2. Bundesliga 
Karlsruher SC wirft Hannover raus
KSC-Präsident Ingo Wellenreuther Bildquelle GES

Nach vier Erstrunden-K.o.'s ist der Karlsruher SC endlich wieder in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Der 2:0-Sieg am Montag im Duell Zweitliga-Aufsteiger gegen Bundesliga-Absteiger war eine beeindruckende Revanche für die 0:6-Klatsche vor einem Jahr an gleicher Stelle im gleichen Wettbewerb.

Vor knapp 12 000 Zuschauern im Wildparkstadion trafen Neuzugang Lukas Grozurek (53.) und Marvin Wanitzek, der einen Foulelfmeter verwandelte (61.), für die Karlsruher. »Wir haben eine richtig gute Mannschaft«, kommentierte KSC-Präsident Ingo Wellenreuther das erhoffte und mit 351 000 Euro dotierte Weiterkommen.

Hannover besser besetzt
Abwechslungsreich, intensiv und phasenweise ziemlich bissig, mit einigen Torraumszenen, aber ohne Treffer verliefen die ersten 45 Minuten auf der Baustelle Wildpark. Die Hannoveraner waren auf nahezu jeder Position fußballerisch besser besetzt als die Badener. Daraus ergab sich zunächst aber nur ein leichtes Übergewicht der Niedersachsen. 
Der KSC hielt geschlossen, mit großer Lauf- und Einsatzbereitschaft dagegen und erarbeitete sich vor der Pause die besseren Chancen. Philipp Hofmann traf nur das Außennetz (5.), und 96-Keeper Ron-Robert Zieler fingerte einen überraschend angesetzten 20-Meter-Schuss von Marc Lorenz an den Pfosten (10.). 

Auch bei ihren drei Eckbällen waren die Badener der Führung näher als Hannover. Zweimal kam KSC-Kapitän David Pisot am zweiten Pfosten an den Ball - einmal schoss er direkt auf Zieler (19.), einmal traf er die Kugel nicht richtig (31.). Kurz vor Seitenwechsel hätte aber Hannover noch in Führung gehen können. Nach einem langen Pass auf Linton Maina brachte er den Ball nach innen, wo Pisot gegen Marvin Duksch einen KSC-Rückstand verhinderte (45.+1). 

Richtiger Riecher
Kurz nach Seitenwechsel entwickelte sich aus einem verunglückten Pass von Marc Lorenz das 1:0 für den KSC. Lukas Grozurek, der bis dahin überhaupt nicht in Erscheinung getreten war, hatte den richtigen Riecher, sprintete in den leeren Raum und überwand 96-Keeper Zieler (53.). 

Keine 180 Sekunden später jubelten die KSC-Fans zum zweiten Mal. Doch Schiedsrichter Benjamin Cortus verweigerte dem Treffer von Lukas Fröde - ein Schuss wie ein Strich - die Anerkennung, weil Hofmann im Abseits stand und Zieler die Sicht verdeckt haben soll (56.). Wieder nur kurze Zeit später kochte das Wildparkstadion erneut über. Nach herrlicher Kopfballvorlage von Hofmann und einem Foul von Edgar Prib an Marvin Pourié zeigte der Unparteiische auf den Punkt. Marvin Wanitzek verwandelte seine Strafstoßchance zum 2:0 (61.).

Konterchancen
Hannover 96 bemühte sich anschließend zwar verstärkt um den Anschlusstreffer - aber nicht präzise genug und deshalb erfolglos. Und mit jeder Minute, die von der Uhr lief, machte sich mehr Frustration auf Seiten der 96er breit. Andererseits spielte der KSC die Konterchancen durch Pourié und Hofmann in der 69. Minute sowie Wanitzek in der 80. Minute nicht konsequent aus. Deshalb blieb es beim verdienten 2:0-Erfolg.


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