SV Niederschopfheim mit viel Mühe
Zweikampf zwischen Tim Reiß (Niederschopfheim) und Yannik Bittiger. Bildquelle Christoph Breithaupt

Landesliga: Der Tabellenzweite bezwingt den SC Offenburg 3:2. Der SC Durbachtal ist nach 2:0 in SInzheim nun Dritter. FV Schutterwald verliert gegen den FV Rammersweier 1:3. SC Hofstetten und VfR Elgersweier trennen sich 1:1.

Niederschopfheim - SC Offenburg 3:2 (2:0)

Mit einem mühevollen 3:2-Heimsieg über den SC Offenburg bleibt der SV Niederschopfheim in der Landesliga auf dem zweiten Tabellenplatz. Von Beginn an unterstrich der Gast die Befürchtungen von SVN-Trainer Jan Herdrich, dass Offenburg durch den letzten Sieg wieder Selbstvertrauen gewonnen hat und an den Klassenerhalt glaubt.

Mit frühem Pressing, viel Laufbereitschaft und ohne Scheu vor dem Zweikampf setzte der SCO die Blauen unter Druck. Nach wenigen Minuten die erste Möglichkeit für Yannik Bittiger, der mit einem langen Ball auf der linken Seite bedient wurde und an SVN-Torhüter Sinan Süme scheiterte.

Der SCO blieb vor allem nach Standards gefährlich und hat teeine Doppelchance nach rund zehn Minuten. Erst ging nach einer Latifi-Ecke der Kopfball von Mehmet Yildirim über das Tor, dann jubelte der SCO-Anhang bereits, als erneut Arlind Latifi einen Freistoß in den Strafraum brachte und der Ball über die Linie gedrückt wurde. Der Abseitspfiff des Schiedsrichters verhinderte aber die Gästeführung.

In der Folge hielt der SCO den SV Niederschopfheim weitgehend vom eigenen Strafraum fern, und den Hausherren fiel zu wenig ein, um Offenburg in Bedrängnis zu bringen. Als sich die Zuschauer nach einer spielerisch nicht überzeugenden ersten Hälfte bereits auf ein 0:0 zur Pause einstellten, fielen doch noch Tore. In der 43. Minute nahm sich Santino Größer aus halblinker Position ein Herz und zimmerte den Ball aus der Distanz unter die Latte zur glücklichen 1:0-Führung. Zwei Minuten später war es Marvin Schillinger, der mit der zweiten Chance für den SVN auch das zweite Tor machte. Von der rechten Strafraumgrenze zog er ab und der eigentlich nicht gefährlich wirkende Schuss landete im Gehäuse des SCO zur 2:0-Halbzeitführung für den SVN. Eine mehr als glückliche Führung, die den Spielverlauf in den ersten 45 Minuten nicht widerspiegelt.

Aus der Pause heraus begann Niederschopfheim aktiver und hatte kurz nach Anpfiff die Möglichkeit, auf 3:0 zu erhöhen. Aber alle drei Schüsse wurden von der SCO-Abwehr geblockt, der letzte auf der Linie geklärt. Im Gegenzug gab es die Gelegenheit für Yannik Bittiger, zu verkürzen, aber erneut hielt Sinan Süme stark für die Blauen. Ein schöner Spielzug brachte in der 54. Minute den Ball zu Felix Weingart im Strafraum, der sich die Chance nicht entgehen ließ und auf 3:0 erhöhte. Dabei verletzte sich allerdings der Offenburger Torwart Philipp Schumann und musste vom Platz.

Wer dachte, dass jetzt nach dem dritten Gegentor der SCO einbricht, sah sich getäuscht. Es wurde weiter mit viel Aufwand gefightet und der frisch eingewechselte Emanuel Aziz verkürzte in der 77. Minute mit einem satten Schuss aus halbrechts unter die Latte zum 1:3. Vielleicht hätte es noch einmal eng werden können, wenn der Anschluss früher gefallen wäre. So verkürzte der SCO zwar in der Nachspielzeit noch auf 2:3, als nach einem Gestochere im Strafraum der SVN nicht klären konnte und Arlind Latifi den Ball über die Linie drückte, aber zu einem Punktgewinn reichte es nicht mehr. Unter dem Strich waren es drei glückliche Punkte für Niederschopfheim, die sich bei ihrem Torwart bedanken können und sich vielleicht die höhere Effizienz zuschreiben lassen.   

