Verbandsliga Südbaden 
SC Lahr bietet Freiburger FC lange Paroli
Guter Dinge für das neue Jahr: Lahrs Sportvorstand Petro Müller. Bildquelle Verein

Gegen Tabellenführer Freiburger FC setzte es aus Sicht von Fußball-Verbandsligist SC Lahr am Samstag eine späte 1:3 (0:1)-Niederlage. Ein unter dem Strich unglücklicher, aber verschmerzbarer Jahresabschluss aus Sicht der Ortenauer.

Beide Mannschaften setzten von Beginn an auf Tempo. Lahr wollte sich betont nicht verstecken vor dem Favorit aus dem Breisgau. Die Gäste zeigten schon früh ihre individuelle Klasse, SC-Torhüter Jonas Witt war mehrfach auf der Hut vor Marco Senftleber (11., 15.). Auf der anderen Seite zielte Yannic Priéto zu hoch, verfehlte das kurze Eck knapp (14.). Dann die Führung des FFC: Ein zu kurz abgewehrter Eckball lieferte einen zweiten Ball, den Ivan Novakovic in den Strafraum flankte. Fabian Sutter ließ die Kugel über den Kopf ins Lahrer Tor zum 0:1 (16.) gleiten. 

Druckvolle Gäste

Freiburg setzte mit viel Druck nach, Mike Enderles Kopfball touchierte die Latte (24.), er fand danach in Witt seinen Meister, als er freistehend abzog (39.). Angesichts des schweren, nassen Geläufs kam das Freiburger Kurzpass-Spiel kaum zum Tragen, auch defensiv wirkte der Primus durchaus anfällig. Allerdings fehlte es an Geradlinigkeit im Spiel der Gastgeber, sodass weitere klare Torszenen nicht zustande kamen. »Einstellung und Zweikampfverhalten haben gestimmt. Das ist einer der wenigen Vorwürfe an die Mannschaft: Wir müssen genau diese Einstellung im neuen Jahr deutlicher auch gegen vermeintlich leichtere Gegner an den Tag legen«, hielt Lahrs Sportvorstand Petro Müller fest.
Erneut waren es die Gäste, die den ersten Höhepunkt in Abschnitt zwei setzten. Ein Enderle-Freistoß aus rund 20 Metern traf die Querlatte (54.). 

Offene Schlussphase

Mit diesem Kracher entwickelte sich in der letzten halben Stunde ein offenes, offensiv ausgerichtetes Spiel. Der nach rund einer Stunde eingetauschte Fadi Kehloufi brachte Impulse auf Gastgeberseite, führte sich mit einem eben noch so abgeblockten Schussversuch gleich gut ein (69.). Kein Zufall, dass es dieser Spieler war, der in der 79. Minute nach einer Ecke per Kopf zur Stelle war und das 1:1 markierte. Die Freude auf Lahrer Seite währte jedoch nur fünf Minuten. Der eingewechselte Alexander Martinelli hatte zu viel Raum zum Flanken, zentral verwandelte Novakovic volley zum 1:2 (84.). »Da haben wir komplett geschlafen, wobei die Freistoß-Situation zumindest diskutabel war. Ansonsten war zwischen beiden Mannschaften kein großer Unterschied zu sehen«, so Müller.

Das alles entscheidende dritte FFC-Tor war eine logische Konsequenz: Der SC Lahr rückte bei einem Freistoß in der Nachspielzeit komplett auf, den abgewehrten Ball transportierte der eingetauschte Hassan Mourad mit einem Solo über den halben Platz zum 1:3 (90./+3.) ins SC-Tor.
»Wir haben nicht in diesem Spiel die Punkte liegen lassen. Unter dem Strich haben wir sechs Zähler zu wenig, aber wir werden im neuen Jahr, dann auch mit Hilfe der zurückkommenden Spieler, hart daran arbeiten, frühzeitig ins gesicherte Mittelfeld vorzustoßen«, resümierte Lahrs sportlicher Leiter zum Abschluss des Fußballjahrs 2018.

SC Lahr - Freiburger FC 1:3 (0:1)
Lahr:
J. Witt - S. Witt, Obosso, Burgert - Fries (72. Adda), Gürsoy (59. Neu), Gueddin, Neumaier (72. Makaya), Häußermann - Sen (59. Kehloufi), Priéto.
Freiburg: Schindler - Sutter (70. Metzinger), Enderle, Stein, Bernauer (66. Ulubiev), M. Senftleber (59. Martinelli), Novakovic (86. Mourad), Gehring, K. Senftleber, Amrhein, Dreher.
Schiedsrichter: Renner (Meßkirch) - Zuschauer: 220.
Tore: 0:1 Sutter (16.), 1:1 Kehloufi (79.), 1:2 Novakovic (84.), 1:3 Mourad (90./+3.).


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