2. Bundesliga 
Torlos-KSC verliert beim HSV
KSC-Trainer Christian Eichner Bildquelle dpa

Immer noch sieg- und torlos im Jahr 2020: Trotzdem schöpfte der abstiegsbedrohte Fußball-Zweitligist Karlsruher SC aus der 0:2-Niederlage am Samstag beim Hamburger SV auch Hoffnung.

Christian Eichner war bei seinem Punktspiel-Debüt als KSC-Trainer trotz des 0:2 beim HSV ,,in der Summe sehr zufrieden" mit seiner Mannschaft. Denn die steuerte mehr als eine Stunde lang zumindest auf einen Teilerfolg an der Elbe zu. Klar, der HSV war in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft und hätte zur Pause schon als Sieger feststehen können. Louis Schaub traf nur die Latte (10.), Adrian Fein schlenzte rechts oben vorbei (26.), Louis Jordan Beyer köpfte drüber (29.) und Sonny Kittel scheiterte allein vor KSC-Keeper Benjamin Uphoff (41.). 

Halbes Eigentor
Aber Karlsruhe hatte vor der Pause auch eine sehr gute (21.) und eine gute (37.) Tormöglichkeit. HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes hielt aber zweimal gegen Marc Lorenz.
Nach dem torlos erfolgten Seitenwechsel hatte der KSC seine beste Phase vor fast 50 000 Zuschauern. ,,Im Volksparkstadion kam schon ein bisschen Unruhe auf", registrierte Eichner, Sehr zum Ärger des KSC-Coaches aber hauten sich seine Schützlinge dann das 0:1 praktisch selbst rein. Nach einer Fehlerkette, an deren Anfang Dirk Carlson sich zu leicht vom Ball trennen ließ, produzierte Marc Lorenz im Fünfmeterraum einen Kerze und Lukas Hinterseer köpfte Hamburg in Führung (67.).

HSV-Trainer Dieter Hecking gab später zu: ,,Wir hatten auch ein bisschen darauf spekuliert, dass dem KSC nach den 120 Pokal-Minuten drei Tage zuvor gegen Saarbrücken der ein oder andere Konzentrationsfehler unterläuft, was mit dem Querschläger dann ja auch aufgegangen ist."

544 Minuten ohne Tor
Auch das 2:0 des HSV ging auf einen Eigenfehler des KSC zurück. Alexander Groiß spielte in der eigenen Hälfte quer vor der Abwehr einen ,,tödlichen" Fehlpass. Bakery Jatta bediente Hinterseer, der sein neuntes Saisontor nur noch einzuschieben brauchte (81.). Weil Louis Schaub in der 72. Minute zum zweiten Mal nur den Karlsruher Querbalken traf, war der KSC mit dem 0:2 noch gut bedient.

,,Bis zum 1:0 war das ein richtig guter Auftritt von uns", fand KSC-Stürmer Philipp Hofmann: ,,Das lässt hoffen." 
Damit seine Mannschaft für die nächsten Aufgaben - am Sonntag zuhause gegen Osnabrück, eine Woche später in Sandhausen und wieder fünf Tage später im Wildpark gegen Nürnberg - ,,physisch und psychisch" fit ist, gab Eichner zweieinhalb Tage frei. Die Wildparkprofis haben einschließlich des Pokalspiels  544 Minuten kein Tor geschossen - über neun Stunden also. Das muss sich dringend ändern.


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