Niederschopfheim:  Süme; Götz (69. Stefan), Reiß, Schmider (90.+2 Muhamedagic) Leidinger R., Möschle E., Weingart (83. Möschle T.), Leidinger L. (69. Özkan), Bojang, Schillinger (80. Seger), Größer.

Offenburg: Schumann (58. Gerard); Keskin (62. Boubouh), Kempf, Holdermann, Kloppe (67. Manneh), Epaka (58. Fouda), Latifi, Yildirim, Stäble, Bittiger (71. Aziz), Kraus.

Schiedsrichter: Löffler (Freiburg) - Z: 168.

Tore: 1:0 Größer (43.), 2:0 Schillinger (45.), 3:0 Weingart (54.), 3:1 Aziz (77.), 3:2 Latifi (90. +1).

Sinzheim - Durbachtal 0:2 (0:0)

Der SC Durbachtal gewann beim SV Sinzheim mit 2:0 und kletterte vorerst auf den dritten Tabellenplatz.

Es war von Beginn an eine hart umkämpfte Partie auf einem schwer bespielbaren Platz. Sinzheim stand tief und ließ Durbachtal von Beginn an mehr Spielanteile. Nach anfänglichen Abtasten konnte der SCD zunehmend Akzente setzen, ohne jedoch zwingende Torchancen zu kreieren. Nach zehn Minuten sorgte Lucas Halter aus der Distanz für den ersten Torschuss. Nach einer halben Stunde wurde dann Louis Bohnert freigespielt, jedoch im letzten Moment vom Sinzheimer Innenverteidiger Wöber gestoppt. Trotz der schweren Platzverhältnisse war es ein temporeiches Spiel mit einer hohen Intensität auf beiden Seiten.

Im zweiten Durchgang wurde Durbachtal dann zielstrebiger im letzten Drittel und strahlte mehr Torgefahr aus. In der 48. Minute hatte Niklas Martin die Führung auf dem Fuß, dessen Rechtsschuss landete jedoch neben dem Tor. In der 54. Minute dann die Erlösung für die Gäste. Nach einer unübersichtlichen Situation im Sechzehner landete der Ball vor den Füßen von Lukas Raabe, der mit einem platzierten Linksschuss den Ball unter die Latte setzte. Durbachtal war von dieser Führung sichtlich beflügelt und legte nur drei Minuten später mit einem Doppelschlag nach. Wieder wurde Lukas Raabe auf der linken Seite freigespielt. Dessen scharfe Hereingabe landete dann vor den Füßen von Frank Wöber, der nicht mehr reagieren konnte und mit einem Eigentor das 2:0 bescherte.

In der Folgezeit wurde die Partie dann fahriger und die Zweikämpfe wurden ruppiger. Sinzheim versuchte nochmal, die drohende Niederlage abzuwenden, scheiterte jedoch immer wieder an der an diesem Tag diszipliniert verteidigenden Durbachtäler Hintermannschaft. So blieb es am Ende beim verdienten 2:0-Auswärtserfolg für die Rebländer.

Sinzheim: Hertweck, Heck (72. Dreher), Wöber, Merkel, Koffler, Frietsch, Deißler, Lucic, Weiler (61. Hörner), Höll, Schwarz (65. Alaftekin).

Durbachtal: Herr, Sandhaas, Frank, Gütle, Meyer (79. Decker), Halter (29. Schadt), Martin, Gür (87. Baumgart), Raabe (74. Faller), Bohnert (84. Voller), Hefner.

Tore: 0:2 Raabe (54.), 0:2 Wöber (Eigentor/57.)

