Bezirksliga Herren 
Bezirksliga: Harmersbachtal ist im Derbyfieber
Timo Schwend (links) hat mit den Sportfreunden Ichenheim im Kellerduell gegen den SV Oberharmersbach ein Sechs-Punkte-Spiel vor der Brust. Bildquelle Ulrich Marx

Der FV Unterharmersbach empfängt den Zeller FV am Sonntag zum Nachbarschaftsduell. Außerdem verspricht das Kellerduell zwischen Ichenheim und Oberharmersbach Spannung. Spitzenreiter Niederschopfheim ist bereits am Samstag gegen Elgersweier gefordert.

Den 19. Spieltag der Fußball-Bezirksliga eröffnen am Samstag Ligaprimus SV Niederschopfheim und der Tabellenzwölfte VfR Elgersweier. Zum brisanten Kellerduell kommt es hingegen am Sonntag (15 Uhr) zwischen den punktgleichen SF Ichenheim und dem SV Oberharmersbach. Vor einer schweren Aufgabe steht der FV Sulz im Heimspiel gegen den Tabellendritten SV Oberschopfheim, während der Zeller FV nach dem jüngsten Erfolg im Derby beim FV Unterharmersbach gefordert ist.

 

N’schopfheim - Elgersw. (Samstag, 16.30 Uhr)

Hoch zufrieden war Niederschopfheims Trainer Dominic Künstle mit der Leistung seiner Mannschaft beim 5:1-Erfolg in Haslach. „Über die gesamte Spielzeit haben wir die Partie kontrolliert.“ Im Derby gegen Elgersweier möchte der Tabellenführer die Siegesserie fortsetzen. „Die Gäste reisen mit einer jungen und talentierten Truppe an. Ein besonderes Augenmerk müssen wir auf ihren schnellen Stürmer Lars
Bischler legen“, so Künstle, der von seinem Team volle Konzentration über 90 Minuten fordert. Dabei muss er bis zum Ende der Saison auf Lionel Labad (Weltreise) verzichten. Während Alen Muhamedagic, Oissim Nabti (beide verletzt) und Kai Ehrhardt (Nasen-OP) ausfallen, kehren mit Michael Moser, Lucas Zind und Julian Willmann drei Spieler zurück.

Von einem leistungsgerechten Remis sprach VfR-Trainer Mario Roth nach dem 1:1 zum Auftakt gegen den FV Unterharmersbach: „Insgesamt können wir mit dem Punktgewinn gut leben.“ Nun muss sich der Tabellenzwölfte beim Spitzenreiter beweisen, dem man gerne ein Bein stellen würde. „Natürlich hat der Gegner einen super Lauf und ist seit Wochen ungeschlagen. Daher können wir ohne Druck in die Partie gehen“, so Roth, der seiner technisch guten Mannschaft auf dem Kunstrasen einiges zutraut: „Wir wollen dort jede Chance nutzen, um dem Favoriten mindestens einen Punkt abzuknöpfen.“

 

Ichenheim - O’harmersb.

Für die Sportfreunde Ichenheim wird die Situation im Kampf um den Klassenerhalt immer prekärer. Im Kellerduell beim SV Rust unterlag die Truppe von Trainer Christian Thau dem Tabellenvorletzten mit 1:3. „Wir sind an der Chancenverwertung gescheitert. Der Gegner hat mit einfachsten Mitteln gewonnen“, bedauerte Co-Trainer Benjamin Haag die Niederlage. Im Heimspiel gegen den nur einen Rang besseren und punktgleichen SV Oberharmersbach muss das Kellerkind gewinnen, um am direkten Konkurrenten vorbeizuziehen. „Allen muss bewusst sein, dass wir uns steigern müssen. Zu Hause gibt es daher nur ein Ziel: drei Punkte“, gibt Haag die Marschrichtung vor.

Obwohl der SV Oberharmersbach jüngst keine schlechte Leistung gegen den starken Aufsteiger SV Renchen zeigte, stand die Armbruster-Truppe beim 1:2 am Ende ohne Punkte da. In Ichenheim steht der SVO nun vor einem Sechs-Punkte-Spiel und ist quasi zum Siegen verdammt. „Wir dürfen dort auf keinen Fall verlieren, sondern müssen über die gesamte Spielzeit fokussiert sein und kämpfen“, fordert Trainer Normen Armbruster, der dem Gegner das eigene Spiel aufzwingen möchte. Personell kann Oberharmersbach aus dem Vollen schöpfen. „Wir haben alle Mann an Bord und hoffen im Kampf um den Klassenerhalt auf den Befreiungsschlag“, so Armbruster.

