2. Bundesliga 
Karlsruher SC klar in der Favoritenrolle
Christoph Kobald soll wieder einsatzfähig sein. Bildquelle dpa

Nach einem Blick auf die Tabelle sind die Rollen beim Spiel des Karlsruher SC heute (13 Uhr) bei den Würzburger Kickers klar verteilt: Am Dallenberg hängt die Rote Laterne der 2. Fußball-Bundesliga.

Die Gastgeber haben nach zwölf Spielen erst vier Zähler auf dem Konto. Die Wildparkprofis hingegen rangieren mit einem Spiel mehr und 16 Punkten auf Platz 14 und sind zumindest leicht zu favorisieren. ,,Aber", warnt KSC-Trainer Christian Eichner, ,,in dieser Liga ist an jedem Spieltag alles möglich."

Für beide Mannschaften geht es darum, im ersten Spiel des neuen Jahres den Schalter umzulegen. Der inzwischen (nach Michael Schiele und Marco Antwerpen) vom dritten Übungsleiter, dem ehemaligen KSC-Spieler (2002 - 2004) Bernard Trares (55), trainierte Aufsteiger will nach vier Niederlagen hintereinander unbedingt einen erfolgreichen Neustart hinlegen. Die Franken haben Rechtsverteidiger Rolf Feltscher (30) aus den USA geholt (LA Galaxy) und den 202 Zentimeter großen Mittelstürmer Stefan Maierhofer (38) aus Österreich (FC Admira Wacker). Außerdem ist angeblich der Tscheche Martin Hasek (25) auf dem Sprung an den Dallenberg. Eichner: ,,Die Kickers wollen gut ins neue Jahr starten und den Anschluss nach oben herstellen. Darauf müssen wir vorbereitet sein. Ich habe großen Respekt vor dem Gegner. Aber ich weiß auch, was meine Mannschaft kann."

Selbstvertrauen vorhanden

Das hört sich nicht danach an, als ob die Karlsruher, nachdem sie die letzten drei Spiele vor Weihnachten verloren haben, vielleicht schon mit einem Teilerfolg zufrieden wären. Am nötigen Selbstvertrauen, in Würzburg die volle Punktausbeute einfahren zu können, mangelt es vor allem Dirk Carlson nicht. Der luxemburgische Nationalspieler soll den Gelb-Rot gesperrten Philip Heise ersetzen, musste aber wegen ,,Rücken" am Mittwoch eine Trainingspause einlegen. Am Donnerstag jedoch gab der Linksverteidiger Entwarnung und die Marschroute für sich und seine Mitstreiter vor: ,,Am Samstag bringe ich drei Zähler mit nach Hause." 

Choi wieder fit

Auch Christoph Kobald (Achillessehne) trainierte am Mittwoch vorsichtshalber nicht, soll aber wieder einsatzfähig sein. Dem 20-köpfigen Aufgebot der Wildparkprofis, wahrscheinlich aber nicht der Karlsruher Start­elf, wird Kyoung-Rok Choi nach drei Spielen Verletzungspause (muskuläre Probleme im Oberschenkel) wieder angehören. Welche Rolle Trainer Christian Eichner Dominik Kother anvertraut, auf den er bei der 1:2-Heimniederlage gegen den HSV aus disziplinarischen Gründen kurzfristig verzichtet hatte, bleibt abzuwarten. Dass Malik Batmaz, der gegen die Hanseaten in einer 4-4-2-Grundordnung ein gutes Startelfdebüt hinlegte, erneut zur ersten Elf gehört, ist unwahrscheinlich. Babacar Guèye befindet sich nach einigen Tagen in seiner Heimat Senegal noch in Quarantäne.

Vertrag bisher nicht verlängert

Die von beiden Seiten ins Auge gefasste Verlängerung der Zusammenarbeit mit Oliver Kreuzer, dem Geschäftsführer Sport des KSC, dessen Vertrag am 30. Juni ausläuft, ist im abgelaufenen Jahr derweil nicht mehr zustande gekommen. ,,Still ruht der See. Der Ball liegt beim KSC", hatte Kreuzer zu Beginn der Woche über den Stand der Dinge gesagt. Zeichnet sich da eine Trennung im Sommer ab? 


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