Frauen Bundesliga 
Keine Panik beim SC Sand
Dörthe Hoppius erzielte diese Saison den bislang einzigen Bundesliga-Treffer für den SC Sand. Bildquelle ULRICH MARX

Kurz nach dem 0:2 bei Bayer Leverkusen (3./12 Pkte) am Freitagabend war die Enttäuschung beim SC Sand (10./1 Punkt) groß. Nicht, weil man beim bisherigen Tabellenvierten der Frauenfußball-Bundesliga verloren hatte, vielmehr weil in der Offensive erneut nicht viel lief.

Auch im Rheinland waren die Angriffsbemühungen der Ortenauerinnen überschaubar. So bleibt es nach fünf Saisonspielen bei dem einen Treffer, den Dörthe Hoppius im Eröffnungsspiel bei Eintracht Frankfurt erzielt hatte. Selbst mit dem Pokalspiel beim Zweitligisten Andernach kommt lediglich der Siegtreffer von Emily Evels hinzu.

Kampfgeist vorbildlich

Trotz der Niederlage lobte Trainer Matthias Frieböse nach dem Leverkusen-Spiel seine Mannschaft für ihren Kampfgeist. Selbst in einer über 40-minütigen Unterzahl wegen einer Roten Karte für Marina Georgieva (50.) ließen seine Spielerinnen am Freitag in Halbzeit zwei lediglich einen Gegentreffer, der obendrein durch einen Strafstoß zustande kam, zu.
Überhaupt kann man in dieser Spielzeit - im Vergleich zur Vorsaison - auf ein recht passables Torverhältnis blicken. Mit 1:11 Toren hat sich der SC Sand in Anbetracht der schweren Eröffnungsprogramms achtbar aus der Affäre gezogen. Und eben dieses Auftaktprogramm ist es, was die Verantwortlichen des Frauen-Bundesligisten trotz aufkommender Unruhe in den sozialen Medien oder bei einigen Anhängern, nicht in Panik verfallen lässt. Außer der Heimpartie gegen Aufsteiger Carl Zeiss Jena (0:0) spielte der SC Sand in den ersten fünf Ligaspielen gegen die ersten vier der Tabelle.

Drei Punkte erhofft

Also gegen Mannschaften, gegen die bisher die meisten der Ligakonkurrenten verloren haben oder dies im weiteren Verlauf der Saison vermutlich noch tun werden. Denn Bayern München, der VfL Wolfsburg, Eintracht Frankfurt und Bayer 04 Leverkusen spielen derzeit in einer ,,eigenen" Liga. Dazu gesellen sich noch die TSG Hoffenheim und Turbine Potsdam - der Rest der Liga wird den Abstieg unter sich ausmachen.
Klar, der SC Sand könnte aktuell bei drei Punkten stehen, hatte man sich doch aus der Heimpartie gegen Aufsteiger Jena insgeheim mehr als einen Zähler erhofft. Dem Spielverlauf nach war dieser Punkt jedoch eher ein Gewinn, hatten es die Sanderinnen doch vor allem Torhüterin Jasmin Pal zu verdanken, die die Nullnummer, die den SC Sand von den Abstiegsrängen hievte, rettete.

Sonntag kommt Potsdam

Auch nach der kommenden Begegnung zu Hause gegen Turbine Potsdam (Sonntag, 13 Uhr) kann es gut sein, dass der SC Sand weiter mit lediglich einem Zähler dasteht, zählen die Brandenburgerinnen doch zu den Top-Teams der Liga. Danach geht es nach Bremen und nach Essen und im weiteren Verlauf der Vorrunde auch nach Köln. Bis zu diesen Auswärtsspielen, die erst nach einer weiteren Länderspiel- und Pokalpause (im Achtelfinale geht es für den SC Sand am 30./31. Oktober ebenfalls nach Bremen) stattfinden werden, sollte die Offensivabteilung der Hanauerländerinnen auf Touren kommen, denn gegen Gegner auf Augenhöhe muss gepunktet werden.


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