Frauen Bundesliga 
SC Sand verliert 0:3 - und vorne wieder keine Tore
Die Sander Torfrau Jasmin Pal bot eine starke Partie. Bildquelle Peter Heck

Eine Woche nach dem 0:5 bei Bayern München verlor Frauen-Fußball-Bundesligist SC Sand mit 0:3 auch die Heimpremiere gegen den SC Freiburg. Starke Torfrau Jasmin Pal, aber der Angriff strahlt kaum Torgefahr aus. Mannschaft wird zu schnell aus der Bahn geworfen.

Die Mannschaft von Trainerin Nora Häuptle begann im Derby sehr engagiert und druckvoll, hätte in dieser Phase auch gerne einen Elfmeter zugesprochen bekommen können, um dann nach dem 0.1 in der 11. Spielminute bereits drei Minuten später mit 0:2 im Hintertreffen zu liegen - analog vor einer Woche in München. Am Ende stand es 0:3 und den erstmals seit März wieder im Stadion zugelassenen Zuschauern war klar, dass die Saison für den SC Sand keine leichte werden wird.

,,Letzter Ball" kam nicht an

,,Sand hat in beiden Halbzeiten sehr gut begonnen, und wir hatten in diesen Phasen jedes Mal Glück, dass wir keinen Gegentreffer bekommen haben", sagte Gästetrainer Daniel Kraus und brachte es damit auf den Punkt. Jeweils über die linke Seite mit Chiara Loos startete der SC Sand fulminant, scheiterte aber jeweils an dem nicht ankommenden ,,letzten Ball", wie es Häuptle analysierte. 

Vermeidbare Ballverluste

Dass sich die Partie dann plötzlich drehte, lag an vermeidbaren Ballverlusten, die die Freiburgerinnen ins Spiel brachten. Nach einem abgeblockten Freistoß aus 18 Metern reagierte Samantha Steuerwald am schnellsten und ließ Jasmin Pal im Tor der Gastgeberinnen keine Chance (11.).

Freiburg spielte gut

Gleiches ereignete sich nur drei Minuten später, als Pal gedankenschnell gegen Lina Bürger parierte, Sandra Starke jedoch schneller als jede Abwehrspielerin reagierte und ohne Mühe das 2:0 für die Gäste erzielen konnte. ,,Wir haben es nach den ersten zehn Minuten richtig gut gespielt und hatten vor allem bei den zweiten Bällen die Nase vorne, wodurch wir die Tore erzielen konnten", so Kraus.

Pal für Weimar

Jasmin Pal war für Jacintha Weimar zwischen die Pfosten gerückt, weil ihre offensive Spielweise dem Matchplan gegen den SC Freiburg eher entgegenkam. Sie rechtfertigte ihre Aufstellung mit zahlreichen Paraden - ließ den Sander Verantwortlichen allerdings auch einmal den Atem stocken. In Minute 39 foulte sie nämlich die bereits in Richtung Eckfahne laufende Lina Bürger, parierte aber wiederum den gut geschossenen Strafstoß von Rebecca Knaak glänzend. Das wäre das 0:4 gewesen, da bereits zwei Minuten zuvor Lisa Karl mit einem abgefälschten Schuss aus 16 Metern das Endresultat von 0:3 markierte.

Defensive nach der Pause stabiler

Im zweiten Durchgang stand die Sander Defensive deutlich stabiler, und was dort nicht geklärt werden konnte, hielt Pal fest. Allerdings war auch die bereits in München zu erkennende mangelnde Torgefahr der Ortenauerinnen nicht nur in Halbzeit zwei ein großes Thema.

An Automatismen arbeiten

,,Wir hatten heute das Momentum nicht auf unserer Seite", sagte Häuptle, ,,wenn wir nach dem 0:3 den Anschluss schaffen, denke ich, wären wir wieder zurück ins Spiel gekommen. Wir müssen jetzt an unseren Automatismen arbeiten und neues Selbstvertrauen tanken. Wir haben heute gesehen, dass solche vermeidbaren Gegentreffer die junge Mannschaft schnell für mehrere Minuten aus der Bahn werfen."

Länderspielpause

Kommende Woche ist Länderspielpause, in zwei Wochen geht es für den SC Sand zum MSV Duisburg, ehe danach in der englischen Woche mit Potsdam, Wolfsburg und Frankfurt die richtig dicken Brocken warten.

SC Sand - SC Freiburg 0:3 (0:3)
SC Sand:
Pal - Brandenburg, Moorrees, Caldwell, Sakar - Loos, Evels, Balcerzak (46. Gentile), Kreil, Blagojevic (89. Süle) - Tolmais (46. George, 69. Schaber).
SC Freiburg: Nuding - Karl, Steuerwald (81. Stegemann), Knaak, Vojtekova - Müller (63. Megroz), Minge, Hoffmann (63. Wittje), Starke, Bürger (89. Büchele) - Kayikci (89. Memeti).

Schiedsrichterin: Laura Duske (Leverkusen) - Zuschauer: 250

Tore: 0:1 Steuerwald (11.), 0:2 Starke (14.), 0:3 Karl (37.)
Bes. Vorkommnis: Pal hält Foulelfmeter von Knaak (39.).


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