Landesliga 1 
Landesliga: FV Langenwinkel verpasst Auswärtssieg
Der SV Stadelhofen kassiert hier gegen den SC Durbachtal das 0:1 durch Torjäger Jan Philipowski (17), am Ende gab es für die Rot-Weißen eine unverdiente 2:3-Derbyniederlage. Bildquelle Ulrich Marx

SC Durbachtal erneut auf Rang 2 und SV Stadelhofen wieder in Not

FV Elchesheim - FV Langenwinkel 1:1

Das 1:1 beim FV RW Elchesheim war für den FV Langenwinkel unbefriedigend. »Betrachtet man Chancen und Spielanteile, war das zu wenig. Aber Fußball ist nicht immer gerecht«, konstatierte FVL-Trainer Davor Sikanja. Gerade in der ersten Hälfte dominierten die Gäste, auch wenn die erste Chance nach 30 Sekunden Elchesheim gehörte. Seyithan Olcan musste auf der Linie retten. Danach gelang es den Ortenauern, mit schnellem direktem Spiel Lücken in der Abwehr aufzudecken. Yasin Ilhan (9., 21., 28., 39.) allein hätte für einen beruhigenden Vorsprung sorgen können. Kein Wunder, dass er in der 14. Minute auch richtig stand. Andreas Grasmiks Schuss krachte an den Pfosten, ehe Ilhan den Abpraller zum 0:1 verwertete. Bruder Hakan Ilhan (8.) hatte Pech, als sein Kopfball nur die Latte traf. Von Elchesheim war trotz namhaft besetzter Mannschaft bis auf den ersten Impuls nichts mehr zu sehen. »Der entscheidende Schönheitsfehler war, dass wir nur ein Tor erzielt haben«, bemängelte Sikanja. Die zweite Hälfte begann mit einer kalten Dusche für die bis Gäste: Tom Schneider zirkelte einen Freistoß ins Toreck - »da steht es urplötzlich 1:1, und keiner weiß wieso«, haderte Sikanja. Danach plätscherte die Partie über weite Strecken vor sich hin. Elchesheim gab sich mit dem Erreichten zufrieden, während Langenwinkel zwar bemüht war, aber den Gegentreffer verdauen musste. Im Glück war der Aufsteiger, als Schneider (63.) freistehend verzog. Auf der anderen Seite besaßen Markus Neu (80.) und Manuel Scheibel (85.) klare Chancen zum Siegtreffer. »Die erste Halbzeit war sehr gut, wir nehmen den Punkt jetzt mit und versuchen, zum Saisonende Rang 4 zu erreichen. Das wäre ein sensationelles Ergebnis«, so Sikanja.

 

SV Sinzheim - SC Hofstetten 2:1

Der SC Hofstetten verlor am Samstagabend beim SV Sinzheim unglücklich mit 1:2 und damit seine letzte Chance, was die Vizemeisterschaft betrifft. Ohne den Platzregen mit Beginn in der 15. Minute, der für eine Wasserschlacht sorgte, hätte die Elf von Martin Leukel das Spiel im Fremersbergstadion wohl nicht verloren, hatte sie doch klare Vorteile, gefühlte 70 Prozent Ballbesitz und die besseren Möglichkeiten. Und die Kinzigtäler machten gleich ordentlich Betrieb. Schon in der 9. Minute gelang Sebastian Bauer nach toller Vorarbeit von Hengstler die Führung. Auch die zweite Möglichkeit gehörte dem Tabellenfünften. In der 15. Minute wurde Giulio Tamburello im Rückraum freigespielt, doch Simon Bartmann im Kasten der Gastgeber rettete per Faust. Danach setzte besagter Schlagregen ein. Gut gemeinte Pässe blieben in einer Pfütze liegen, ein Kombinationsspiel war kaum noch möglich. Die Gastgeber kamen mit diesen Verhältnissen besser zurecht. Per Zufall gab es die erste Chance für Sinzheim in der 30. Minute, als Simon Merkel frei zum Schuss kam. Drei Minuten später hieß es 1:1. Der Ball schien in der Abwehr schon geklärt, blieb aber im Wasser liegen. Dimitri Bittner hielt einfach drauf und hatte mit einer Bogenlampe, an der SC-Keeper Daniel Lupfer mit einer Faust noch dran war, Glück. Der Sportclub drängte gleich nach dem Wechsel auf die Führung. So hatte die Elf von Spielertrainer Marcel Stern bange Minuten zu überstehen, denn Hengstler (50.) und Tamburello (53.) scheiterten aussichtsreich. Zwei Minuten später war Sinzheim nach einem abgefälschten Schuss erneut im Glück. Das Tor für Hofstetten lag nun in der Luft, zumal die vielbeinige Abwehr der Gastgeber auch in der Folge viel Mühe hatte. Marco Neumaier (73.) scheiterte mit einem tollen Schuss aus 16 Metern, den Bartmann stark hielt. Als in der 76. Minute Hengstler im Strafraum gelegt wurde, hob der übereifrige Assistent Roeck nicht die Fahne. Im Gegenzug gelang Seifried mit der Pieke und Unterstützung des Pfostens das 2:1. Der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt. Die LeukelElf probierte zwar noch alles, doch die zuvor noch abstiegsbedrohten Sinzheimer brachten den Vorsprung über die Zeit.

