Bundesliga 
SC Freiburg macht zu viele Fehler - 2:4 gegen Leverkusen
Leverkusens Doppeltorschütze Lucas Alario (2.v.r.) jubelt nach seinem Tor zum 1:2 mit Julian Baumgartlinger (4.v.r). Freiburgs Jonathan Schmid (l.), Baptiste Santamaria und Lucas Höler (r.) stehen enttäuscht daneben. Bildquelle Pipeline / dpa

Das Ambiente im leeren Freiburger Schwarzwald-Stadion war passend zum Novemberanfang und zum Todestag des ehemaligen SC-Präsidenten Achim Stocker, der sich am Sonntag zum elften Mal jährte. Bei Dauerregen sorgte Lucas Höler im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen allerdings schon kurz nach dem Anpfiff für einen Stimmungsaufheller, der letztlich jedoch zu den wenigen Lichtblicken beim 2:4 (1:2) gehörte. Nach einem schönen Pass von Lukas Kübler überwand Höler (3.) Torwart Lukas Hradecky - und bejubelte sein erstes Saisontor.

Nachdem SC-Trainer Christian Streich personelle Veränderungen nach dem 1:1 bei Union Berlin angekündigt hatte, gab es doch nur einen Wechsel: Rechtsverteidiger Kübler ersetzte Stürmer Nils Petersen, das System blieb aber beim 4-4-2, denn Jonathan Schmid durfte auf der rechten Seite in die von ihm ohnehin bevorzugte offensive Position vorrücken, Roland Sallai spielte im Zentrum für Petersen. Diese Veränderung und das frühe Tor zeigten Wirkung. Die Freiburger hatten zwar wie erwartet weniger Ballbesitz, dafür waren sie in den Zweikämpfen präsenter und ballsicherer als zuletzt.

Abseitstor von Schmid
Dazu beigetragen hatte auch ein Tor von Jonathan Schmid (7.), das zwar wegen einer Abseitsstellung von Flankengeber Höler nicht galt, aber das Selbstvertrauen förderte es trotzdem. Und nach einem Foul von Sven Bender an Höler, für das er nach Videobeweis nur eine Gelbe statt einer zunächst gezückten Roten Karte sah, setzte Vincenzo Grifo (25.) den Freistoß von der Strafraumkante nur knapp neben den Pfosten. Außerdem scheiterte Grifo (33.) noch mit einem Kopfball an Hradecky und verfehlte mit einem flachen Weitschuss (47.) das Tor nur knapp.

Höflers ,,schlechte Phase"
Zwischendurch hatte der Sport-Club Leverkusen aber selbst ins Spiel zurückgeholt. Nach einem missglückten Rückpass von Nicolas Höfler reagierte Lucas Alario (29.) schnell und traf zum Ausgleich, der zu diesem Zeitpunkt eher schmeichelhaft war. Ein weiterer schlechter Pass von Höfler leitete kurz vor der Pause den zweiten Treffer für Bayer ein. Wieder war Alario (42.) erfolgreich. Und auch am dritten Bayer-Tor durch Nadiem Amiri (64.) hatte Höfler mit einem schwachen Zuspiel seinen Anteil. Der Mittelfeldspieler habe offensichtlich eine ,,schlechte Phase", sagte Streich, und will ihm nun ,,Hilfe geben".

Petersen verkürzt auf 2:3
Der für Kübler eingewechselte Petersen sorgte in der 72. Minute zwar kurz für Hoffnung bei den Freiburgern, als er nach einer Hereingabe von Grifo zum 2:3 traf, bei dem Lars Bender den Ball nur noch ins eigene Tor lenken, aber nicht mehr abwehren konnte. Doch nach einer Ecke stellte der ebenfalls eingewechselte Jonathan Tah (77.) mit einem Kopfballaufsetzer den vorherigen Abstand wieder her. 

Nächstes Spiel in Leipzig
,,Es war ein gnadenloses Ergebnis nach der ersten Halbzeit, das wir zum Teil selbst verschuldet haben", ärgerte sich Streich über die 2:4-Niederlage. In der Tabelle hat sich für beide Teams nichts verändert: Leverkusen bleibt Vierter und Freiburg auf Platz 13. ,,Wir müssen uns darauf einrichten, dass es ein harter Kampf wird in diesem Jahr", sagte der SC-Coach schon mit Blick auf das nächste Spiel in Leipzig.


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