 

Lahr II - Haslach

Nicht den optimalen Start erwischte die Verbandsliga-Reserve des SC Lahr vergangene Woche beim Tabellenzweiten FSV Seelbach. 1:3 unterlag die junge Mannschaft von Trainer Andrej Zerr dem favorisierten Gegner. Tabellarisch rutschte das Perspektivteam auf Rang neun ab. Im Heimspiel gegen Schlusslicht SV Haslach, das jüngst eine herbe 1:5-Klatsche gegen Ligaprimus SV Niederschopfheim einstecken musste, soll deshalb der erste Pflichtspiel-Sieg im neuen Jahr her. Mit der vollen Punkteausbeute könnte die Zerr-Elf wieder bis auf Rang sechs springen.

 

U’harmersbach - Zell a. H.

Von einer insgesamt gerechten Punkteteilung sprach Manuel Jilg, Co-Trainer des FV Unterharmersbach, nach dem 1:1 beim VfR Elgersweier. „Im ersten Durchgang war der Gegner besser, nach der Pause hatten wir die Oberhand.“ Im Lokalderby gegen den Tabellensiebten Zeller FV möchte die Mannschaft von Chefcoach Markus Eichhorn nun einen Sieg einfahren. „Die Gäste haben in den vergangenen Spielen gute Ergebnisse erzielt, da sind wir gewarnt. Das wird eine harte Nuss“, so Jilg. Personell stehen alle Mann zur Verfügung.

Zwar konnte sich der Zeller FV mit einem knappen 4:3-Sieg gegen den FV Sulz durchsetzen und in der Tabelle auf Platz sieben nach vorne springen, die Punkte waren mit der Knieverletzung von Torwart Alex Buchmiller aber teuer erkauft. „Wir freuen uns, dass wir momentan 25 Punkte auf dem Konto haben. Trotzdem wird uns Alex in den nächsten Wochen fehlen“, so Co-Trainer Jochen Armbruster. Denn ohnehin hat die Elf von Trainer Patrick Hummel mit 48 Gegentreffern die schwächste Defensive der Liga. Den herben Verlust möchten die Zeller im Kollektiv auffangen und mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung beim Lokalrivalen punkten. „Wir warten immer noch auf unseren ersten Punktgewinn im Derby. Wir kennen den Gegner und wissen, dass dieser vor allem über Standards gefährlich ist“, will Armbruster den aktuellen Tabellenplatz verteidigen.

 

Sulz - Oberschopfheim

Obwohl der FV Sulz beim Zeller FV gut ins Spiel kam, stand die Elf von Trainer Jan Herdrich nach dem 3:4 ohne Punkte da: „Wir konnten uns nach dem frühen Treffer nicht mehr steigern und nach der Pause ging auf dem schwer bespielbaren Platz fast nichts mehr.“ Im Heimspiel gegen den SV Oberschopfheim möchte der Tabellenelfte endlich wieder punkten. „Da haben wir einen harten Brocken vor uns. Trotzdem wollen wir ein anderes Gesicht zeigen und ein gutes Spiel absolvieren“, so Herdrich. Während Tim Lauber nach seinem USA-Aufenthalt wieder eine Alternative darstellt, fehlen die Langzeitverletzten Christian Reinholz und David Schönle weiterhin.

Von einer unnötigen 1:2-Niederlage im Heimspiel gegen den VfR Willstätt sprach SVO-Trainer Alexander Zehnle. „Insgesamt haben wir zu wenig investiert“, gestand der Coach. Nun gilt es den Kopf schnell wieder frei zu bekommen, um mit neuem Fokus das Auswärtsspiel in Sulz bestreiten zu können. Obwohl der Gastgeber acht Punkte hinter dem Tabellendritten rangiert, rechnet Zehnle mit einer ganz schweren Aufgabe. „Für mich gehört der Gegner nach wie vor zu den spielstärksten Mannschaften der Liga. Wenn Sulz sein Potenzial abruft, werden wir es verdammt schwer haben“, hofft Zehnle trotzdem auf etwas Zählbares in der Fremde.


Werde Teil der Fußball-Community in der Ortenau und repräsentiere Deinen Verein.
Am Ende der Saison verlosen wir
attraktive Prämien!