Nico Huber trifft dreimal für den SV Oberachern
"Kämpferherz": Oberacherns Torjäger Nico Huber (r.) erzielte gegen Bietigheim-Bissingen nicht nur drei Tore, sondern arbeitete mit viel Einsatz auch gegen den Ball. Bildquelle Faruk Ünver

Der Oberligist verbessert sich durch einen verdienten 4:3-Heimerfolg über den auf einem Abstiegsplatz stehenden FSV Bietigheim-Bissingen von Rang zwölf auf zehn. SVO wendet das Blatt nach 0:1 zur Pause.

Eine Woche nach dem ersten Auswärtserfolg im neuen Jahr ließ der SV Oberachern nun auch den ersten Heimdreier im Jahr 2024 folgen. 265 Zuschauer im Oberacherner Waldseestadion sahen beim 4:3 (0:1) über den FSV 08 Bietigheim-Bissingen eine unterhaltsame Partie mit einem am Ende auch verdienten Sieger. Damit verbesserten sich die Achertäler in der Fußball-Oberliga von Rang zwölf auf zehn und vergrößerten den Abstand auf die Abstiegszone.

Die Württemberger, die das Hinspiel noch deutlich mit 4:1 für sich entscheiden hatten, fanden nach zähem Beginn besser in die Partie. Dann legte der SVO langsam aber sicher den Vorwärtsgang ein. Nach knapp einer halben Stunde scheiterte Rachid Gueddin am Pfosten des FSV-Gehäuses. Den Abpraller schnappte sich Keeper Sven Burkardt mit letztem Einsatz vor dem einschussbereiten Marin Stefotic. Kurz darauf rutschte Maximilian Weiß haarscharf an einer Hereingabe von Luca Fritz vorbei (31.), und eine Hereingabe von Benedikt Asam köpfte Fritz knapp über den Kasten (33.). Auf der anderen Seite die zu diesem Zeitpunkt überraschende Führung des Tabellen-15. Einen kapitalen Fehler im Mittelfeld bestrafte FSV-Goalgetter Nereddine Kenniche mit dem 0:1 (36.).

Der SVO war zwar um den schnellen Ausgleich noch vor der Pause bemüht, doch sowohl Marin Stefotic als auch Benedikt Asam brachten das Spielgerät nicht im Gästegehäuse unter (43.). Sieben Minuten nach dem Wechsel scheiterte auch Nico Huber am glänzend reagierenden Sven Burkhardt, und im Anschluss an die dritte SVO-Ecke verfehlte ein Kopfball von Luca Fritz nur knapp sein Ziel (54.). Nach knapp einer Stunde stockte den SVO-Fans kurzzeitig der Atem, denn ein FSV-Freistoß klatschte an den Pfosten (58.). Mark Redl wäre da machtlos gewesen.

Dann war es der nach der Winterpause stark aufspielende SVO-Goalgetter Nico Huber, der eine Hereingabe zum mehr als verdienten Ausgleich in die Maschen setzte (60.). Nur sieben Minuten später aber die erneute Führung der Gäste, weil SVO-Kapitän Nicola Leberer unglücklich ausrutschte und so Lukas Böhm den Weg zum 1:2 ebnete.

Doch der SVO hatte an diesem Tag allerdings Matchwinner Nico Huber in seinen Reihen, der in Minute 73 zum 2:2 traf. Es sollte danach noch besser kommen. Erst setzte der eingewechselte Roman Angot (78.) einen Freistoß aus 17 Metern zum 3:2 ins gegnerische Gehäuse, und dann ging Nico Huber nach einem mustergültigen Abschlag von Keeper Mark Redl auf und davon und vollendete zum vielumjubelten 4:2 (85.). Der Anschlusstreffer der Gäste zum 4:3 durch Pero Mamic in der Nachspielzeit kam zu spät. So durfte sich der SVO über den vierten Heimsieg freuen.

,,Für beide ging es heute um viel. Unser Slogan >Kämpferherz< passt total zu uns. Das hat man heute gerade nach dem erneuten Rückstand zum 1:2 gesehen. Wenn man unter dem Strich alles zusammenfasst, dann war es gegen einen starken Gegner kein unverdienter Sieg", sagte ein zufriedener SVO-Coach Fabian Himmel. Viel Zeit zum Durchschnaufen bleibt ihm und seinem Team nicht, denn schon am Mittwoch, 17.45 Uhr, wartet im Halbfinale des SBFV-Pokals Gastgeber SC Lahr auf die Achertäler, die nach den Pokaltriumphen 2022 und 2023 erneut ins Finale einziehen wollen.

 

SV Oberachern - FSV Bietigheim-B. 4:3

Oberachern: Redl - Fritz, Zwick, Stefotic (80. Giardini), Gueddin, Huber (85. Barnick), Weiß (72. Recht), N. Leberer, Asam (47. Durmus), Hauser (51. Angot), Ludwig.

Bietigheim-Bissingen: Burkhardt - Fitze (66. Podolsky), N. Böhm (86. Demir), Ikpide, Schmidt, L. Böhm (68. Zinram-Kisch), Mamic, Lorch, Keklik (65. Kasiar), Sirianni, Kenniche (74. Götz).

Schiedsrichter: Tobias Bartschat (Neuenburg) - Zuschauer: 265.

Tore: 0:1 Kenniche (36.), 1:1 Huber (60.), 1:2 Böhm (67.), 2:2 Huber (73.), 3:3 Angot (78.), 4:2 Huber (85.), 4:3 Mamic (90. +2).


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