Kinzigtal-SG erreicht das Endspiel im Südbaden-Pokal
Die SG Gengenbach/Zell/Fischerbach um Trainer Avdyl Berisha (Zweiter von links) bejubelt den Einzug ins Südbaden-Pokalfinale nach dem 4:1 in Hofstetten. Bildquelle Marc Faltin

SC Hofstetten unterliegt im Halbfinale dem favorisierten Verbandsliga-Rivalen SG Gengenbach/Zell/Fischerbach mit 1:4. Gut 600 Zuschauer bei diesem besonderen Derby.

Die Fußballerinnen des SC Hofstetten unterlagen am Ostermontag im Halbfinale des Südbaden-Pokals der SG Gengenbach/Zell/Fischerbach mit 1:4 (1:0). In diesem besonderen Derby der beiden Kinzigtäler Verbandsligisten wurden die Gäste als Tabellenzweite der Liga damit ihrer Favoritenrolle gerecht.

Ungeachtet des sportlichen Verlaufs freuten sich die Verantwortlichen des gastgebenden Sportclubs über fast 600 Zuschauer im Waldsee-Stadion trotz nasskalter Witterung und damit ,,gute Werbung für den Frauenfußball im Kinzigtal". Dies unterstrich Jan Wernet. Der Trainer der SCH-Frauen zeigte sich aber ,,natürlich enttäuscht" über diese erste Pflichtspielniederlage im Jahr 2024. Die starken Leistungen in der Liga mit zehn Punkten aus vier Spielen, durch die ein Puffer zur Abstiegszone gebildet werden konnte, hatten die Hoffnung auf eine Überraschung gegen die Kinzigtäler Spielgemeinschaft genährt, die vor dem Anpfiff 17 ihrer bisher 18 Pflichtspiele in dieser Saison gewann. Wobei das Liga-Derby im Oktober in Hofstetten (0:2) schon eine enge Kiste war.

Außenseiter führt 1:0

Und dann gelang Jana Lohrer in diesem Pokal-Halbfinale in der 29. Minute mit einem präzisen Schuss auch noch das 1:0 für den Außenseiter. Eine Führung, die zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient war, da die Gastgeberinnen gut dagegen hielten, ,,auch wenn wir schon in der ersten Halbzeit spielerisch unsere Linie nicht gefunden haben", so Wernet. Sein SG-Kollege Aydyl Berisha sah ,,eine zu hohe Fehlerquote" bei seinem Team in den ersten 45 Minuten, dafür einen perfekten Start in die zweite Halbzeit. Mit einem Ballverlust nahe des eigenen Strafraums leitete der SCH die Wende selbst ein, Stephanie Gallus nahm in der 47. Minute dieses Ostergeschenk mit einem konzentrierten Abschluss gerne an. Überhaupt zeigten die Gäste nun hohe Abschlussqualität. ,,Wir haben unsere Chancen nach der Pause konsequent genutzt", freute sich Berisha. Erneut Stephanie Gallus überwand in der 72. Minute Torhüterin Jana Singler aus 20 Metern, bevor Torjägerin Stephanie Möbius aus ähnlicher Position den Pfosten traf. Für das 1:3 sorgte dann Sophia Fischer nach einem Eckball per Kopf (85.), in der Schlussminute netzte Lina Paulikat zum Endstand ein, als sie frei vor Jana Singler cool blieb.

Danach feierten die Gäste ausgelassen den Einzug ins Finale. Am Pfingstmontag geht es zum Hegauer FV, der sich im Oberligisten-Duell gegen den FC Freiburg-St. Georgen nach einem 1:1 nach 120 Minuten im Elfmeterschießen durchsetzte. ,,Wir freuen uns riesig auf dieses Endspiel als Underdog", so Berisha: ,,Die Finalteilnahme war erklärtes Saisonziel, und in der Meisterschaft stehen die Chancen bei 50:50". Alemannia Zähringen liegt nur einen Zähler vor der Kinzigtal-SG, die am 5. Mai wohl zum direkten Meisterschaftsfinale im Freiburger Stadtteil gastiert.


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