Kreisliga B Staffel III 
FV Bottenau schwor Mitglieder auf Kooperation ein
Reinhard Walter (Repräsentation), Willi Huber (Finanzen) und Florian Huber (Sport) bilden mit Sebastian Schubert (Verwaltung, nicht auf dem Bild) den Vorstand des FV Bottenau. Stephan Thurner und Norbert Börsig (vorne von links) verabschiedeten sich aus d Bildquelle Peter Meier

Zu einer außergewöhnlichen Versammlung kamen die Mitglieder des FV Bottenau zusammen: Das lag nicht nur am Schauort, sondern auch an der bevorstehenden Spielgemeinschaft mit dem SV Nußbach.

 Coronabedingt fand die Mitgliederversammlung ds FV Bottenau im Freien unter der Überdachung des Sportheims statt. Es war gleichzeitig die erste Versammlung, nachdem sich der Vorstand Mitte Mai für eine Kooperation bei den Herrenmannschaften mit dem benachbarten SV Nußbach entschieden hatte. 

Auch ohne Heimspiele über Wasser gehalten

Diese Spielgemeinschaft wird ab der neuen Saison mit drei Mannschaften den Spielbetrieb aufnehmen, betonte Reinhard Walter als Vorstand Repräsentation. Willi Huber legte den Kassenbericht vor. Trotz größerer Investitionen wie dem Bau der Überdachung und der Flutlichtanlage habe sich der Verein einigermaßen über Wasser halten können, betonte er. Dabei fand coronabedingt ab März kein Heimspiel und damit auch keine Bewirtung im Sportheim mehr statt. Es stehen allerdings auch noch Zuschüsse des Badischen Sportbundes aus. Ziel müsse es sein, die Kooperation als Chance zu nutzen und mit vermehrtem Einsatz trotz weniger Heimspielen und mehr Aufwand die notwendigen Einnahmen zu erzielen. Stefan Winkler hatte gemeinsam mit Barbara Hurst die Kasse geprüft und bestätigte eine vorbildliche Arbeit des Kassiers.

Jugendleiter legte sein Amt nieder

 In seinem Bericht als Jugendleiter verwies Norbert Börsig auf die erfolgreiche Arbeit der Jugendteams und die gute Zusammenarbeit mit den Vereinen, mit denen seit Jahren Spielgemeinschaften gebildet werden. Er werde nicht mehr kandidieren und werde so zum Generationswechsel im Vorstand beitragen, schloss er und dankte den Trainern und Betreuern sowie den Eltern. 

Bei Saisonabbruch auf Platz 13

Spielausschussvorsitzender Florian Huber ging auf die Seniorenmannteams ein. Nach dem Abbruch der Runde belegten die erste und die zweite Mannschaft den 13. Tabellenplatz. Wichtiger als die Rückschau sei der Blick in die Zukunft, und da war es mit viel Arbeit verbunden, die Weichen für die Kooperation zu stellen. Jetzt liege der vorläufige Spielplan für die neue Runde vor, auf beiden Sportplätzen in Nußbach und Bottenau finden Heimspiele statt. Er appellierte an alle Aktiven, das für die Zukunft sehr wichtige Projekt zu unterstützen, zusammenzuhalten und in den Teams ,,Vollgas" zu geben. 

Ortsvorsteher lobt die Spielgemeinschaft

Ein Kompliment für die geschaffene Anlage sprach dem Verein Ortsvorsteher Konrad Allgeier aus. Dabei hätten sich die Mitglieder engagiert, der FVB unterhalte und saniere das Sportheim und in Zusammenarbeit mit dem Bauhof auch das Sportgelände. Es sei eine wegweisende Entscheidung, jetzt auch bei den Herrenmannschaften mit Nußbach zu kooperieren. Allgeier war aber sicher, dass diese Zusammenarbeit gut funktionieren werde. 

Zwei neue Vorstandsmitglieder

Bei den Neuwahlen wurden die Vorstandsmitglieder Reinhard Walter (Repräsentation) und Willi Huber (Finanzen) für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt, neuer Vorstand Sport wurde der bisherige Spielausschussvorsitzende Florian Huber; er folgt auf Stefan Winkler. Für Stepan Thurner übernahm Sebastian Schubert den Bereich Verwaltung. Gewählt wurde auch ein gutes Dutzend weiterer Mitarbeiter in den Teams, so auch Andreas Bleifuß als neuer Jugendwart. 

Mitglieder diskutierten über die Spielgemeinschaft

Bei der Diskussion stand die Kooperation mit dem SV Nußbach im Vordergrund. Einig war man sich, dass diese Entscheidung einmal kommen musste und im Prinzip der richtige Weg sei, da beide Vereine zunehmend Probleme hatten, noch mit zwei Mannschaften am Spielbetrieb teilzunehmen. Noch bei einer Spielerversammlung Anfang März sei von einer Planung in diese Richtung aber nicht die Rede gewesen. 

Damals gab es auch noch keine konkreten Gespräche, lediglich erste Kontakte, antwortete Reinhard Walter auf die Kritik eines Mitglieds. Dann kam die Corona-Pandemie, selbst kleinere Besprechungen oder gar Versammlungen waren nicht mehr möglich, viel musste telefonisch oder per WhatsApp abgesprochen werden. Gleichzeitig stieg der Druck, da beispielsweise Mannschaftsmeldungen erforderlich waren. ,,Der Kern unseres Vorstandsteams war ständig im engen Kontakt", betonte Willi Huber, unter diesen Umständen habe man mit der Kooperation die bestmöglichste Lösung gefunden. ,,Diese Entscheidung war zukunftsfähig", fasste Ortsvorsteher Allgeier zusammen.


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