 

FSV Altdorf - SV Oberachern II 3:1

Mit einem verdienten 3:1 gegen den SV Oberachern II beendete der FSV Altdorf gestern seine Durststrecke von sieben Spielen ohne Sieg und holte sich wichtige Punkte im Abstiegskampf. »Zum Klassenerhalt brauchen wir aber noch zwei Siege«, so Spielertrainer Christoph Oswald. Im Gegensatz zur Vorwoche in Loffenau waren die Altdorfer bissig in den Zweikämpfen. So konnte die Elf um Kapitän Florian Karl die technische Überlegenheit der Gäste wettmachen. Nach ausgeglichenem Beginn hatte Julian Zeller den ersten Abschluss. Er verfehlte das Tor in der 11. Minute aus spitzem Winkel. Vier Minuten später passte Zellers Abschluss. Sein Schrägschuss musste Karl nur noch über die Torlinie drücken. In der 18. Minute Glück für den FSV, als das Leder nach einer Ecke an den Torpfosten knallte. In der Offensive sorgten Zeller, Dennis Metzger und Karl für Entlastung und Chancen. Metzger scheiterte in der 30. Minute mit einem Freistoß, Marius Haas tauchte alleine vor dem SVOTor auf, traf aber nur das Außennetz. In der 45. Minute das 2:0, als Metzger von der Strafraumgrenze unhaltbar abzog. Was der FSV vermeiden wollte, passierte in der 50. Minute mit dem schnellen 2:1. Der eingewechselte Uwe Grenner knallte das Leder aus spitzem Winkel ins Netz. Der FSV um Abwehrchef Felix Pietrock igelte sich aber nicht ein, sondern kam immer wieder zu eigenen Aktionen, ließ aber drei gute Chancen (Karl, Florian Ziegler und Metzger) liegen. Dies wäre fast bestraft worden. Ein Fehler im Aufbauspiel ging der größten Ausgleichschance in der 64. Minute voraus. Der SVO kombinierte sich durch, Julian Hauer war nach finalem Querpass ein Schritt zu spät. Oswald wechselte sich in der 87. Minute selbst ein und erlöste sein Team nach einem Konter in der Nachspielzeit mit dem 3:1, bedient mit einem Klassezuspiel vom ebenfalls eingewechselten Omar Daffeh.

 

SV Stadelhofen - SC Durbachtal 2:3

220 Zuschauer sahen am Samstag im MührigwaldSportpark bei Dauerregen ein packendes Derby mit einem unglücklichen Verlierer SV Stadelhofen, der auch wegen Teufelskerl Daniel Herr im Tor dem SC Durbachtal mit 2:3 unterlag. Während die Gäste auf Rang 2 zurückkehrten, steht der SVS drei Spieltage vor Schluss wieder in der Abstiegszone.

