Bundesliga 
SC Freiburg mit Verletzungssorgen nach Bremen
Für Lucas Höler r.) ist das Gastspiel beim SV Werder Bremen ein ganz besonderes Spiel, da er früher das Werder-Trikot als Fan im Weserstadion getragen hat. Bildquelle Ulrich Marx

Nachdem das Verletzungspech zu Beginn der Saison einen Bogen um Freiburg gemacht hat, gibt es beim Sport-Club vor dem Auswärtsspiel beim SV Werder Bremen (Samstag, 15.30 Uhr) ein paar Personalsorgen. Die Stammspieler Luca Waldschmidt und Nicolas Höfler werden wahrscheinlich ausfallen, und auch Torwart Alexander Schwolow dürfte noch nicht wieder dabei sein.

Am wenigsten Sorgen macht sich Trainer Christian Streich um die Frage, wer zwischen den Pfosten stehen wird, ob Mark Flekken nach den Spielen gegen Leipzig in der Liga und gegen Union im Pokal einen weiteren Einsatz erhält oder Alexander Schwolow nach seinem Muskelfaserriss schon in Bremen wieder zurückkehrt. ,,Wir haben zwei sehr gute Torhüter und dazu das Talent Niclas Thiede, aber das hat bei uns schon eine gewisse Tradition, weil wir eine außergewöhnliche Person haben, die mit ihnen arbeitet", lobte Streich vor allem Torwarttrainer Andreas Kronenberg.
Kniffliger wird die Besetzung des Mittelfelds, in dem Spielgestalter Nicolas Höfler (Gehirnerschütterung) wahrscheinlich fehlen wird, auch wenn der SC-Coach ,,nicht ganz ausschließen" wollte, dass er aufläuft. Mit Mike Frantz, Amir Abrashi und dem Ex-Bremer Jerome Gondorf gibt es zwar genügend Alternativen für die Sechserposition, aber sie haben andere Qualitäten als Höfler und waren teilweise verletzt oder angeschlagen. 

Bei Bremen ein bisschen Gas rausnehmen
Wahrscheinlicher ist deshalb, dass Robin Koch aus der Dreierkette vorrückt, so wie nach Höflers Auswechslung gegen Leipzig. Allerdings hat Koch gegen RB und Union gespielt und zum Abschluss der englischen Woche geht es laut Streich auch darum, ,,wer die Frische hat, damit wir kräftemäßig und tempomäßig mithalten können in Bremen".
In der Liga hat Werder zwar seit fünf Spielen nicht mehr gewonnen, aber viermal unentschieden gespielt, unter anderem gegen Dortmund und Leverkusen. Und Trainer Florian Kohfeldt musste schon auf viele verletzte Stammspieler verzichten. ,,Ich finde, sie kompensieren das super", sagte Streich, ,,sie hatten schwierige Spiele und haben sich reingearbeitet." Im Pokalspiel am Mittwoch gegen Heidenheim haben sie dann in der ersten Halbzeit ein Offensivfeuerwerk abgebrannt und 4:1 gewonnen. ,,Mir wäre es lieber gewesen, wir hätten im Pokal gewonnen und Bremen nicht ganz so gut gespielt", sagte Streich, der damit rechnet, dass Kohfeldt von seiner Mannschaft erneut ,,Vollgas-Fußball" fordert. ,,Wir werden versuchen, Bremen ein bisschen Gas rauszunehmen, und wenn wir den Ball haben den Gashebel reinzulegen."

Schon bei der Pokal-Niederlage gegen Union hätte er gerne Luca Waldschmidt zumindest als Option auf der Bank gehabt, weil er ,,die Spielidee hat und die individuelle Fähigkeit, in den Zwischenräumen zu schwimmen und dann mal abzuschließen". Der Neu-Nationalspieler wird aber wahrscheinlich auch in Bremen fehlen. Deswegen dürften die Chancen für zwei ehemalige Bremer gut stehen, dass sie bei ihrer Rückkehr ins Weserstadion zur Startelf gehören. Während Nils Petersen zweieinhalb Jahre für Werder gespielt hat, hat Lucas Höler das grüne Trikot nur als Fan getragen, als er mit seinen Freunden in der Ostkurve stand.

Hölers emotionale Rückkehr
Vergangene Saison war Höler erstmals als Spieler im Weserstadion und wurde bei der 1:2-Niederlage in der Schlussphase eingewechselt. ,,Schon bei der Busfahrt zum Stadion kamen Emotionen hoch, weil ich ja früher als Fan an der Weser entlang zum Stadion gegangen bin, das ist etwas sehr Besonderes", sagte der Stürmer, der zusammen mit Waldschmidt die Scorerliste beim SC anführt und ihn in Bremen gerne übertrumpfen würde. Bei einem Tor gäbe es für ihn auch ,,keinen Grund, nicht zu jubeln, ich habe ja nie für Werder gespielt". Im Probetraining war er dort zwar als Jugendlicher, wurde aber nicht für gut genug befunden.


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