Verbandsliga Südbaden 
Kehler FV und TuS Oppenau müssen reisen
Der TuS Oppenau will nach dem 1:1 gegen den SC Lahr auch in Endingen punkten. Bildquelle Iris Rothe

Vier Spieltage vor Saisonende in der Fußball-Verbandsliga sollte der Kehler FV (9. Platz/33 Punkte) am Sonntag im Gastspiel beim FC Auggen (6./42) seine Negativserie (ein Zähler aus sieben Spielen) stoppen um drei dann folgende »Zitterspiele« zu vermeiden. Der TuS Oppenau (16./10) ist zwar abgestiegen, aber die Moral der Truppe aus dem Renchtal ist intakt. BeimSV Endingen (11./29) sind die Seger-Schützlinge zwar Außenseiter, aber trotzdem für mindestens einen Zähler gut.

Auggen - Kehler FV
Sonntag, 15 Uhr

Aus sieben Spielen nur ein Zähler, nur noch sechs Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz - der Kehler FV ist in einer ganz schwierigen Phase und muss jetzt unbedingt wieder dreifach punkten, sonst könnte es am Ende noch zu »Zitterpartien« um den Ligaerhalt kommen. »Natürlich wollen wir am Sonntag in Auggen was Zählbares mitnehmen. Unsere Situation ist nicht beruhigend und wir müssen dringend noch Punkte sammeln, das wissen wir. Wenn die Mannschaft es schafft frei aufzuspielen, wie in Freiburg, dann ist auch mindestens ein Punkt zu erzielen«, ist Jürgen Sax zuversichtlich, dass die Mannschaft von Trainer Heinz Braun den Erfolgsweg nicht aus den Augen verloren. Die Gründe für die Negativserie sucht man beim KFV allerdings nach wie vor. »Wenn ich das wüsste, dann wären wir alle einen Schritt weiter und könnten gemeinsam dagegenansteuern. Wenn man sieht wie die Spieler im Training arbeiten, dann ist es unverständlich, dass am Samstag solche Ergebnisse erzielt werden«, so der KFV-Sport-Vorstand. Sicher sei aber, dass die Köpfe bei einigen Spielern nach Gegentoren zu schnell runter gehen. Es erwecke den Anschein, als würden sie sich ihrem Schicksal ergeben. »Da muss der Trainer ansetzen und am Sonntag auf verlässliche Spieler bauen, die das unbedingte Wollen praktizieren«, so die Forderung von Jürgen Sax. Doch die Aufgabe in Auggen wird nicht einfach, das weiß Sax. »Für mich ist der FC Auggen eine robuste Mannschaft mit hoher Qualität im Aufbauspiel. Zuhause spielten wir 2:2 nach 0:2-Rückstand, da hat unsere Mannschaft Moral gezeigt und das will ich am Sonntag wieder sehen. Wenn wir es schaffen stabil im Abwehrverbund zu stehen - und das fängt für mich mit den Stürmern an - werden wir ein Spiel auf Augenhöhe sehen mit einem hoffentlich positiven Ergebnis für uns«. Personell hat Trainer Heinz Braun  die Qual der Wahl.

Endingen - Oppenau
Samstag, 15.30 Uhr

Die Mannschaft des TuS Oppenau ist ein Phänomen - abgeschlagen am Tabellenende, keine Chance auf den Klassenerhalt, dann die 0:9-Klatsche beim Liga-Primus 1. FC Rielasingen-Arlen und trotzdem keine Anzeichen von Resignation. Im Gegenteil: Beim 1:1 im Ortenau-Derby gegen den SC Lahr waren die Schützlinge von Spielertrainer  Christian Seger nicht nur auf Augenhöhe, sie hätten sogar gewinnen können, wie Sport-Vorstand Toni Kimmig rückblickend bestätigt: »Jedenfalls war es überragend gut was wir gespielt haben, wenn man bedenkt, wie wir personell gebeutelt waren.« Die Stimmung beim TuS sei zwar nie schlecht gewesen, erklärte Kimmig, aber das Remis habe allen, Spielern und Umfeld, sehr gut getan. »Man hat gemerkt, alle waren nach dem Spiel zufrieden.« 
Der SV Endingen ist, wie der SC Lahr, keine »Übermannschaft«, auch gegen die Kaiserstühler sollten die Renchtäler auf Augenhöhe sein. »Es ist ein Auswärtsspiel, was die Aufgabe nicht einfacher macht. Der SV Endingen ist Favorit, aber wir haben keinen Druck und versuchen wieder eine perfekte Leistung  abzurufen. Ich hoffe, dass sich die Mannschaft dann wieder für den Aufwand belohnen kann. Vielleicht reicht es wieder zu einem Zähler«, blickt Toni Kimmig dem Duell am Kaiserstuhl entgegen. 
Die Personalsituation könnte sich beim TuS etwas entspannen, denn Marek Huber und Florian Müller kehren zurück in den Kader.


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