Bundesliga 
SC Freiburg an der Kreuzung
Janik Haberer: Zukunft ungewiss Bildquelle dpa

Das Freiburger Schwarzwald-Stadion könnte am Wochenende eines der wenigen in der Bundesliga sein, in dem auch außerhalb des Spielfeldes Stimmung herrscht. 3800 Zuschauer dürfen nach derzeitigem Stand dabei sein, wenn der SC Freiburg den SV Werder Bremen am Samstag (15.30 Uhr) empfängt - vorausgesetzt die Corona-Neuinfektionszahlen steigen in Freiburg und dem Landkreis nicht bis dahin noch stark an. 

Nach dem 0:4 in Dortmund und dem 0:3 im nicht-öffentlichen Testspiel gegen den VfB Stuttgart in der Länderspielpause könnten die Freiburger die Unterstützung ihrer Fans gut gebrauchen.
Die beiden Niederlagen hätten ,,die Stimmung getrübt", gab Trainer Christian Streich zu, ,,es hat uns aber auch geholfen, Dinge realistisch zu betrachten". Das Spiel gegen die mit einer Niederlage und zwei Siegen gestarteten Bremer sei für beide richtungsweisend. ,,Wenn die bei uns gewinnen, sind sie ganz oben, das wäre für sie herausragend", so der SC-Coach, ,,wenn wir gewinnen, sind wir vor ihnen und hätten einen richtig guten Start." Streich würde gerne ans letzte Heimspiel gegen Wolfsburg anknüpfen. Auch wenn die Partie remis endete, war er mit der Leistung sehr zufrieden: ,,Das muss der Maßstab sein".

Nachdem er sein Team in den ersten drei Saisonspielen mit drei unterschiedlichen Spielsystemen aufs Feld geschickt hat, wollte Streich nicht verraten, zu welchem er für das Spiel gegen Werder tendiert. Es soll ohnehin flexibel gehandhabt werden, um auch im Spiel noch umstellen zu können. ,,Wir haben aber versucht, es nicht zu kompliziert zu machen, sie sollen sich nicht verkopfen", erklärte der SC-Trainer. Auch wenn in seinem Kopf ein Großteil der Start­elf steht, gibt es noch ein paar offene Fragen, die auch mit den Nationalspielern zusammenhängen, die auf Länderspielreisen waren.
Amir Abrashi ist nach seinen Einsätzen für Albanien in Risikogebieten noch gar nicht wieder zurück, und wird absprachegemäß gegen Bremen nicht dabei sein. Vincenzo Grifo ist erst am Donnerstag wieder nach Freiburg gekommen, obwohl er nur einen Kurzeinsatz im Testspiel der Italiener gegen Moldau hatte und danach in den Nations-League-Spielen auf der Tribüne saß. ,,Das ist schade, auch für ihn, weil er nicht da war, um zu trainieren", sagte Streich. Bessere Chancen auf einen Platz in der Startelf dürfte Roland Sallai haben, der nach dem gewonnenen EM-Qualifikationsspiel mit Ungarn in Bulgarien direkt zurückreiste und auf die Nations-League-Spiele in Risikogebieten verzichtete. Die U 21-Nationalspieler Yannik Keitel (DFB) und Ermedin Demirovic (Bosnien), die gegeneinander spielten, könnten gegen Bremen ebenfalls dabei sein.

Haberer schwerer verletzt
Vor dem Spiel hat der Sport-Club auch eine Personalie aufgeklärt, über die es seit Monaten Rätselraten gab. Der wechselwillige Janik Haberer war schwerer verletzt, als es bekanntgegeben wurde, und er wird auch noch mal operiert. Mit einer externen Reha nach einer Sprunggelenksverletzung wurde seine Abwesenheit bislang begründet. Der 26-Jährige hatte sich am Ende der letzten Saison aber einen Wadenbeinbruch und einen Syndesmoseanriss zugezogen. ,,Auf Wunsch des Spielers wurde das nicht kommuniziert", erklärte SC-Pressesprecher Sascha Glunk. Außerdem müsse Haberer nun noch eine eingesetzte Platte entfernt werden. ,,Danach werden wir eine gemeinsame Lösung finden", sagte Glunk. Das könne frühestens in drei oder vier Wochen der Fall sein, glaubt Streich. ,,Wenn er fit und gesund ist, ist er Teil der Mannschaft", fügte er hinzu, bleibt beim Thema Haberer aber kurz angebunden. Ob der Mittelfeldspieler, für den mit Baptiste Santamaria und Guus Til bereits potenzielle Nachfolger verpflichtet wurden, demnächst wirklich nach Freiburg zurückkehrt, darf bezweifelt werden.


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