Schutterwald - Rammersweier 1:3 (0:2)

Eine empfindliche Niederlage musste der FV Schutterwald im Heimspiel gegen den FV Rammersweier einstecken. Nach dem 1:3 (0:2) können sich die Gäste etwas Luft auf die unteren Tabellenplätze verschaffen, während die Heimelf weiter auf Rang 12 verharrt und den Blick nach unten richten muss.

Schutterwald kam zunächst gut in die Partie, die mit 15 Minuten Verspätung angepfiffen wurde, nachdem das Schiedsrichtergespann um Niklas Zygan im Stau stand. Die Führung für die Heimelf hätte nach knapp einer Viertelstunde fallen können, als der Ball nach einer Kombination über Balta und Göser bei Yildirim landete, dieser die Kugel aber freistehend über den Kasten setzte. Stattdessen gingen die Gäste in der 21. Minute in Führung. Der nach Sperre wieder aufgebotene Giedemann rutschte als letzter Mann unglücklich aus, Hurst schnappte sich den Ball und schob frei vor Volk zum 0:1 ein.

Bis zur Pause übernahm Rammersweier nun das Kommando und hatte mehrfach die Chance, die Führung auszubauen. So scheiterten in der Folge sowohl Schwarz (33.), als auch Hurst (41.) freistehend am jeweils glänzend agierenden Volk im Schutterwälder Tor. Kurz vor der Pause zeigte Schiedsrichter Zygan dann zurecht auf den Punkt, als Abwehrmann Faress zu ungestüm gegen Hurst in den Zweikampf ging. Rammersweiers Keeper Anzaldi nahm sich der Sache an und verwandelte sicher zum 0:2 (43.). Mit dem Pausenpfiff hätte Felka fast noch den dritten Treffer für die Gäste erzielt.

Nach dem Seitenwechsel waren es wieder die Akteure aus Rammersweier, die erstmals gefährlich wurden. Ein Abschluss des starken Stefano Anzaldi aus knapp 20 Metern konnte Volk gerade noch mit den Fingerspitzen aus dem Winkel kratzen (54.). Schutterwald war in der Folge zwar bemüht, den Anschlusstreffer zu erzielen, konnte sich jedoch kaum echte Chancen erspielen, während die Gäste die Führung clever verwalteten. So wurde es erst zehn Minuten vor Ende erstmals wirklich gefährlich vor dem Gästetor. Nach einem Freistoß brachte Kirchner den Ball per Kopf in die Mitte, wo Göser diesen über die Linie drückte. Nach Meinung des Schiedsrichterassistenten lag aber eine Abseitsposition vor.

Zwei Minuten später gab es dann den endgültigen Knockout für die Grün-Weißen. Nach einem blitzsauberen Konter landete der Ball über Anzaldi bei Meier, der aus kurzer Distanz zum 0:3 einschieben konnte (82.). Ergebniskosmetik konnte Göser in Minute 89 betreiben, als er Torhüter Anzaldi umkurvte und zum 1:3 einschob. So kommen schwere Wochen auf den FV Schutterwald zu, der kommende Woche zunächst spielfrei hat und danach zum Auswärtsspiel nach Oberwolfach reist.

Schutterwald: Volk, Kirchner, Giedemann, Faress, Trittmacher (87. Hauer), Zind (59. Keskin), Feger, Göser, Kopf, Balta (66. Schwarz), Yildirim (46. Frädrich).

Rammersweier: Y. Anzaldi, Meier, Göhr, Hurst (73. A. Anzaldi), S. Anzaldi, Wolter (86. Giorgadse), Felka, Rösler (67. Vulcano), Schwarz (86. Philipowski), Baudendistel, Stalf.

Tore: 0:1 Hurst (21.), 0:2 Y. Anzaldi (43./FE), 0:3 Meier (82.), 1:3 Göser (89.).

Schiedsrichter: Zygan (Malsch) - Z: 180.

Hofstetten - Elgersweier 1:1 (0:0)

Mehr als ein 1:1-Unentschieden sprang für den Sportclub Hofstetten gegen den VfR Elgersweier in der Fußball-Landesliga trotz vieler Möglichkeiten nicht heraus, sodass der Punktgewinn für die Gäste sehr schmeichelhaft war.

