Bundesliga 
SC Freiburg hat das Glück des Tüchtigen
SC-Trainer Christian Streich. Bildquelle Ulrich Marx

Obwohl Bayer Leverkusen das Spiel dominierte und eine Vielzahl guter Chancen hatte, entführte der SC Freiburg beim 1:1 einen Punkt aus der BayArena und setzt sich in der Spitzengruppe der Bundesliga fest.

Eine sinnbildliche Szene des Spiels ereignete sich gleich zu Beginn, als SC-Keeper Mark Flekken beim Abstoß ausrutschte und im Fallen den Ball noch schnell wegspitzelte, damit Karim Bellarabi nicht dran kommt. Weil er den Ball zweimal berührt hatte, gab es in der 3. Minute einen indirekten Freistoß, den Nicolas Höfler an die Latte ablenkte. ,,Das war auch sehr kurios für mich, die Regel hat sich geändert", sagte Flekken, ,,zum Glück ging der nicht rein." Es blieb nicht der einzige Ausrutscher auf der ,,Eisbahn", wie SC-Trainer Christian Streich den seifigen Rasen in der Bay­Arena nannte.

Rutschiger Rasen
Seine Mannschaft habe eigentlich von hinten heraus aufbauen wollen, erklärte Streich, ,,aber die Innenverteidiger haben sich nicht mehr getraut". Bei Leverkusen verhinderte der rutschige Boden unter anderem den sicher geglaubten Treffer von Moussa Diaby (68.), der Flekken bereits ausgespielt hatte, beim Abschluss aber genauso ausrutschte wie der SC-Keeper zu Beginn. Es war eine von gut einem Dutzend Torchancen der Leverkusener, die sie vergaben oder bei denen sie am erneut starken Flekken oder den engagiert verteidigenden Freiburgern scheiterten.

,,Dass Freiburg einen Punkt mitnehmen darf, bei aller Liebe, das ist Wahnsinn, wir haben den Gegner in Grund und Boden gespielt", ärgerte sich Demirbay. In der Schlussphase warfen sich Höfler und Dominique Heintz auf die Linie und retteten für ihren geschlagenen Torwart (87.).

Frühe Führung
,,Normalerweise verlierst du so ein Spiel, aber wir haben nicht verloren und einen Punkt in Leverkusen geholt, das ist schön", sagte Streich. Obwohl die Freiburger durch einen Kopfballtreffer von Lucas Höler (5.) früh in Führung gingen, war der SC-Coach mit der zweiten Halbzeit deutlich zufriedener als mit der ersten, weil ,,wir mutiger raus sind, alles probiert haben und auch mit dem Ball besser waren". Leverkusen hatte noch in der ersten Hälfte durch Diaby (36.) ausgeglichen und war auch danach überlegen, durch einen Konter hatte aber auch der SC eine Großchance. Höler (67.) lief allein auf Torwart Lukas Hradecky zu, der den Ball mit dem Fuß abwehrte, Jonathan Schmids Nachschuss rollte knapp am Pfosten vorbei. ,,Ich war sehr überrascht, dass ich auf einmal so frei war", erklärte Höler, ,,aber den muss ich als Stürmer machen." 

Das wäre aber vielleicht auch ein bisschen zu viel des Guten gewesen, angesichts von mehr als 70 Prozent Ballbesitz und 27 Torschüssen des Gegners. Der Sport-Club hatte ,,am Ende einfach auch das nötige Glück, das man bei einer Spitzenmannschaft braucht", fand der Torschütze. Tabellarisch gehört aber auch der SC Freiburg weiter zu den Topteams der Liga und bleibt durch das Remis vor Leverkusen. ,,Wir freuen uns alle, dass wir da oben stehen und reißen uns deswegen jede Woche den Arsch auf, dass wir da oben bleiben", sagte Höler.


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