Bundesliga 
SC Freiburg: Gut, nur zu wenig Tore
SC-Trainer Christian Streich. Bildquelle Michael Heuberger

Der SC Freiburg hat beim Doppeltest zur Saisoneröffnung gegen den italienischen Erstligisten Cagliari Calcio das erste Spiel 0:1 verloren und das zweite 4:1 gewonnen. Zuvor wurde bekannt, dass sich Marco Terrazzino verletzt hat und Ausfall Nummer sechs in der Vorbereitung ist.

180 Minuten Fußball waren für einige der 13 400 Zuschauer im Schwarzwald-Stadion dann doch ein bisschen zu viel. Vor und während des zweiten Tests gegen Cagliari, das für die beiden Partien von Sardinien angereist war, lichteten sich die Reihen auf den Tribünen. Trainer Christian Streich hingegen fand es »super, dass sehr viele 90 Minuten spielen und sich zeigen konnten«. Sportlich aufschlussreicher war aber auch für ihn das erste Spiel gegen die Italiener, weil seine Start­elf der für den Pflichtspielstart kommende Woche im Pokal in Magdeburg wohl schon sehr nahe kam, und weil Calgiari im zweiten Spiel ein deutlich schwächeres Team auf den Platz schickte.

Jeong angeschlagen
Auch wenn es im ersten Spiel keine SC-Tore zu bejubeln gab, überzeugten die Freiburger ihre Fans und den Trainer in der ersten Halbzeit. Der Spielfreude und den schönen Kombinationen stand jedoch eine mangelhafte Chancenverwertung entgegen. Luca Waldschmidt (8. Minute), Christian Günter (16.) und Wooyeong Jeong (30.) hatten die besten Möglichkeiten, die Führung zu erzielen, die dann etwas überraschend den Gästen gelang. Nach der Pause zeigten sie sich verbessert und nutzten eine zu große Lücke im Defensivverbund der Freiburger für den Siegtreffer von Joao Pedro (57.). Danach konzentrierte sich Calgiari vor allem aufs Verteidigen und ließ außer einem Freistoß von Waldschmidt (71.), den Torwart Cragnio gerade noch parieren konnte, wenig zu.

»Die erste Halbzeit war gut, auch von der Raumaufteilung, in der zweiten Halbzeit war die Torgefahr nicht mehr ausreichend«, erklärte Streich. Neuzugang Jeong musste nach einem Foul mit Beschwerden am Sprunggelenk ausgewechselt werden, doch der SC-Coach gab später vorsichtig Entwarnung: »Es sieht so aus, als ob alles stabil ist.« Vor dem Spiel gab der Sport-Club bekannt, dass sich Marco Terrazzino unter der Woche einen Innenbandriss im Knie zugezogen hat und wochenlang ausfallen wird. Er ist bereits der sechste Freiburger, der sich seit dem Trainingsstart verletzt hat - nach Mark Flekken, Changhoon Kwon, Janik Haberer, Manuel Gulde und Luca Itter.

Kader verkleinern
Trotz der Ausfälle soll der Kader noch verkleinert werden, da Spieler wie Yoric Ravet, Patrick Kammerbauer, Fabian Rüdlin und Florian Kath kaum Chancen auf Bundesligaeinsätze haben. Das war auch im zweiten Test gegen Cagliari zu sehen, in dem andere glänzten, die berechtigte Ansprüche auf die Startelf haben. Nach einem Fehler von Nachwuchs-Torwart Niclas Thiede und einem Tor von Alberto Cerri (5.) geriet der SC zwar in Rückstand, Lucas Höler drehte das Spiel aber in den darauffolgenden 20 Minuten, als er in der 15. Minute nach einer Vorlage von Ravet aus kurzer Distanz verwandelte und zehn Minuten später allein aufs Tor zulief und sicher abschloss. Die weiteren Tore erzielten zwei Verteidiger: Nach einer Ecke von Gondorf traf Robin Koch (27.) per Kopf, und Linksverteidiger Nico Schlotterbeck (58.) musste den Ball nur noch ins leere Tor schieben.


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