2. Bundesliga 
Karlsruher SC geht in der Nachspielzeit k.o.
Zweiter Sieger genauso wie am Ende seine Mannschaft blieb in dieser Szene der Karlsruher Marvin Wanitzek (blaues Trikot) gegen den Darmstädter Lars Lukas Mai. Bildquelle dpa

Zur Halbzeit hatte Fußball-Zweitligist Karlsruher SC die drei Punkte gegen Darmstadt 98 eigentlich ziemlich sicher. Nach dem Seitenwechsel aber gaben die Schützlinge von Trainer Christian Eichner das Spiel noch aus der Hand. Die Partie ging in der Nachspielzeit durch einen Handelfmeter 3:4 verloren.

,,Ein Spiel so zu verlieren, ist natürlich bitter", klagte Oliver Kreuzer nach dem Abpfiff. ,,Wir sind natürlich maßlos enttäuscht." Allerdings räumte der Sportdirektor auch ein, dass die Gegentore zum 2:2 und 2:3 nach einem Freistoß und einer Ecke ,,überhaupt nicht gut verteidigt waren".  

Etliche Fehlpässe und Fehler

Die Gäste führten schon in der neunten Minute: Die KSC-Abwehr konnte Mathias Honsak nicht stellen, der über links in den Karlsruher Strafraum eindrang und von der Tor­auslinie auf Tobias Kempe zurücklegte. Der traf den Ball zwar nicht richtig, aber keiner der Hausherren konnte verhindern, dass die Kugel ins Tor holperte. Die Badener brachten anschließend kaum etwas zusammen und erlaubten sich etliche Fehlpässe, technische Fehler und Ballverluste. Erst in der 22. Minute fanden die Wildparkprofis zurück ins Spiel. Aus einem Ballgewinn von Kapitän Jerôme Gondorf entstand der 1:1-Ausgleich, den Philipp Hofmann im Nachsetzen herstellte. Knapp eine Viertelstunde später hätte der Torjäger nach einem kapitalen Fehler von Darmstadts Innenverteidiger Nicolai Rapp seine Mannschaft in Führung schießen können, scheiterte aber an Schuhen, der ahnte, dass er getunnelt werden sollte (35.). 

Sicherer Elfmeter

Trotzdem konnten die inzwischen überlegenen Gastgeber mit 2:1 in die Pause gehen:  Nach einer Ecke köpfte Hofmann zwar nur an den Pfosten, wurde dabei aber von Rapp mit dem hohen Fuß im Gesicht getroffen. Den Elfmeter verwandelte Wanitzek sicher (44.). In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit hatte dann Kyoung-Rok Choi noch das 3:1 auf dem Fuß, fand aber auch in Schuhen seinen Meister (45.+1). ,,Das sind die Momente, in denen wir zuschlagen müssen", ärgerte sich Oliver Kreuzer.  

Überlegenheit eingebüßt

Nach dem Seitenwechsel büßte der KSC seine Überlegenheit Stück für Stück ein. Einen Schuss von Marvin Mehlem konnte Gersbeck noch halten (61.). Kurz darauf aber gelang den ,,Lilien" der verdiente Ausgleich. Nach einem Freistoß köpfte Victor Pálsson das 2:2 (65.). Anschließend ging es hin und her. Hofmann köpfte eine Flanke von Marc Lorenz an den Querbalken (72.). Fünf Minuten später verhinderte Gersbeck gegen Tim Skarke das 3:2 für die Hessen, das nach der anschließenden Ecke trotzdem fiel: Durch einen Kopfball von Serdar Dursun gingen die Gäste erneut in Führung (77.). Doch noch einmal hatten die Hausherren eine Antwort: Philipp Hofmann traf zum 3:3 (81.). ,,Und das hätten wir heimschaukeln müssen", bedauerte Kreuzer.

Glück nicht auf der KSC-Seite

Letztendlich jedoch war das Glück nicht auf Seiten der Gastgeber. Denn in der Nachspielzeit wurde der schon verwarnte Christoph Kobald von Erich Berko am Arm getroffen und sah Gelb-Rot. Schlimmere Folgen hatte jedoch der aus dem Handspiel resultierende umstrittene Strafstoß, den Kempe zum 4:3-Sieg der Gäste verwandelte (90.+3). 


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