Bundesliga 
0:3 in Leipzig: SC Freiburg hadert mit dem Schiri
Leipzigs Angelino (l.) zirkelt den Ball zum 3:0 über die Freiburger Mauer. Bildquelle dpa

Kreativität und Effektivität nach ruhenden Bällen war in der vergangenen Saison eine der großen Stärken des SC Freiburg, durch die sich am Samstag jedoch Gegner RB Leipzig ausgezeichnet hat. Nach drei Standard-Gegentoren verlor der Sport-Club das Auswärtsspiel in der Fußball-Bundesliga mit 0:3 (0:1), und ärgerte sich am meisten über das 2:0, das Marcel Sabitzer (70.) per Foul­elfmeter erzielte. Der Strafstoß war umstritten und fiel in einer Phase, in der die Freiburger mutiger wurden und besser ins Spiel gefunden hatten.

Verursacht hat den Elfmeter Nicolas Höfler, der allerdings nicht erneut zum Sündenbock für die Niederlage wurde. Er hatte am Strafraumrand Christopher Nkunku nur leicht berührt, für Christian Günter lag Schiedsrichter Felix Zwayer deshalb mit seiner Entscheidung falsch. Und als dem SC-Kapitän nach dem Spiel die entsprechenden Bilder bei Sky gezeigt wurden, bezeichnete er sie sogar als ,,Witz - das pfeift er im Mittelfeld nicht, das pfeift er vor dem Sechzehner nicht und auch nicht beim Gegner im Sechzehner". Das Spiel war dadurch zugunsten der Leipziger vorentschieden. ,,Wir waren super drin in der zweiten Hälfte, haben auf den Ausgleich gedrängt, der in der Phase nicht unverdient gewesen wäre", sagte Günter. Der Elfmeter sei ein ,,extremer Nackenschlag" gewesen, und zwei Tore gegen den Champions-League-Teilnehmer kaum aufzuholen.

Höler im Abseits
In der ersten Halbzeit hatten sich die Freiburger zunächst sehr schwer getan gegen das hohe Tempo der Leipziger, auch in deren Ballstafetten. Trainer Christian Streich hatte sich für eine Dreier- beziehungsweise Fünferkette in der Defensive entschieden und zwei Neue in die Startelf beordert, neben Verteidiger Manuel Gulde auch Mittelfeldspieler Lino Tempelmann. Der sollte als Zehner die beiden Spitzen Lucas Höler und Roland Sallai mit Bällen in die Tiefe bedienen, was in der ersten Hälfte aber nur einmal gelang, allerdings hatte Höler (13.) im Abseits gestanden, bevor er am langen Pfosten vorbeischoss. 

Torwart Müller machtlos
Der Sport-Club verteidigte kompakt und ließ nur wenige Chancen zu, die beide Male Torwart Florian Müller entschärfte, gleich zu Beginn gegen Nkunku (2.) und später gegen einen Schuss von Emil Forsberg (17.), den er mit den Fingerspitzen an den Pfosten lenkte. Machtlos war der Keeper beim Führungstor von Ibrahima Konaté (26.) nach einem Freistoß und einer Kopfballverlängerung des unbedrängten Nordi Mukiele. Gleiches galt beim Strafstoß von Sabitzer und beim dritten Treffer der Leipziger, einem direkt verwandelten Freistoß von Angelino (89.) aus rund 25 Metern über die Mauer hinweg in die rechte obere Ecke.

Mainz nächster Gegner
,,20 bis 25 Minuten war es schwierig, 40 Minuten waren wir fast auf Augenhöhe und haben ordentlich Fußball gespielt", sagte Streich. Sein Team lief in der zweiten Hälfte früher an, sodass RB Schwierigkeiten hatte, das Spiel von hinten aufzubauen. Ein zu zaghafter Kopfball von Lukas Kübler (59.) war allerdings die einzige nennenswerte Freiburger Chance, die in der besten Phase heraussprang. Nach dem 2:0 hätte Höfler (74.) mit einem Kopfball zumindest den Anschluss herstellen können, aber Torwart Peter Gulacsi parierte stark. 
Wir müssen uns sortieren und schauen, dass wir den Kopf oben behalten und im Heimspiel gegen Mainz besser auftreten und versuchen, den Bock wieder umzustoßen", sagte Streich nach dem sechsten sieglosen Spiel in Folge. Daran können die Freiburger nun in der Länderspielpause arbeiten, erst in zwei Wochen kommt der Tabellenletzte Mainz ins Schwarzwald-Stadion.

 


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