Reiner Heitz: ,,So etwas noch nicht erlebt."
Bis zum Sommer 2020 trainierte Reiner Heitz noch den SV Rust, ehe er nach Altdorf wechselte. In der Rückrunde hofft er vor allem auf gesunde Spieler. Bildquelle Ulrich Marx

Der FSV Altdorf steckt nach einer zwischenzeitlichen Negativserie von zwölf Spielen ohne Sieg mitten im Landesliga-Abstiegskampf. Das setzt auch Trainer Reiner Heitz zu.

Als Schiedsrichter Fabio Kutterer am 8. August um 16.50 Uhr die Partie in Rheinstetten beendete, war die Altdorfer Welt noch in Ordnung. Der FSV hatte gerade am ersten Spieltag der neuen Saison in der Fußball-Landesliga mit 2:0 beim 1. SV Mörsch gewonnen, die lange Vorbereitung schien sich auszuzahlen. Dass danach zwölf Spiele ohne Sieg folgen sollten, war an diesem Tag nicht abzusehen. Mit zehn Punkten steht die Mannschaft von Trainer Reiner Heitz nach der Hälfte der Spielzeit auf dem 16. und damit vorletzten Tabellenrang.

Lernprozess

,,So eine lange Negativserie habe ich als Trainer noch nicht erlebt", sagt Heitz. ,,Es war eine schwere Zeit. Da immer wieder die Motivation zu finden und im Training die Spieler wieder aufzubauen war sehr schwierig. Das war ein Lernprozess für mich und auch die Spieler." Erst am 15. November gelang der zweite und bis dahin letzte Saisonsieg. Torschütze beim 1:0 gegen den SC Offenburg war Marius Haas, einer von fünf Spielern beim FSV, die bisher doppelt getroffen haben. Mehr als zwei Tore hat kein Altdorfer auf seinem Konto, 14 Tore erzielte die Mannschaft von Reiner Heitz in ihren 16 Spielen vor der Winterpause.

Viele Muskelverletzungen

,,Vor allem offensiv sind uns immer wieder Spieler ausgefallen, teilweise acht auf einmal", hadert Heitz. Neben vielen Muskelverletzungen, die der FSV-Trainer auch auf die lange Corona-Pause zurückführt, riss sich Stürmer Florian Karl am Anfang der Saison das Kreuzband und wird bis zum Sommer nicht mehr zum Einsatz kommen. Maximilian Junele ließ sich bei der 1:4-Niederlage in Oppenau kurz vor Schluss zu einer Tätlichkeit hinreißen und wurde für acht Wochen gesperrt. In Felix Pietrock fehlte zudem zeitweise ein Spieler verletzungsbedingt, der eine besondere Doppelfunktion im Verein einnimmt: Er ist auch Sportliche Leiter.
,,Das ist immer schwierig, wenn du auf dem Platz stehst und zusätzlich im Verein noch verantwortlich bist. Da muss man sich auch Zeit lassen, jeder Anfang ist schwer - aber ich finde, dass er das gut macht", meint Heitz. ,,Der Verein steht an sich gut da, nur sportlich nicht. Das soll sich jedoch in der Rückrunde ändern.

14 Tore, 38 Gegentore

,,Wir wollen die fünf Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz so schnell wie möglich aufholen. Dafür ist es wichtig, dass die Spieler zurückkommen und wir eine richtige Vorbereitung durchziehen können", so Heitz. Eigentlich will er bereits am 24. Januar wieder mit dem Training anfangen. ,,Das ist aktuell coronabedingt natürlich in der Schwebe." Zu welchem Zeitpunkt auch immer, Ansatzpunkte gibt es beim FSV Altdorf genug. ,,Wir sind grundsätzlich zufrieden mit der Mannschaft, die wir haben", führt Heitz aus. ,,14 Tore aus 16 Spielen bei 38 Gegentoren, das reicht letztendlich nicht für diese Liga. Wir wissen das aber einzuordnen und kennen die Gründe." Ohne gesperrte und mit mehr gesunden Spielern im Kader will der FSV in der Rückrunde dann wieder eine Serie starten - dieses Mal dann aber möglichst mit Spielen ohne Niederlage.


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