2. Bundesliga 
Karlsruher SC ergattert nach 0:3 noch einen Punkt
Philipp Hofmann (l.) machte aus einem 0:3 noch ein 3:3 für den KSC. Bildquelle dpa

Mit einer großen Energieleistung machte Fußball-Zweitligist Karlsruher SC im letzten Heimspiel gegen den schon als Meister feststehenden DSC Arminia Bielefeld einen frühen 0:3-Rückstand wett und verteidigte mit dem 3:3 zumindest Relegationsplatz 16. ,,Held des Tages" war Philipp Hofmann, der alle drei Tore für die Gastgeber erzielte.

KSC-Coach Christian Eichner war natürlich ,,wahnsinnig stolz" auf seine Mannschaft, war sich aber auch darüber im Klaren, ,,dass uns der Gegner", indem er zwei Großchancen ausließ, ,,zwischendurch am Leben gelassen hat".

,,Zwischendurch ein bisschen Glück"

Ein ,,großes Kompliment an die Mannschaft" sprach KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer nach dem nicht mehr erwarteten Teilerfolg aus. ,,Wir hatten zwischendurch zwar ein bisschen Glück, nicht noch ein viertes Gegentor zu bekommen. Aber solche Momente muss man überstehen. Der Fußballgott war heute manchmal Karlsruher."

Für Gästetrainer Uwe Neuhaus war das Spiel am Anfang ,,wie gemalt." Dass seine Mannschaft kurz vor und kurz nach der Pause bei zwei großen Chancen ,,den Deckel nicht drauf gemacht hat", war für ihn ausschlaggebend.  

Drei personelle Änderungen

Gegenüber der 1:2-Niederlage vier Tage zuvor in Regensburg nahm KSC-Trainer Christian Eichner drei personelle Änderungen vor: An Stelle von Manuel Stiefler, Kapitän David Pisot - sein Vertreter Daniel Gordon führte die Hausherren aufs Feld - und Dominik Kother liefen Marco Thiede, Christoph Kobald und Marc Lorenz in der Startelf auf. Taktisch ließ der KSC zunächst - wie angekündigt - keine bedingungslose Offensive erkennen. Die Gastgeber blieben bei ihrer zuletzt praktizierten Grundordnung (4-1-4-1).   

0:3 nach 20 Minuten

Schon in der dritten Minute gerieten Eichners Schützlinge in Rückstand. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld konnte Dirk Carlson die Situation nicht entscheidend bereinigen. Bielefeld kam erneut an die Kugel, Cédric Brunner flankte von rechts, und Marcel Hartel war mit einer Direktabnahme zum 0:1 erfolgreich. Nur wenig später zeichnete sich ein Debakel für die Badener ab. Carlson erlaubte sich einen katastrophalen Rück- bzw. Fehlpass zu Torhüter Benjamin Uphoff, der auf solche Fehler lauernde Fabien Klos sprintete dazwischen (10.) - 0:2. Und noch einmal nur zehn Minuten später unterlief Christoph Kobald ein Eigentor zum 3:0 für Bielefeld (20.).

Kurz darauf stellte Philipp Hofmann zwar mit seinem 14. Saisontreffer den 1:3-Anschluss her (25.). Die Arminen hatten aber in der 32. Minute die riesen Chance, den alten Abstand wieder herzustellen. Zum Glück für den KSC entschied sich Jonathan Clauss nach einem Pass von Seufert allein vor Uphoff aber für eine Ablage, statt es selbst zu versuchen, und Marco Thiede konnte die Situation entschärfen.

KSC setzt alles auf eine Karte

Mit einer Chance für Gondorf (64.), wurden bei den Platzherren in der zweiten Hälfte aber noch einmal Kräfte frei. Und nach einem Foul von Anderson Lucoqui an Hofmann machte der Gefoulte selbst aus dem Strafstoß das 2:3 (71.). Jetzt setzte der KSC alles auf eine Karte - und wurde belohnt. Ein erneutes Foul an Hofmann führte zu einem weiteren Elfer, den sich der Karlsruher Goalgetter wieder selbst auf den Punkt legte - und zum 3:3 traf (88.).


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