Oberliga Baden-Württemberg 
Sinan Gülsoy trifft aus 50 Metern zum Sieg des SV Linx
Sinan Gülsoys Tor aus 50 Metern lässt den SV Linx in Freiberg jubeln. Bildquelle Ulrich Marx

Mit einem glücklichen 2:1-Auswärtssieg beim SGV Freiberg beendete der SV Linx das Fußballjahr 2019. Der SVL überholte die Schwaben damit in der Tabelle und überwintert mit 23 Punkten auf Platz 13 der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg. 

Der SGV Freiberg setzte den SV Linx auf dem engen Kunstrasenplatz sofort unter Druck. Bereits in der 3. Minute gingen die Gastgeber durch ein Eigentor in Führung. Eine von Gästekeeper Norman Riedinger abgewehrte flache Hereingabe prallte ans Bein von SVL-Innenverteidiger Timo Schwenk und kullerte von dort zum 1:0 über die Linie.
Die Rheinauer hatten defensiv zunächst große Abstimmungsprobleme. ,,Wir sind mit dem letzten Aufgebot angereist, hatten drei Spieler unserer Kreisligamannschaft dabei", erklärte Trainer Thomas Leberer. Freiberg verpasste es aber, daraus mehr Kapital zu schlagen.  

Rubio-Ausgleich aus dem Nichts
Nach 20 Minuten hatte sich der SVL gefunden. Geschickt verdichteten die Gäste das Mittelfeld, blieben nach vorne aber weitgehend harmlos. Dennoch fiel in der 27. Minute quasi aus dem Nichts der Ausgleich. Von rechts segelte eine Flanke in den Freiberger Strafraum. Ein SGV-Abwehrspieler sprang dem zwölf Meter vor dem Tor zum Kopfball hochgestiegenen Marc Rubio übermotiviert ins Kreuz, Schiedsrichter Luigi Satriano zeigte zum Ärger der Freiberger auf den Punkt. Der Gefoulte vollstreckte selbst und Freibergs Trainer Milorad Pilipovic war sauer: ,,Der Elfer war diskussionswürdig."

Geschenk von Freibergs Keeper
Es kam noch dicker für die Gastgeber. SVG-Keeper Alexander Michalik machte den Linxern ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk. Zehn Meter seitlich von seinem Gehäuse stehend schlug er den Ball nach vorne. Allerdings genau ins Zentrum. Dort stand Sinan Gülsoy (37.). Der Mittelfeld-Abräumer des SVL fackelte nicht lange, zielte aus 50 Metern auf das leere Tor. Michaliks Rettungsversuch kam zu spät, Linx führte zur Halbzeit mit 2:1.
In der zweiten Hälfte verstärkte Freiberg mit Ex-Profi Hakan Kutlu für Denis Latifovic und Simon Klostermann für Niklas Pollex die Offensive. Das brachte viele Chancen, aber keine Tore. Die größte vergab Klostermann, der aus drei Metern freistehend übers leere Tor zielte (50.).

Glücklicher Sieg
Auch Kutlu selbst nach einem Solo (71.) und der aus fünf Metern am glänzend reagierenden Riedinger scheiternde Ali Ferati (85.) ließen Hochkaräter liegen. Während Freiberg selbst aus kürzester Distanz vergab, hätten die aufopferungsvoll kämpfenden Linxer fast ein weiteres Tor von der Mittellinie erzielt. Adrian Vollmers Bogenlampe über den zu weit vor dem Tor stehenden Michalik verfehlte den Kasten nur knapp (90.), es blieb beim 1:2.
SV-Trainer Thomas Leberer machte keinen Hehl daraus, dass der Sieg mehr als glücklich war. ,,Deswegen habe ich aber kein schlechtes Gewissen. Wenn man so viele klare Chancen nicht reinmacht, gewinnt man eben nicht. Meine Mannschaft hat sich den Sieg mit großem Einsatz verdient." 

SGV Freiberg - SV Linx 1:2 (1:2)
Freiberg:
Michalik - Keklik, Latifovic (46. Klostermann), Lushtaku, Marotta, Kröner, Tasdelen (71. Barini), Müller, Stüber, Pollex (46. Kutlu), Ferati (87. Kaiser).
Linx: Riedinger - Feist, Gülsoy, Recht (79. Henkel), Rubio, Vollmer, Madihi (87. Schlieter), Schmider (90. Merkel), Joseph, Raabe (66. Venturini), Schwenk.
Schiedsrichter: Luigi Satriano (Zell i. W.) - Zuschauer: 273.
Tore: 1:0 Schwenk (3./Eigentor), 1:1 Rubio (27./Foulelfmeter), 1:2 Gülsoy (37.).


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