2. Bundesliga 
KSC braucht Cleverness
KSC-Abwehrspieler Daniel Gordon könnte zu seinem ersten Pflichtspiel-Einsatz in dieser Saison kommen. Bildquelle dpa

Mit einem Sieg am Hamburger Millerntor gegen den FC St. Pauli kann sich der Karlsruher SC am Sonntag vorerst aus der Abstiegszone der 2. Fußball-Bundesliga verabschieden.

Magere vier Pünktchen hat der Karlsruher SC nach sechs Spieltagen in der 2. Fußball-Bundesliga auf dem Konto und steht damit auf dem vorletzten Tabellenplatz. Vor dem Gastspiel beim FC St. Pauli am Sonntag (13.30 Uhr) wächst damit der Druck auf die Nordbadener, die jedoch bei einem Sieg mit dem Tabellenelften aus Hamburg gleichziehen könnten.
Schaue man sich die einzelnen Resultate an und die Tabelle, ,,dann ist die zweite Liga doch sehr ausgeglichen", meint Christian Eichner. Auf seine Mannschaft bezogen findet der Karlsruher Cheftrainer allerdings: ,,Das Ergebnis ist zu oft auf die gegnerische Seite ausgeschlagen." Zuletzt am vergangenen Sonntag im Heimspiel gegen Darmstadt 98, in dem die Wildparkprofis in der Nachspielzeit eine 3:4-Niederlage hinnehmen mussten.
,,Unsere Mannschaft hat sich zwar eine gute Basis erarbeitet", so ,,Eiche" weiter, ,,wir haben aber gegen die Lilien gesehen: Man muss bis zum Schlusspfiff gut verteidigen." Auch kleine Situationen seien entscheidend. ,,Wie clever verhalte ich mich? Wie heiß bin ich darauf, das dritte Tor zu machen?"

Großer Schritt möglich

Dann erst kam der KSC-Coach auf das bevorstehende Gastspiel beim FC St. Pauli zu sprechen, denn: ,,Das wird auch am Sonntag wichtig sein", vielleicht wieder spielentscheidend. Also geht es am siebten Spieltag genau da weiter, wo der sechste zu Ende war. Wieder haben die Blau-Weißen ein Spiel vor der Brust, in dem sie mit einem Sieg einen großen Schritt nach vorne machen können - oder sich mit einer Niederlage im Tabellenkeller festfahren. ,,Wir müssen auch am Millerntor sehr viel investieren, sehr viel Bereitschaft zeigen", stellt Eichner klar.
Die Kicker vom Kiez (12:11) haben hinter ihrem Lokalrivalen und Tabellenführer HSV (15:7) und neben Darmstadt die zweitmeisten Tore erzielt und kommen offensiv ,,mit Wucht und Tempo" (Eichner). Für die Wucht steht der über zwei Meter große Däne Simon Makeniok, für das Tempo Daniel-Kofi Kyereh. 
St. Pauli hat aber auch schon elf Gegentreffer kassiert. Um aus den offensichtlichen Abwehrschwächen der Hanseaten eventuell Kapital schlagen zu können, müssen die KSCler erstens ihre Chancen konsequenter verwerten, und zweitens ihre Kontermöglichkeiten besser vortragen. Dass die Hausherren auf die lautstarke Unterstützung ihres Anhangs verzichten müssen, sollte zumindest kein Nachteil für die Karlsruher sein.

Frühe Anreise

Um das Spiel im Millerntor-Stadion gut ausgeruht angehen zu können, nimmt der Karlsruher Mannschaftsbus die knapp 650 Kilometer nach Hamburg schon am Freitag unter die Räder. Trainieren dürfen die Wildparkprofis dank ihrer guten Beziehungen zum HSV am Samstag auf dessen Gelände.
Neben dem langzeitverletzten Janis Hanek mussten die KSC-Spieler Christoph Kobald (Gelb-Rot-gesperrt) und Marco Djuricin (Hüft-Probleme) zu Hause bleiben. Dafür ist U21-Nationalspieler Dominik Kother nach seiner Gelb-Rot-Sperre wieder spielberechtig. 
Wer den österreichischen Innenverteidiger Kobald ersetzen wird, ließ Eichner noch offen. Der letztjährige Kapitän David Pisot käme dafür infrage, Daniel Gordon oder auch der eigentlich im Mittelfeld beheimatete Lukas Fröde. Pisot gehörte aber in den letzten beiden Spielen nicht einmal mehr zum Aufgebot des KSC, und Gordon hat noch weniger Spielpraxis. Sein Vertrag lief am 30. Juni aus und er wurde erst Ende September mit einem Ein-Jahresvertrag ausgestattet.


Werde Teil der Fußball-Community in der Ortenau und repräsentiere Deinen Verein.
Am Ende der Saison verlosen wir
attraktive Prämien!