Frauen Bundesliga 
SC Sand hat Klassenerhalt in der eigenen Hand
Chiara Loos (l.) und ihre Mitspielerinnen vom SC Sand sollen sich vor dem letzten Saisonspiel am Sonntag gegen Bayer Leverkusen auf die eigenen Stärken konzentrieren. Bildquelle Peter Heck

Alexander Fischinger, Trainer des Frauenfußball-Bundesligisten SC Sand, ist vor dem Saisonfinale am Sonntag gegen Bayer Leverkusen guter Dinge, dass sein Team keine Schützenhilfe für den Klassenerhalt benötigt.

Frauenfußball-Bundesligist SC Sand hat mit seinem Sieg vor knapp zwei Wochen beim SV Meppen die Weichen auf ein echtes Endspiel am Sonntag (14 Uhr) zu Hause gegen Bayer Leverkusen gestellt. Durch den Erfolg im Emsland kletterte die Elf von Trainer Alexander Fischinger wieder auf einen Nichtabstiegsplatz und hat es jetzt in der eigenen Hand, den Klassenerhalt unter Dach und Fach zu bringen.

Die Voraussetzungen sind klar: Gewinnt der SC Sand (10. Platz/15 Punkte), spielt es keine Rolle, wie der SV Meppen (11. Platz/14 Punkte) sein letztes Saisonspiel beim SC Freiburg gestaltet. Geht die Partie im Kühnmatt-Stadion unentschieden aus, so muss Freiburg gegen Meppen zumindest ebenfalls Remis spielen, damit der SC Sand in der Liga bleibt. Verlieren die Ortenauerinnen jedoch gegen Leverkusen, müsste Freiburg gar gewinnen, da man gegenüber dem norddeutschen Aufsteiger das schlechtere Torverhältnis hat und diesem somit ein Punkt im Breisgau reichen würde.

Nicht auf Schützenhilfe vertrauen

Von einer eventuellen Schützenhilfe geht Sands Manager Gerald Jungmann jedoch nicht aus: ,,Auf Freiburg würde ich nicht wetten", so Jungmann, der wenig Vertrauen auf die Hilfsbereitschaft des Südrivalen hat. Der sportliche Leiter, Sascha Reiß, ergänzt: ,,Freiburg ist bestenfalls ein Joker, den wir hoffentlich nicht benötigen werden."

Für Alexander Fischinger ist die Marschroute klar: ,,Wir alleine entscheiden, was wir zulassen." Soll heißen, kauft man der Werkself, die in der Liga auf einem guten, aber auch unspektakulären Rang fünf platziert ist, früh den Schneid ab, könnte das Pendel in Richtung seiner Mannschaft ausschlagen. Lässt man die Gäste allerdings spielen, so werden diese Spaß an ihrem letzten Saisonauftritt bekommen, was für den SC Sand nicht gut ausgehen könnte.

Kader ist komplett

,,Ich werde maximal zwei Sätze über Leverkusen verlieren, das war's", so Fischinger zur Vorbereitung. ,,Es geht darum, uns auf unsere Stärken zu konzentrieren und den Spielerinnen klarzumachen, was sie alles können und um was es in diesem Spiel geht. In erster Linie um das Vermächtnis von Gerald Jungmann, der den Frauenfußball hier vor 41 Jahren erfunden und zu dem gemacht hat, was er heute ist", so Fischinger. Es geht aber auch um die Zukunft der Spielerinnen, die im Gros gerne zusammenbleiben würden und die daher auch um ihre eigene Zukunft spielen. Denn nicht viele werden in der kommenden Saison die Möglichkeit bekommen, weiterhin in der Bundesliga spielen zu dürfen.

Kader wohl komplett

,,Wir freuen uns aber auf dieses Spiel und sind uns sicher, dass wir unsere Arbeit der vergangenen Wochen jetzt endgültig belohnen werden - wir werden das wuppen", so der Sander Trainer, der wohl auf seinen gesamten Kader zurückgreifen kann und sich zudem freut, dass auch wieder einige wenige Zuschauer ins Stadion dürfen, um den SC anzufeuern.

Spiel live im Internet

Wie genau die Regelungen für einen Zutritt einiger Zuschauer sein werden, kann auf der Vereinsseite unter www.sc-sand.de nachgelesen werden. Außerdem wird das Spiel live im Internet auf ,,DFB-TV" und auf dem vereinseigenen Youtube-Kanal auf ,,Sandsturm TV" übertragen.


Werde Teil der Fußball-Community in der Ortenau und repräsentiere Deinen Verein.
Am Ende der Saison verlosen wir
attraktive Prämien!