuten vor dem Abpfiff konnten die Grün-Weißen dann die Partie aber entscheiden. Göser spitzelte den Ball am herauseilenden Unrau vorbei, Kopf war zur Stelle und schob zum viel umjubelten 2:0-Endstand ein.

 

SV Stadelhofen - SV Ulm 1:0

Auch wenn der souveräne Tabellenführer der Fußball-Landesliga SV Stadelhofen am Samstag vor 300 Zuschauern im Mührigwald-Sportpark sicherlich nicht seine beste Saisonleistung gegen Aufsteiger SV Ulm abrufen konnte, reichte es am Ende dennoch zu einem knappen 1:0 (0:0)-Sieg. Ulms Spielertrainer Fabian Ernst hatte seine Elf hervorragend eingestellt. Taktisch klug ließen sie den Tabellenführer bis zur Mittellinie gewähren, und boten dem SV Stadelhofen wenig Räume, um sich spielerisch entfalten zu können. Doch nach 15 Minuten erspielten sich die Renchtäler ein Übergewicht und erste Möglichkeiten. Daniel Kirn, Aaron Zimmerer und auch Kapitän Patrick Ringwald konnten Gästetorwart Markus Hoch aber nicht überwinden. Der Aufsteiger stand tief, doch Stadelhofen stand sich auch oft selbst im Weg. Es fehlte die klare spielerische Linie. Nach dem Seitenwechsel baute die Elf von SVS-Coach Jan Kahle mehr Druck auf. Hätte Stürmer Nico Schwab in der 55. Minute selbst den Abschluss gesucht, wäre die Führung fällig gewesen. Nach 59 Minuten lag der Ball endgültig im Gästegehäuse, doch Felix Gräber stand bei seinem Kopfball im Abseits. Frammelsberger vergab kurz nach seiner Einwechslung zwei gute Möglichkeiten. So kam die verdiente Führung durch einen umstrittenen Foulelfmeter in der 74. Minute zustande, den Ringwald eiskalt zum achten SVSErfolg im achten Saisonspiel vollendete.

 

TuS Oppenau - SV Sinzheim 4:2

Der TuS Oppenau hat seine Negativserie in der Fußball-Landesliga mit einem 4:2 (1:1)-Heimsieg gegen den SV Sinzheim beendet. Nach einer ausgeglichen ersten Halbzeit drehte das bisherige Schlusslicht das Spiel in der zweiten Hälfte verdient zu seinen Gunsten. Oppenau ging von Beginn an sehr engagiert zu Werke, bekam in der 8. Minute dann aber die kalte Dusche. Nach einem Einwurf wurde der Ball verlängert und Göttler steil geschickt. Er hämmerte den Ball aus zwölf Metern in die lange Ecke zur 1:0-Führung für Sinzheim. Kurz darauf erkannt Oppenaus Florian Müller blitzschnelle die Situation nach einem Ballgewinn im Mittelfeld, zog aus 40 Metern ab und traf zum 1:1-Ausgleich mit einem Heber über den Torwart. Mit zunehmender Spielzeit neutralisierten sich beide Mannschaften. Kurz vor der Pause klärte Sinzheims Keeper Bartmann einen Schuss von Hammad per Glanzparade. Nach dem Seitenwechsel war es erneut Göttler, der zum 2:1 für Sinzheim in Minute 59 aus 18 Metern ins Schwarze traf. In der 65. Minute prüfte auf der Gegenseite Sax aus 16 Metern Keeper Bartmann, der Nachschuss von Müller wurde noch kurz vor der Torlinie abgeblockt. Fünf Minuten später fiel dann der Ausgleich für Oppenau, eine scharfe Hereingabe von Keller wurde durch einen Innenverteidiger von Sinzheim unglücklich ins eigene Tor verlängert. Direkt im Anschluss sorgte Hammad mit einem sehenswerten Solo im Sinzheimer Strafraum und einem Schuss aus sechs Metern unter die Querlatte für das 3:2 für Oppenau. In der 82. Minute verpasste Keller im Duell mit Bartmann die Entscheidung. Erneut Keller und Hermann ließen weitere TuS-Chancen liegen. Das erlösende 4:2 zum ersten Oppenauer Saisonsieg erzielte in der Nachspielzeit der eingewechselte Kimmig.

 

SC Hofstetten - SV Oberwolfach 1:0

Durch ein Last-Minute-Tor von Nico Obert in der 89. Minute gewann der Sportclub Hofstetten am Samstag das Kinzigtal-Derby der Fußball-Landesliga gegen den SV Oberwolfach mit 1:0 (0:0). Vor 450 Zuschauern hatte Jonas Krämer schon nach zwei Minuten eine gute Möglichkeit per Kopf. Und der SC drängte weiter auf eine schnelle Führung. Giulio Tamburello setzte das Leder jedoch knapp neben das Gehäuse von Tobias Armbruster. Danach fand der SVO besser ins Spiel, die Kehl-Elf probierte es mit langen Bällen. In der 15. Minute scheiterte Oberwolfachs Marc Heizmann nach Flanke von Lukas Hauer aus kurzer Distanz am glänzend reagierenden Hofstetter Schlussmann Daniel Lupfer. Die Gäste bekamen nun ein Übergewicht, konnten aber kein Kapital daraus schlagen. Hofstetten konnte in dieser Phase nur reagieren, denn der SVO war aggressiver und gewann mehr Zweikämpfe. Erst in der 34. Minute wurde es wieder für die Gäste gefährlich, als Jonas Kinast im Strafraum gelegt wurde. Michael Krämer trat zum Elfmeter an, doch rutschte er beim Schuss aus, sodass der Ball weit über das Tor flog. In Durchgang zwei ging das Team von Gotthard Schwörer entschlossener zum Ball und wurde auch nach vorne zwingender. Zweimal Nico Obert und Jannik Schwörer ließen Chancen liegen. Auf der Gegenseite hatte der SVO noch eine gute Möglichkeit durch Hauer. Erst kurz vor Schluss (89.) dann der Siegtreffer für Hofstetten. Nico Obert köpfte nach einer Ecke ins linke untere Eck ein. Gotthard Schwörer war nach den spannenden 90 Minuten erleichtert: „Die ersten zehn Minuten haben wir gut agiert, danach standen wir bei den langen Bällen der Gäste zu weit im Raum. In der zweiten Halbzeit sind wir dann vorne draufgegangen und konnten dadurch unser Spiel durchbringen.“


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