Bundesliga 
SC Freiburg: Tore wären gut
SC-Trainer Christian Streich. Bildquelle Michael Heuberger

Die Derbys zwischen dem SC Freiburg und der TSG Hoffenheim waren oft torreiche Partien. Deshalb kommt das nächste Heimspiel gegen die Nordbadener am Samstag (15.30 Uhr) dem zuletzt zweimal torlosen Sport-Club gerade recht. Vincenzo Grifo dürfte erstmals gegen seinen Ex-Klub spielen.

Zweimal musste Vincenzo Grifo im vergangenen Jahr zuschauen, als die Freiburger gegen Hoffenheim spielten. Der 26-Jährige wurde von seinem Ex-Klub sowohl bei seiner Leih-Rückkehr in der letzten Rückrunde als auch bei seinem endgültigen Wechsel nach Saisonbeginn im Sommer nur unter der Bedingung abgegeben, dass er im direkten Duell nicht aufläuft. Im Rückspiel dürfte er nun spielen, es ist aber noch nicht sicher, ob ihn Trainer Christian Streich aufstellt. Nachdem Grifo am vergangenen Sonntag wegen einer Erkältung fehlte, ist er seit dieser Woche wieder im Training. Die Frage bleibt, wie belastbar er schon ist. ,,Wenn er anfängt, sollte er nicht in der Halbzeit raus müssen", erklärte Streich.

Kein Risiko mit Grifo
Denn genau das war ihm in Köln mit Janik Haberer passiert, der ebenfalls vor dem Spiel krank war, und nach der ersten Hälfte ,,keine Luft mehr gekriegt hat", wie der SC-Coach erklärte, ,,da habe ich einen Fehler gemacht". Haberer hat in dieser Woche nur dosiert trainiert, und Streich wird sich bei ihm genau wie bei Grifo überlegen, welches Risiko er eingeht. Denn klar ist für ihn auch, dass die Mannschaft deutlich mehr einbringen muss als bei den beiden jüngsten Niederlagen, bei denen die Freiburger auch kein Tor erzielten. ,,Mit der Leistung der letzten zwei Spiele werden wir gegen Hoffenheim verlieren", warnte Streich, ,,wir müssen ein anderes Gesicht zeigen, dafür sind wir selbst verantwortlich." 

Ob das auch mit Wechseln in der Startelf verbunden ist, wollte er nicht beantworten. ,,Wichtig ist, dass wir anders auftreten, das kann ich personell nicht festmachen", so der SC-Trainer, ,,aber wir denken über jede Personalie nach und übers System, alles wird überprüft." Möglicherweise kehren die Freiburger vom 3-4-3 zum 4-4-2 zurück, auf das sie schon im Verlauf der letzten Spiele als Reaktion auf die Rückstände umgestellt hatten. Das System immer mal wieder zu wechseln, wie es auch Hoffenheim schon mehrfach in dieser Saison getan hat, ist laut Streich ,,heutzutage fast üblich, sonst wirst du zu ausrechenbar, das haben wir am eigenen Leib erlebt".

Streich lobt Hoffenheim
TSG-Trainer Alfred Schreuder setzte zuletzt häufig auf ein 4-3-3 und wechselte sein Personal zwischen dem Ligasieg gegen Leverkusen (2:1) und der Pokalniederlage bei den Bayern (3:4) kräftig durch. ,,So hältst du die Motivation im Kader hoch", erklärte Streich, der mit erneuten Veränderungen bei der TSG rechnet. ,,Sie haben viele gute fußballerische Lösungen und können sich aus engen Situationen gut lösen", lobte der SC-Coach, ,,aber wir haben auch Qualität." Das zeigte der SC unter anderem im Hinspiel, das er 3:0 gewann.
Statistisch gesehen stehen die Chancen gut, dass die SC-Fans am Samstag mal wieder ein Tor bejubeln können, denn in den vergangenen 13 Begegnungen der beiden Teams haben die Freiburger immer mindestens ein Tor erzielt. Streich hofft nun, dass die Zuschauer am Samstag ,,merken, es ist viel Energie da, damit auch auf den Tribünen Emotionalität und Feuer da ist". Nach den beiden Niederlagen gegen Abstiegskandidaten habe sein Team aber nicht die breiteste Brust, weshalb er auch um ,,Rücksichtnahme und Geduld" warb.


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