Bundesliga 
SC Freiburg verliert Spektakel in Gladbach
SC-Trainer Christian Streich. Bildquelle dpa-pipeline

In einem torreichen und unterhaltsamen Spiel hat der SC Freiburg bei Tabellenführer Borussia Mönchengladbach mit 2:4 verloren. Jonathan Schmid konnte die frühe Gladbacher Führung schnell ausgleichen, ein Anschlusstreffer von Lucas Höler sorgte in der zweiten Hälfte nur kurz für Hoffnung.

Das schönste Geschenk zu seinem 20. Geburtstag hätte sich Nico Schlotterbeck am Sonntag sehr früh selbst machen können. In der 1. Minute nahm der Freiburger Verteidiger den Ball nach einem abgewehrten Freistoß mit links aus der Luft und zwang Torwart Yann Sommer zur ersten Parade. Es war der Auftakt einer spektakulären Startphase ins Spitzenspiel der Bundesliga, in dem es nach nur sechs Minuten 1:1 stand.

Frühe Tore
Borussia-Stürmer Marcus Thuram (3.) war zur Stelle, als SC-Torwart Mark Flekken einen Kopfball von Ramy Bensebaini nicht festhalten konnte. ,,Der Ball sprang anders auf als ich ihn eingeschätzt habe, und auf diesem Niveau wird das bestraft", sagte der SC-Torwart. Auf der Gegenseite hatte Gladbachs Keeper keine Chance bei dem Freistoß, den Jonathan Schmid (6.) aus zentraler Position kurz vor der Strafraumgrenze über die Mauer in die linke obere Ecke zirkelte.

Wie in der Vorwoche in Leverkusen ließen die Freiburger danach Großchancen des Gegners zu und hatten Glück, dass ein Treffer von Breel Embolo (20.) wegen Abseits nicht anerkannt wurde, und Thuram (25.) nur den Pfosten traf. In beiden Szenen sah Manuel Gulde nicht gut aus. Der Verteidiger war neben Schlotterbeck der zweite Wechsel in der Anfangsformation, hatte bei seinem Saisondebüt jedoch große Probleme und fand erst in der zweiten Hälfte etwas besser ins Spiel. Allerdings lag Freiburg da schon 1:3 zurück, denn die Borussia war kurz nach der Pause deutlich effektiver als davor. Patrick Herrmann lief allein aufs Tor zu und legte quer zu Embolo (46.) - das 2:1. Kurz danach setzte Embolo einen von Dominique Heintz an ihm verursachten Elfmeter an den Pfosten, aber er legte dann vor für Herrmanns Tor zum 3:1 (51.).

Höler trifft
SC-Trainer Christian Streich wechselte Roland Sallai für Schlotterbeck ein, was auch eine Umstellung von der Dreier- zur Viererkette bedeutete, und der ungarische Nationalspieler holte gleich einen Freistoß an Strafraumkante heraus, der zum Anschlusstreffer führte. Christian Günters Flanke köpfte Lucas Höler (58.) zum 2:3 ein. Die Freiburger blieben auch danach besonders bei Standards gefährlich. Nach einem flachen Freistoß rettete Bensebaini auf der Linie vor Höler und Petersen (62.) und nach einer Ecke von Schmid köpfte Robin Koch (67.) über die Latte. Der SC ließ jedoch auch weitere Großchancen der Gladbacher zu. Gegen Thuram (70.) konnte Flekken gerade noch klären, nach einem Ballverlust von Koch war er gegen Embolo (71.) jedoch machtlos.

Trotz des 2:4 gab sich der Sport-Club nicht auf, kam aber nicht mehr gefährlich vors Tor und konnte am Ende froh sein, nicht noch höher verloren zu haben. Flekken parierte in der Nachspielzeit zweimal gegen den eingewechselten Jonas Hofmann (90.+3/90.+5).


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