Bundesliga 
Luca Waldschmidt rettet den SC Freiburg
Luca Waldschmidt Bildquelle dpa

Erneut hatte der SC Freiburg Mühe, in die zweite Runde des DFB-Pokals einzuziehen. Beim Drittligisten Magdeburg war Luca Waldschmidt nach 90 torlosen Minuten der Matchwinner beim 1:0 nach Verlängerung.

In der Choreografie vor dem Spiel erinnerten die Magdeburger Fans an frühere glorreiche Zeiten, als der Verein 1974 Europapokalsieger wurde. Während des 120-minütigen Pokalfights feuerten die Fans ihr Team dann so lautstark an, dass sich SC-Trainer Christian Streich Ohrstöpsel gewünscht hätte.
Obwohl ins Stadion wegen Umbauarbeiten nur 16 000 Zuschauer passen und es mit 14 093 nicht mal ausverkauft war, schafften es die Magdeburger, ihre Mannschaft pausenlos zu unterstützen. Bei den Freiburgern war dagegen zu sehen, dass sie im Gegensatz zum bereits in die Saison gestarteten Drittligisten noch nicht im Rhythmus sind. Das galt offensichtlich auch für Schiedsrichter Harm Osmers, der zwei Elfmeter - an Nicolas Höfler und in der Verlängerung am eingewechselten Lucas Höler - nicht gab, und ein Foul an Brandon Borrello an der Strafraumgrenze übersah.

"Ein hartes Brett"
Auf die ausgebliebenen Pfiffe wollte es bei den Freiburgern aber niemand schieben, dass sie sich so schwer taten. »Es war ein hartes Brett«, fand Nils Petersen, der vier Minuten vor Ende der regulären Spielzeit ausgewechselt wurde und den Siegtreffer von Luca Waldschmidt (93. Minute) auf der Bank bejubelte. »Dafür haben wir Luca auf dem Platz, dass er mal mit einem Schuss das Spiel entscheiden kann«, sagte Petersen. Für den vom DFB als »Man of the Match« ausgezeichneten Waldschmidt war es erst der zweite Abschluss im Spiel nach einem Schuss ans Außennetz (57.), weil »Magdeburg die Mitte sehr gut dicht bekam und alles mit einer brutalen Intensität zugelaufen hat«, wie der 23-Jährige erklärte.

 
Die Freiburger konnten mit ihrem Ballbesitz nicht viel anfangen und gerieten bei Ballverlusten über die linke Seite teilweise in gefährliche Konter. Nach der ersten guten Kombination über Waldschmidt und Petersen setzte Roland Sallai (26.) den Ball knapp über die Latte. Das hätte die Führung sein können, die FCM-Kapitän Christian Beck (37.) allerdings auch hätte erzielen können, wenn sein Kopfball nicht an den Pfosten gegangen wäre. Auch in der zweiten Hälfte vergaben beide Teams weitere Chancen. »Es war ein vollständig ausgeglichenes Spiel«, sagte Streich, »wir haben das Tor gemacht und waren die glücklichere Mannschaft.«


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