Bundesliga 
SC Freiburg ringt Dortmund ein 2:2 ab
Freiburger Freude Bildquelle dpa

Der SC Freiburg hat auch den ersten Härtest der Saison bestanden und hat sich mit dem 2:2 gegen Dortmund oben in der Tabelle festgesetzt - weiterhin eine ,,Momentaufnahme", wie alle Freiburger betonen.

Mit Tränen in den Augen stand der ehemalige SC-Präsident Fritz Keller eine Viertelstunde vor dem Anpfiff auf dem Rasen, hängte sich anlässlich seiner Verabschiedung zum DFB bei den Vorständen Jochen Saier und Oliver Leki ein, ließ sich von den Fans mit Sprechchören feiern und betonte, dass sein ,,Herz immer hier bleiben wird". Auch nach den folgenden 90 Minuten gegen Dortmund ging es im Schwarzwald-Stadion sehr emotional zu. Trainer Christian Streich sprang jubelnd und die Fäuste ballend über den Rasen und herzte seine Spieler. Es war ein Unentschieden, das sich für seine Mannschaft wie ein Sieg anfühlte.

Streich voll des Lobes
,,Die Leistung in der zweiten Halbzeit war herausragend", lobte Streich sein Team, ,,die Zuschauer waren begeistert, ich war es auch." Dass der SC-Coach einen Superlativ nach dem anderen bemüht, kommt selten vor. Nach dem 2:2 gegen den BVB hingegen war er ,,sehr, sehr, glücklich" und freute sich ,,saumäßig", weil das Remis verdient war. ,,Die Energie, die Power, die Dynamik, der Glauben und das Nichtaufhören war in jedem einzelnen Spieler zu spüren", sagte Streich, der seinen Spielern erst mal zwei Tage frei gab.

Die Dortmunder hatten zwar mehr Ballbesitz, kamen jedoch nur selten gefährlich vors Tor. Die besseren Chancen besaßen die Freiburger durch Luca Waldschmidt (17./40.), der diesmal für Nils Petersen von Beginn an spielte, und Christian Günter (25.), die jeweils knapp verfehlten. Eine von vielen Dortmunder Ecken brachte die BVB-Führung durch Axel Witsel (20.), der mit einem sensationellen Volleyschuss traf.

Wieder Waldschmidt
In der zweiten Hälfte wurde der SC mutiger und Waldschmidt vergab zunächst eine weitere Chance, ehe er in der 55. Minute den Ausgleich erzielte. Das Tor war fast eine Kopie seines Siegtreffers in Düsseldorf, wieder zog er von rechts Richtung Strafraum und vollendete mit seinem starken linken Fuß. ,,Es war wichtig, das ich dran Der 23-Jährige wollte auch zeigen, warum ihn Joachim Löw erneut in die Nationalmannschaft berufen hat. ,,Das ist nicht selbstverständlich, weil ich in drei von vier Spielen auf der Bank war", sagte Waldschmidt.

Die Rolle als Ersatzspieler mussten diesmal andere akzeptieren, unter anderem Vincenzo Grifo und Roland Sallai, die wie Petersen eingewechselt wurden, und nach dem erneuten Führungstor des BVB durch Achraf Hakimi (67.) in der letzten Minute noch für den Punktgewinn sorgten. Nach einer Flanke von Sallai zog Grifo Richtung Tor und seinen Schuss lenkten sich Manuel Akanji und Torwart Roman Bürki selbst ins Netz. Als ,,ausgleichende Gerechtigkeit" bezeichnete das Lukas Kübler, denn bei Hakimis Tor hatte er den Ball ans Knie bekommen und so für Schwolow unhaltbar abgefälscht.


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