Der SVS geriet früh in Rückstand. Nach neun Minuten zirkelte SC-Kapitän Timo Petereit einen Freistoß in den Strafraum, die Kopfballabwehr geriet zu kurz und Torjäger Jan Philipowski staubte ab. Der SVS antwortete verstärkt kämpferisch. Und in der 25. Minute spielte Valon Salihu vor der Strafraumgrenze Benjamin Gentner frei, der den Ball aus 18 Metern unter die Latte hämmerte. Doch nur vier Minuten später hieß es 1:2. Nach Ballverlust von Dominic Truisi in der eigenen Hälfte hebelten der SCD mit drei schnellen Pässen die Abwehr aus und Marius Hauser ließ Keeper Jochen Ziegler keine Chance. Die letzten 15 Minuten der ersten Hälfte gehörten dem SVS. Salihu hätte sich nach robustem Körpereinsatz in der 36. Minute fast selbst belohnt, als er frei auf Keeper Daniel Herr zulief, dieser aber per Reflex klärte, im Nachsetzen war Salihu wieder zur Stelle, diesmal konnte ein Spieler auf der Torlinie klären. Drei Minuten später rettete Herr zweimal gegen Daniel Kirn die schmeichelhafte Führung. Gastgeber mit toller Moral Dem 1:3 nach 55 Minuten ging ein folgenschwerer Fehler des SVS voraus. Jochen Ziegler unterlief eine Flanke von Petereit, Niklas Martin war Nutznießer dieser unglücklichen Situation. Doch der SVS stemmte sich mit noch mehr Energie gegen die drohende Niederlage. SVS-Trainer Markus Armbruster stellte auf Dreier-Kette um, Springmann wechselte von der Innenverteidigerposition ins Sturmzentrum - mit Erfolg. Fabian Seeber passte in die Mitte, Springmann stand am Fünfmeterraum völlig frei und wuchtete den Ball per Kopf zum 2:3 unter die Latte. Nur fünf Minuten später wäre Springmann ums Haar der Ausgleich geglückt, doch sein Volleyschuss aus zehn Metern strich knapp über die Latte. Die Renchtäler riskierten noch mehr und hatten weitere gute Chancen. Nach Freistoß von Aaron Zimmerer zeigte Herr nach Salihu-Kopfball (74.) eine weitere Glanzparade, in dem er den Ball noch an die Latte lenken konnte. Auch nach Flanke des eingewechselten Max Wörner und Salihu-Kopfball war Herr zur Stelle. Da der SCD die zunehmend größeren Räume nicht nutzte, blieb das Derby bis zum Abpfiff von Schiedsrichter Pelka aus Emmendingen nach 95 Minuten hochspannend. Selbst Gästecoach Jan Haist sprach von einem etwas glücklichen Sieg seiner Elf.

 

SV Bühlertal - SV Freistett 3:0

Eine personell arg gebeutelte Mannschaft des SV Freistett verkaufte sich beim designierten Landesligameister SV Bühlertal achtbar, verlor jedoch hochverdient mit 0:3. SVF-Coach Christian Faulhaber musste auf so viele Spieler verzichten, dass er selbst in der Innenverteidigung spielte. Entsprechend gestaltete sich der Spielverlauf für Freistetts Not-Elf. Bühlertal verzeichnete sehr viel Ballbesitz, spielte den SVF in der eigenen Hälfte fest und gab Keeper Emanuel Buß immer wieder die Chance sich auszuzeichnen. Bereits in der 12. Minute fiel aber das 1:0 für den Favoriten, als Philip Keller den Ball aus halblinker Position ins lange Ecke zirkelte. Bei Dauerregen stand der SVF nun aber zunächst defensiv besser und ließ bis zur Schlussphase des ersten Durchgangs nur noch wenig zu. Bei Kopfballchancen von Sebastian und Maximilian Keller stand jedoch abermals Buß und die Latte im Weg. Auch nach Wiederanpfiff konnte der SVF zunächst dem Bühlertäler Druck standhalten, wurde in der 64. Minute jedoch durch einen Platzverweis zusätzlich geschwächt. Der kurz zuvor eingewechselte Ante Kunac traf seinen Gegenspieler im Laufduell mit dem Ellenbogen und kassierte Rot. Kurz darauf die Vorentscheidung, als Jonathan Steinmann einen 20-MeterFreistoß ins Tor hämmerte. Den Schlusspunkt setzte Nico Westermann, der eine Flanke zum 3:0 verwertete. Bei drei ausstehenden Partien und neun Punkten Vorsprung ist Bühlertal die Meisterschaft nur noch theoretisch zu nehmen. Auf den SVF warten nun drei Endspiele gegen direkte Abstiegskonkurrenten.

 

VfB Bühl - FV Schutterwald 3:5

Der FV Schutterwald hat im Kampf um Relegationsplatz zwei in der Fußball-Landesliga vorgelegt und das Freitagsspiel beim VfB Bühl mit 5:3 (2:1) gewonnen. Damit setzten die GrünWeißen die Konkurrenzen SC Durbachtal, SV Oberachern II und SC Hofstetten unter Druck, die erst heute bzw. morgen ran müssen. In der ersten Hälfte gab es für die 150 Zuschauer wenig zu bestaunen. Drei Tore fielen trotzdem. Schutterwald ließ sich durch den 0:1-Rückstand nicht schocken und ging nach zwei Standards und Treffern von Leon Kirchner (32.) und Sören Zehnle (40.) in Führung. Nach dem Wechsel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Mit drei Treffern innerhalb einer Viertelstunde durch Yannic Erhardt (50.), Patric Carus-Lacolade (59.) und Kevin Kopf (65.) schien der FVS die Partie entschieden zu haben, aber im eigenen Strafraum agierte man zu sorglos und verursachte drei Elfmeter, von denen Darwin Jacinto Sabando Cedeno zwei zum 3:5 verwandeln konnte. Doch Schutterwald brachte den Vorsprung über die Zeit.


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