Oberliga Baden-Württemberg 
Stuttgarter Kickers erteilen dem SV Linx eine Lehrstunde
Pierre Venturini erzielte für den SV Linx beim 1:6 bei den Stuttgarter Kickers den Ehrentreffer zum 1:5. Bildquelle Ulrich Marx

Das Spiel Vollprofis gegen reine Amateure war eine klare Sache für den Ex-Regionalligisten und selbsternannten Wiederaufsteiger Stuttgarter Kickers. Das Auswärtsspiel zur »Wasenzeit« war für die Fußballer des SV Linx eine Lehrstunde. Mit einer 1:6-Niederlage kam der Oberliga-Aufsteiger aus der Ortenau vor knapp 2500 Zuschauern böse unter die Räder. Wasenstimmung herrschte schon zur Halbzeit, denn da lag Linx bereits hoffnungslos 0:4 zurück. 

SVL-Trainer Sascha Reiß musste am Samstag bei den Stuttgarter Kickers den Ausfall von Stürmer Marc Rubio und Abwehrchef Rico Schmider kompensieren. Linx begann gut, musste aber innerhalb von zwei Minuten zwei Gegentreffer hinnehmen. Zunächst nutzte Ljadije Badiane nach Unordnung im Linxer Fünfmeterraum den Freiraum zum 1:0 (18.). Eine Minuten später sah SVL-Keeper Joshua Huelsmann beim Flachschuss aus 18 Meter von Kickers Stürmer Mijo Tunjic in die linke Torecke gar nicht gut aus.

0:4-Pausenstand
Nach einem Freistoß von Pierre Venturini hatte Sinan Gülsoy den Hauch einer Minichance, mehr ließ der vom Publikum gefeierte Gastgeber nicht zu. Als Ndriquim Halili einen weiteren Linxer Abwehrfehler zum 3:0 (36.) nutzte, konnten einem der direkt vor dem frenetisch jubelnden ­Kickers-Fanblock stehende Linxer Keeper leidtun. »Es war interessant, das mitzuerleben«, meinte Huelsmann nach dem Spiel. Nach schulbuchmäßigem Konter vollstreckte Tunjic schließlich noch zum 4:0-Pausenstand. 

Venturini erzielt 1:5
Es sah nach einer »Packung« für Linx aus, zumal Routinier Amachaibou - nach Foul von Sinan Gülsoy an Mijo Tunjic - per Strafstoß (49.) auf 5:0 erhöhte. 
Das Publikum traute dann aber seinen Augen nicht, als SVL-Spielmacher Pierre Venturini von der Strafraumgrenze aus Kickers-Torhüter Castelluci mit einem »Hosenträgertor« zum 1:5 überraschte. Der Gastgeber schaltete einen Gang zurück, Linx spielte wieder mit, Chancen waren aber keine zu sehen. 

Oberachern Pokalgegner
Sascha Reiß gönnte nun seinen Einwechselspielern die Atmosphäre, im Gazi Stadion gespielt zu haben. Am deutlichen Klassenunterschied änderte sich aber nichts. »Wir können gegen die Kickers nur lernen«, hatte SVL-Präsident Hans Weber bereits im Vorfeld in einem Presseinterview prophezeit. Der Lernprozess war für seine Fußballer aber eine bittere Angelegenheit. »Wir haben nur die ersten zehn Minuten gut mitgespielt. Nach dem Pokalkrimi im Mittwochspiel in Teningen (3:2) konnten wir nicht dagegen halten«, kommentierte Sascha Reiß die deutliche Klatsche. Seine Aufgabe ist es nun, bei seinen Spielern bis Samstag zum Heimspiel gegen den 1. CfR Pforzheim die Köpfe frei zu bekommen. Als nach Spielschluss die Meldung von der Auslosung im Pokal-Viertelfinale - SV Linx gegen den SV Oberachern am 1. November - durchsickerte, war jedem SVL-Spieler klar, die sechste englische Woche ist für Linx ein weiterer Stresstest, zumal die Achertäler nach der 0:1-Punktespielniederlage noch eine Rechnung offen haben. 

SV Stuttgarter Kickers - SV Linx 6:1 (4:0)
Stuttgarter Kickers:
Castellucci - Ludmann, Halili (77. Diakite), Jäger, Amachaibou (58. Miftari), Klauß, Kling (58. Blank), Auracher, Feisthammel, Badiane, Tunjic (71. Stepic).
Linx: Huelsmann - Kopf, Joseph, Gülsoy (77. Raabe), Feist, Merkel, Venturini (71. Henkel), Dussot, Schindler (46. Tine), Recht (65. Schwörer), A. Vollmer.
Schiedsrichter: Leyhr (Reutlingen) - Zuschauer: 2490.
Tore: 1:0 Badiane (18.), 2:0 Tunjic (19.), 3:0 Halili (36.), 4:0 Tunjic (40.), 5:0 Amachaibou (49.), 5:1 Venturini (53.), 6:1 Blank (73.).


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