Klettert der Karlsruher SC über 40?
Lars Stindl (l.) beim Eröffnungsspiel des neuen Wildparkstadions gegen den FC Liverpool, bei dem ihm ein Treffer gelang. Bildquelle Philipp von Ditfurth/dpa

2. Fußball-Bundesliga: Beim Auswärtsspiel auf Schalke können die Karlsruher am Sonntag das Saisonziel von 40 Punkten übertreffen. Lars Stindl hört am Saisonende auf.

Das Punktspiel des Zweitligisten Karlsruher SC am Ostersonntag (13.30 Uhr) ,,auf Schalke", geriet zunächst in den Hintergrund. Nachdem die Badener schon Mitte Februar Planungssicherheit hinsichtlich der fußballerischen Zukunft ihres Kapitäns Jerôme Gondorf (35) bekamen, entschloss sich nun auch der gleichaltrige Lars Stindl, seine Kickschuhe an den Nagel zu hängen.

,,Nach 376 Bundesliga-Spielen, 29 Einsätzen in der Champions League, elf Partien im Nationaltrikot und - Stand jetzt - 76 KSC-Profispielen, ist die Entscheidung gefallen. ,,Die Karriere von Stindl endet mit Ablauf der Saison 2023/24", gab der KSC am Donnerstag bekannt.

Stindl war nach 13 Jahren in Hannover und Mönchengladbach erst zu Beginn dieser Spielzeit in den Wildpark gekommen und hatte dort bis Juni 2024 unterschrieben. ,,Für mich ist im letzten Sommer ein Traum in Erfüllung gegangen, zu meinem Heimatverein zurückgekehrt zu sein, im neuen Wildpark zu spielen und dort das erste Tor zu erzielen", ließ sich Stindl zitieren, der bei der Stadioneinweihung gegen Liverpool (2:4) am 19. Juli 2023 das zwischenzeitliche 1:1 markiert hatte. 

Zivzivadze bei der EM

Anschließend absolvierte der Heimkehrer in der Hinrunde 16 Punktspiele und ein Pokalspiel und erzielte drei Tore für den KSC. Im vorletzten Spiel des Jahres 2023 bekam er beim 2:2 in Hannover einen Schlag auf die Wade, was zunächst nicht problematisch aussah. Stindl spielte dann noch gegen Elversberg durch, war aber nach der Winterpause nicht mehr voll trainings- und wettkampffähig. Trotzdem kündigte er jetzt an: ,,Ich werde in den nächsten Wochen alles tun, um nochmal für den KSC zu spielen." Trainer Christian Eichner hob hervor, dass alle von Stindls fußballerischen Fähigkeiten und seiner menschlichen Qualität profitiert hätten.

Ebenfalls sehr große Aufmerksamkeit, aber Luftlinie etwa 3000 Kilometer weiter östlich in Tiflis, konnte der georgische Stürmer Budu Zivzivadze (30) genießen, dessen Nationalelf im Sommer zum ersten Mal an einer Endrunde der Europameisterschaft teilnimmt. Im Playoff-Halbfinale gegen Luxemburg (2:0) hatte er beide Treffer erzielt. Das Endspiel gegen Griechenland am Dienstagabend entschieden die Georgier im Elfmeterschießen für sich. Für die Feierlichkeiten bekam der KSC-Stürmer einen Tag Verlängerung und war erst am Freitag zurück im Wildpark.

Ob Zivzivadse in Gelsenkirchen zur Startelf gehört oder auf der Bank sitzt, ließ sein Trainer offen. Eichner kann nach einer Gelb-Sperre wieder mit Dzenis Burnic rechnen, muss aber wegen muskulärer Probleme auf Nicolai Rapp verzichten.

,,Schalke braucht Punkte", interpretierte der KSC-Coach die Situation des abstiegsgefährdeten Revierclubs (30 Punkte/Platz 14). Der KSC (38/Siebter) werde den Königsblauen ,,alles dagegensetzen, um die 40-Punkte-Marke zu knacken."


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