Corona-Fall bei Gegner: Trainingsbetrieb beim VfR Hornberg ruht
Hornbergs Trainer Markus Armbruster hat sicherheitshalber das Training in dieser Woche gestrichen. Bildquelle Marc Faltin

Beim Bezirksliga-Aufsteiger VfR Hornberg ruht der Trainingsbetrieb. Am Samstag in der 90. Minute beim Spiel in Freistett kurz vor der 0:1-Niederlage klingelte das Mobiltelefon beim zweiten Vorsitzenden Carlos Sanchez: Die Sportfreunde Kürzell, bei denen der VfR am Mittwoch zuvor im Bezirkspokal ebenfalls mit 0:1 verloren hatte, vermeldeten einen Corona-Fall in ihren eigenen Reihen.

,,Der Verband hat uns dann auch schnell informiert", so der VfR-Vorsitzende Stefan Röck, ,,daraufhin haben wir alles Nötige in die Wege geleitet." Alle betroffenen Spieler sollten den Vorfall umgehend ihrem Arbeitgeber melden und sind seither sicherheitshalber zuhause in Quarantäne. ,,Es wurden vom jeweiligen Arbeitgeber oder allein aus eigenem Interesse Corona-Tests veranlasst, deren Ergebnisse noch ausstehen", sagt Trainer Markus Armbruster, der sich gewundert habe, dass der Verband keine Einstellung des Trainingsbetriebs angeordnet habe. Armbruster lässt die Trainingsabende ,,natürlich" so lange ruhen, bis alle Testergebnisse vorliegen.

Wird am Sonntag gespielt?

Ob der VfR am Wochenende in Oberschopfheim spielt? ,,Aus unserer Sicht wäre es fragwürdig, wenn wir am Sonntag spielen müssten, schon alleine wegen der trainingslosen Woche", so Röck. Armbruster geht aber davon aus, ,,dass wir wohl spielen müssen, wenn kein positiver Test vorliegt." Nach einigen Verletzungen, allen voran der Wadenbeinbruch von Abwehrchef Philipp Hopp, und bisher nur einem Punkt aus den ersten drei Spielen müssen die Hornberger also ein weiteres Negativerlebnis verarbeiten.

Die Mannschaft von B-Kreisligist SF Kürzell muss nach dem positiven Corona-Test eines Spielers in Quarantäne. ,,Ich kann es kaum in Worte fassen. Wir wurden am Montagabend vom Gesundheitsamt darüber informiert, dass die komplette Mannschaft rückwirkend vom 2. September an 14 Tage in Quarantäne muss", erklärte Sportvorstand Werner Reichart am Dienstag. Von der Quarantäne betroffen sind auch Betreuer, Funktionäre sowie weitere Personen aus dem näheren Umfeld der Mannschaft, die beim Pokal-Spiel am 2. September gegen Hornberg dabei waren. ,,Insgesamt 25 Personen", so Reichart, der Klarheit haben will: ,,Wir lassen die 18 Spieler testen. Schließlich müssen wir wissen, ob nur eine oder zehn Personen infiziert sind."

Test erst negativ, dann positiv

Die Nachricht über einen positiv getesteten Spieler hatte der Verein am Samstag auf seiner Facebook-Seite verkündet, die Partie am Sonntag bei der SG Ettenheimweiler/Wallburg wurde kurzfristig vom Bezirk abgesagt. Bereits eine Woche zuvor hatten die SF Kürzell das Heimspiel gegen TGB Lahr vorsichtshalber verlegen müssen, da ein Spieler Symptome aufgewiesen hatte. Am Montag vergangener Woche konnte dann jedoch Entwarnung gegeben werden, da der Corona-Test negativ ausgefallen war. Nur deshalb war das Bezirkspokal-Spiel gegen Hornberg möglich. Parallel dazu hatte sich ein weiterer Spieler testen lassen. Der Befund war erst negativ, ein paar Tage später aber positiv.


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