Das große Derby im Kinzigtal erstmals in Oberwolfach
Das erste Landesliga-Duell zwischen dem SC Hofstetten um Jannik Schwörer (rechts) und dem SV Oberwolfach um Nils Springmann (links) gewann der SCH vor fast genau zwei Jahren mit 4:1. Bildquelle Werner Bauer

Heimstarker SV Oberwolfach empfängt am Samstag den noch ungeschlagenen Tabellenzweiten SC Hofstetten. Erstes überbezirkliches Duell dieser beiden Teams an der Wolf.

Die beiden Kinzigtäler Landesligisten treffen am Samstag (18 Uhr) im großen Derby erstmals in Oberwolfach aufeinander. Der SC Hofstetten (2. Platz/13 Punkte) ist in dieser Saison nach fünf Spieltagen noch ungeschlagen und möchte seine Erfolgsserie fortsetzen. Der SV Oberwolfach (7./6) will dem Sportclub Paroli bieten und im dritten Heimspiel den dritten Sieg einfahren.

Trotz einer 2:0-Führung verlor der SV Oberwolfach am Sonntag noch mit 2:3 beim SV Niederschopfheim. Die Generalprobe fürs große Derby war missglückt, dennoch zeigte sich SVO-Trainer Joachim Kehl zufrieden mit der guten Mannschaftsleistung. Wie schon so oft habe man sich auswärts aber einfach nicht für den erbrachten Aufwand belohnen können. Neben den drei Auswärtsniederlagen stehen für den SVO aber zwei Heimsiege zu Buche. Zudem verfügen die Wolftäler mit 16 Toren über die mit Abstand beste Offensive der Liga. Dies lässt auf ein torreiches Derby hoffen.

,,Etwas favorisiert"

Für Kehl, der in Hofstetten wohnt und arbeitet, sei diese Partie gegen den Verein, den er einst als Trainer in die Verbandsliga führte, ,,ein ganz normales Spiel". Er sei jedoch auch froh, mal wieder ein normales Derby spielen zu können und hofft, dass viele Zuschauer kommen. ,,Der SC Hofstetten ist etwas favorisiert", so Kehl, ,,wir möchten aber auf jeden Fall Paroli bieten und wenn möglich einen Heimsieg landen". Personell sei die Situation beim SVO wieder entspannter als in der Vorwoche, auch wenn weiter einige Spieler urlaubs- oder verletzungsbedingt fehlen.

Anders als dem SVO ist dem SC Hofstetten die Generalprobe geglückt. ,,Ich bin sehr froh über die drei Punkte, fußballerisch war es nicht unser bestes Spiel", resümiert Spielertrainer Dennis Kopf den 1:0-Arbeitssieg über den FSV Altdorf. Durch den vierten Sieg im fünften Saisonspiel steht der Sportclub weiter auf dem 2. Tabellenplatz. Für Kopf, der in der Vorsaison für den Kehler FV in der Verbandsliga spielte, ist es das erste Kinzigtal-Derby seiner Laufbahn. Entsprechend freut er sich mit seiner Mannschaft auf das Spiel in Oberwolfach und hofft auf ,,viele Zuschauer und eine gute Atmosphäre". Mit dem SVO erwarte den Sportclub ,,grundsätzlich eine gute Mannschaft mit einem guten Trainer und einer guten Offensive", so Kopf.

Einsatz von Kopf fraglich

Doch die Wolftäler stellen neben dem besten Angriff die mit 13 Gegentoren anfälligste Defensive der Liga. ,,Da gilt es für uns, unsere Chancen zu nutzen", sagt Kopf, der den SCH nicht in der Favoritenrolle sieht, sondern aufgrund der Heimstärke des SVO von einem 50:50-Spiel spricht. Hinter dem Einsatz von Marco Neumaier stehe noch ein Fragezeichen. Gleiches gilt für Kopf selbst, der sich gegen Altdorf aufgrund von Oberschenkelproblemen nach 20 Minuten selbst auswechselte.

Im Vorjahr gewann der SC Hofstetten das Derby durch einen Treffer von Nico Obert in der 89. Minute mit 1:0, ein Jahr zuvor gab es ein klares 4:1. Coronabedingt kam es jeweils nicht zur Revanche an der Wolf.

Der SV Oberwolfach bittet die Zuschauer um frühzeitiges Erscheinen, weil das Einlass-Prozedere aufgrund der notwendigen 3G-Nachweiskontrolle und die Kontaktdaten-Erfassung etwas länger dauert.


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