2. Bundesliga 
Karlsruher SC: Erster Sieg seit 77 Tagen
KSC-Trainer Alois Schwartz. Bildquelle GES

Der  Karlsruher SC kann doch noch gewinnen. Nach acht Spielen und 77 Tagen ohne Sieg verbuchte der Zweitligist am Freitag mit 4:1 gegen Jahn Regensburg endlich mal wieder einen Dreier. 
 

Was sich im Abschlusstraining angedeutet hatte, war in der Karlsruher Startaufstellung zu lesen: Trainer Alois Schwartz reagierte auf die Derby-Niederlage in Stuttgart mit drei Wechseln: Christoph Kobald, Marc Lorenz und Anton Fink liefen anstelle von Lukas Fröde, Kyoung-Rok Choi und Marvin Pourié auf. Taktisch hatte sich Schwartz für ein 4-4-2 entschieden. So spielte der KSC zunächst gut mit.

Fink trifft
Nach etwas mehr als einer Viertelstunde schoss ,,Toni" Fink die Badener mit seinem dritten Saisontor aus kurzer Distanz in Führung (17.). Nur vier Minuten später ließ sich Regensburg durch einen langen Diagonalpass von Marvin Wanitzek überraschen. Marc Lorenz legte für Philipp Hofmann auf, der zum 2:0 traf (21.) - sein achtes Saisontor. 

In der Folge kamen die sehr zweikampfstarken und cleveren Regensburger zu zwei guten Tormöglichkeiten. Der KSC hingegen hatte noch die eine oder andere Kontermöglichkeit. Anton Fink etwa sah den Regensburger Keeper Alexander Meyer zu weit vor seinem Kasten, zielte aber aus fast 40 Metern zu hoch (39.). Philipp Hofmann verstolperte einen im Ansatz vielversprechenden Angriff (43.), und Marvin Wanitzek scheiterte aus ganz spitzem Winkel von links am SSV-Schlussmann (45.).

Klasse Fallrückzieher
Nach dem Seitenwechsel bauten die Regensburger zunächst Druck auf das Karlsruher Tor auf, der jedoch nicht lange anhielt. Denn in der 56. Minute gelang den Wildpark-Profis das 3:0. Anton Fink setzte Marc Lorenz in Szene, und dessen Flanke von links wuchtete Philipp Hofmann mit einem sehenswerten und technisch klasse gemachten Seitfallzieher ins Regensurger Netz.

Jetzt deutete überhaupt nichts mehr darauf hin, dass der SSV Jahn noch einmal zurückkommen könnte. Auch mental machten die Bayern nicht mehr den Eindruck, sich noch einmal aufbäumen zu können. Mit ihrer zweiten Ecke aber verkürzten die auf 1:3 (70.). KSC-Keeper Benjamin Uphoff verschätzte sich brutal und sprang unterm Ball durch - Max Besuschkow köpfte ein. Kurz darauf traf Sean Okoroji nur den Karlsruher Querbalken (74.), und nochmal nur drei Minuten später rettete bei einem Nachschuss von Besu­schkow der Pfosten die Blau-Weißen vor einem weiteren Gegentreffer (77.). Der KSC wackelte gehörig und schien mit den Kräften am Ende zu sein. Die letzten zehn Minuten waren aus Karlsruher Sicht eine Abwehrschlacht.  

Zum Glück für die Badener kam Jahn Regensburg nicht mehr entscheidend durch. Und in der 90. Minute erlöste Marvin Wanitzek seine Mannschaft mit dem 4:1.


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