Frauen Bundesliga 
SC Sands Trainer Frieböse: Es kann viel passieren
In der Offensive konnten sich Dominique Bruinenberg und der SC Sand in den ersten vier Saisonspielen bislang nicht richtig durchsetzen. Das soll in Leverkusen besser werden, ohne hinten die Stabilität zu verlieren. Bildquelle ULRICH MARX

Frauenfußball-Bundesligist SC Sand spielt am Freitagabend bei Bayer Leverkusen. In der Offensive müssen sich die Ortenauerinnen steigern.

Nach vier Spieltagen wartet der SC Sand (10./1 Punkt) immer noch auf den ersten Saisonsieg in der Frauenfußball-Bundesliga. Nach dem schweren Auftakt-Programm sollte eigentlich zu Hause gegen Jena (8./2 Punkte) der erste Dreier gelingen. Doch am Ende mussten die Ortenauerinnen mit einem 1:1 zufrieden sein. Am Freitag, 19.15 Uhr, bei Bayer Leverkusen startet der SC Sand einen neuen Anlauf. Die Aufgabe beim Tabellenvierten (9 Punkte) ist allerdings schwer.

Jasmin Pal in Top-Verfassung

Die Partie gegen den Aufsteiger FC Carl Zeiss Jena verlief am vergangenen Sonntag nicht so, wie man sich das im Lager des SC Sand vorgestellt hatte. Was allerdings neben der Harmlosigkeit in der Offensive aus dieser Begegnung Positives mitgenommen werden kann, ist der erste Zähler auf dem Konto und die Erkenntnis, dass sich die Defensive im Vergleich zur Vorsaison äußerst stabil präsentiert, und sich die österreichische Nationalspielerin Jasmin Pal im Tor derzeit in einer Top-Verfassung präsentiert. Und nicht zu vergessen, gab der SC Sand das Schlusslicht in der Tabelle an Werder Bremen weiter und verließ sogar die beiden Abstiegsplätze. Allerdings ist dies nur eine Moment-Aufnahme. Mit einem Punkt rangiert Sand weiterhin punktgleich mit drei Teams am Tabellenende.

Wiedersehen mit Ex-Spielerinnen

Am Freitag geht es nun zum Auswärtsspiel bei Bayer 04 Leverkusen, das live im Free-TV bei Eurosport zu sehen sein wird. Das allein sollte ausreichend Motivation für die Elf von Trainer Matthias Frieböse sein. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit den ehemaligen Sander Spielerinnen Milena Nikolic und Dina Blagojevic.
Ein Blick zurück zeigt, dass die Bayer-Elf dem SC Sand zu liegen scheint, gab es in der Vergangenheit doch stets respektable Ergebnisse gegen die Gastgeberinnen vom Freitag. In der Vorsaison war der SC Sand in Leverkusen die bessere Mannschaft, zog aber mit 1:2 den Kürzeren. Das Rückspiel im Kühnmatt wird man in der Ortenau ohnehin nicht so schnell vergessen. Mit dem 1:0-Sieg sicherte sich der SC Sand am letzten Spieltag aus eigener Kraft den Klassenerhalt.

Kein Gradmesser

Das will Trainer Frieböse allerdings nicht als Maßstab für die Begegnung am Freitag nehmen. ,,Für Leverkusen ging es in diesem Spiel um die goldene Ananas, für den SC Sand um alles oder nichts. Daher ist das kein Gradmesser für die aktuelle Spielzeit", erklärt der Sander Coach, der auf den guten Start der Werkself (drei Siege aus vier Spielen) hinweist und das bei lediglich zwei Gegentreffern - der SC Sand erzielte in dieser Saison erst ein Tor.
,,Wir haben gegen Jena keine wirkliche Torchance herausgespielt, das müssen wir ändern", so Frieböse, der die jüngste Partie intensiv analysiert hat. ,,Wir wollen hinten weiter gut stehen, dabei aber weniger Chancen zulassen, als gegen Jena. Zusätzlich müssen wir nach vorne gefährlicher werden. Sollten wir das umsetzen und unsere Leistung auf den Platz bringen, kann viel passieren", ist der Trainer überzeugt.


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