Die Gastgeber wollte die 1:3-Niederlage vom letzten Spieltag beim SC Offenburg unbedingt vergessen lassen und fanden gut in die Partie gegen den Tabellenfünften. Schon nach fünf Minuten kam Jonas Krämer nach einer Hereingabe von links erfolgsversprechend an das Leder, scheiterte zunächst an Keeper Marius Berg und dann an der vielbeinigen Abwehr. In der 10. Minute folgte der nächste gelungene Angriff. Marc Hengstler setzte sich über rechts durch und passte in die Mitte, wo SC-Spielertrainer Dennis Kopf den Ball direkt nahm. Eigentlich ein sicherer Treffer gegen die Laufrichtung von VfR-Keeper Berg, doch dieser rettete mit einem fantastischen Reflex aus sechs Metern Entfernung.

Es spielte eigentlich nur der Sportclub, der in der 19.Minute dann auch noch Pech hatte, als Jonas Krämer eine Flanke von Nico Obert an die Lette setzte. Keeper Marius Berg wäre geschlagen gewesen. Nur zehn Minuten später verpasste Marc Hengstler das 1:0, als er das Leder im Liegen aus fünf Metern volley über den Kasten setzte. Elgersweier hätte sich nicht beschweren können, wenn es nach 30 Minuten schon 2:0 oder gar 3:0 für Hofstetten gestanden hätte. In der 40. Minute kam Jonas Krämer einen Schritt zu spät, sodass es mit fünf SC-Chancen aber nur einem 0:0 in die Halbzeitpause ging.

Gleich nach Wiederanpfiff machte der Sportclub dort weiter, wo er in der ersten Halbzeit aufgehört hatte. Die Elf von Gästetrainer Jochen Fischer hatte nicht eine gefährliche Aktion zu vermelden und musste in der 50. Minute bangen, als das Leder nach schöner Vorarbeit von Elias Esslinger die Linie entlang rollte und Hofstetten den Ball nicht im Tor unterbringen konnte. Wie aus dem Nichts dann die Gästeführung. Ein harmloser Ball von Dennis Schwarz rutschte SC-Ersatzkeeper Patrick Ohnemus durch die Hände, 0:1 in der 54. Minute. Die Elf von Dennis Kopf ließ sich nicht beirren und erhöhte jetzt sogar noch die Schlagzahl. Angriff auf Angriff rollte nun auf das Tor von Elgersweier. Nur zwei Minuten nach der Gästeführung kam Leon Brosamer aus kurzer Distanz zum Abschluss, doch schaufelte er das Leder im Fallen über den Kasten. Als sich in der 63. Minute Elias Esslinger wieder einmal gekonnt über links durchgesetzt hatte und nach innen passte, stand Leon Brosamer goldrichtig und schloss zum 1:1. ab.

Elgersweier musste sich auch in der Folgezeit einem SC-Angriff nach dem anderen erwehren, hatte dabei oftmals das Glück des Tüchtigen, sehr zum Leidwesen des SC Hofstetten. So ging es auch in die Schlussphase. Und fast hätte der VfR mit dem letzten Angriff, einem Freistoß, noch getroffen, doch Patrick Ohnemus faustete das Leder aus der Gefahrenzone. Es wäre typisch für den SC gewesen so ein Spiel noch zu verlieren, was den Spielverlauf dann aber völlig auf den Kopf gestellt hätte.

Hofstetten: Ohnemus, Kopf, Neumaier, Esslinger, Kaspar, Krämer, Obert, Hengstler, Brosamer (68. Fehrenbacher), Hauer, Nitzsche.

Elgersweier: Berg, Scheewe, Busam, Spiegel (73. Blendl), Schwarz (83. Karcher), Heine (68. John), Rodas Steeg (90. Burger), Lir, Kopf, Fritsch, Junker.

Schiedsrichter: Pfau (Oberachern) - Z: 180.

Tore: 0:1 Schwarz (54.), 1:1 Brosamer (63.). 


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