Frauen Bundesliga 
SC Sand testet drei Spielerinnen
Erstes Training 2021 beim Frauenfußball-Bundesligisten SC Sand: Fatma Sakar (l.) und Jacintha Weimar (r.) spielen sich den Ball zu. Bildquelle Christoph Breithaupt

Bei Schnee­regen und starkem Wind, aber mit viel Zuversicht startete Frauenfußball-Bundesligist SC Sand am Dienstagmorgen in die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte - an deren Ende der Klassenerhalt stehen soll. ,,Das ist das oberste Ziel", sagte Sport-Vorstand Gerald Jungmann im Vorfeld und ergänzte: ,,Der Abstiegsplatz ist eine Momentaufnahme. Zur Halbzeit standen wir auf Rang zehn. Alles ist machbar." 

Auch der Sportliche Leiter Sascha Reiß verbreitet Zuversicht, obwohl der SC Sand durch das 0:8 im ersten Rückrundenspiel zu Hause gegen Spitzenreiter Bayern München auf Rang elf von zwölf Mannschaften abrutschte und damit auf einem Abstiegsplatz überwinterte: ,,Wir sind guten Mutes trotz einer enttäuschenden Vorrunde. Es wird gute Arbeit geleistet und wir haben eine gute Stimmung trotz der schlechen Ergebnisse. Ich hoffe, das zahlt sich aus. Wir vertrauen dem Prozess", sagt der ehemalige Oberliga-Trainer des SV Linx.

Drei Verträge aufgelöst
Bei der ersten Trainingseinheit 2021 nach der kurzen Weihnachtspause fehlten auf dem Kunstrasenplatz in Sand allerdings vier Spielerinnen aus dem Kader der Vorrunde. Die Verträge mit den beiden Ungarinnen Laura Kovacs und Dora Süle sowie mit der Franco-Amerikanerin Danielle Tolmais, deren Vater gestorben ist und die deshalb in die USA zurückkehren wollte, wurden aufgelöst. Zudem war Richarda Schaber am Dienstag nicht zum Auftakttraining da. Der Verein wollte sich aber zur Zukunft der Stürmerin, die bereits vor der Winterpause in den letzten vier Spielen nicht im Kader war, nicht äußern. Die Zeichen deuten aber auf Abschied.
Bis Donnerstag noch in Quarantäne ist Dina Blagojevic. Die Serbin war erst am 8. Januar aus ihrer Heimat in die Ortenau zurückgekehrt und wartet noch auf das negative Testergebnis.

Ziel Klassenerhalt
Um das Ziel Klassenerhalt zu erreichen, wird der SC Sand (11./6 Punkte) bis zur Wiederaufnahme der Bundesliga am 7. Februar mit der Auswärtspartie bei der SGS Essen (8/14 Punkte) nicht nur zweimal täglich trainieren und drei Testspiele absolvieren, sondern sich auch noch verstärken, um Schwächen der Hinrunde in der Defensive bei Standards und im Angriff beim Verwerten von Torchancen abzustellen. Die Schweizer Trainerin des SC Sand, Nora Häuptle, testet derzeit drei Spielerinnen im Probetraining. Namen will der Verein bis zur Vertragsunterschrift nicht nennen. 

Donnerstag erster Test
Ihr erstes Testspiel 2021 bestreiten die Bundesliga-Fußballerinnen des SC Sand, die sich zweimal in der Woche einem Corona-Test unterziehen müssen, bereits am Donnerstag, 16 Uhr, beim Liga-Konkurrenten TSG Hoffenheim. Am Samstag, 23. Januar, (14 Uhr) empfängt das Häuptle-Team dann den Schweizer Erstligisten FC Basel, bevor es am 30. Januar (14 Uhr) erneut in einem Vorbereitungsspiel gegen Eidgenossinnen geht. Der SCS ist Gast beim Erstligisten FC Zürich.

Zunächst zweimal auswärts
Mit Essen (7.2.) und dem SC Freiburg (14.2.) stehen für den SC Sand in der Bundesliga zunächst zwei Auswärtsspiele auf dem Programm. Dann folgen die Länderspielpause und das Pokal-Achtelfinale beim Liga-Konkurrenten Turbine Potsdam (28.2.) bevor im wichtigen Kellerduell zu Hause gegen Bundesliga-Schlusslicht MSV Duisburg (7.3.) ein klares Zeichen Richtung Klassenerhalt gesetzt werden  soll.


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