Karlsruher SC: Nullnummer auf Schalke
Zweikampf zwischen dem Karlsruher Marvin Wanitzek (l.) und Cedric Brunner vom FC Schalke 04. Bildquelle Marius Becker/dpa

2. Fußball-Bundesliga: Der Karlsruher SC setzt seine starke Rückrunde mit einem Auswärtspunkt in Gelsenkirchen fort und freut sich über das Comeback von Lars Stindl.

Sein vielleicht ein bisschen zu hoch gestecktes Ziel, beim FC Schalke 04 zu gewinnen und damit das ursprüngliche Saisonziel von 40 Punkten abzuhaken, hat Zweitligist Karlsruher SC zwar nicht geschafft. Trotzdem konnte sich Trainer Christian Eichner über das torlose Unentschieden und die mit jetzt 39 Zählern erreichte Verbesserung von Platz sieben auf sechs ,,großartig freuen."

Vor fast 62.000 Zuschauern traten die Schalker von Beginn an ,,körperlich, wuchtig und giftig" auf, wie der KSC-Coach sagte - aber: ,,Auf diese Intensität in den Zweikämpfen waren wir vorbereitet." Trotzdem erspielten sich die ,,Knappen" ein Übergewicht und ,,zwei, drei klaren Chancen", wie Eichner einräumte. ,,Wir hätten uns nicht beschweren können, wenn wir zur Pause in Rückstand geraten wären."

Schon in der 18. Minute hatten die Badener Glück, dass ein Tor von Thomas Ouwejan zurückgepfiffen wurde. Zu Recht, weil sein Mitspieler Kenan Karaman zuvor im Abseits gestanden hatte. In anderen Szenen verfehlten die Königsblauen das Karlsruher Tor mehr oder weniger knapp, oder ihre Angriffe wurden von Patrick Drewes gestoppt. Speziell in der 40. Minute hielt der KSC-Keeper im Duell mit Ouwejan sein Team im Spiel.

Lucky Punch gelingt nicht

Je länger die Partie nach dem Seitenwechsel lief, ,,desto mehr hat sich Schalke an seine Situation erinnert", sprach Eichner die Abstiegsgefahr an, ,,und das Geschehen ist ein bisschen auf unsere Seite gekippt". Den Lucky Punch aber konnten die Wildparkprofis nicht setzen. Das Spielglück war ihnen trotzdem hold. Denn in der 87. Minute wurde Schiedsrichter Robert Hartmann vom Video-Assistenten aufgefordert, ein mögliches Handspiel von David Herold auf dem Monitor zu prüfen, entschied sich jedoch gegen einen Strafstoß für Schalke.

,,In meinen Augen hätten wir einen Handelfmeter bekommen müssen", wurde Simon Terodde auf der Schalker Homepage zitiert. Allerdings gab der S04-Stürmer auch selbstkritisch zu: ,,Wir hatten genug Chancen, um zu treffen."

In der Schlussminute der regulären Spielzeit feierte der überraschend ins Spieltagsaufgebot gerutschte Lars Stindl nach dreieinhalb Monaten Verletzungspause sein Comeback. Eichner hofft, ,,dass ihm dieser kurze Einsatz Auftrieb gibt für die letzten sieben Wochen, in denen noch tolle Aufgaben auf uns warten, und dass er seine Karriere noch mit dem einen oder anderen Highlight beenden darf."

Schon am Samstagabend (20.30 Uhr) steht das Duell mit Spitzenreiter FC St. Pauli im ausverkauften Wildpark auf dem Programm. Die mit fünf Punkten Vorsprung auf Holstein Kiel führenden Kicker vom Kiez seien auf ihrem Weg in die Bundesliga wohl nicht mehr  aufzuhalten, meint Christian Eichner: ,,Trotzdem ist das noch ein Zweitliga­spiel, und wir waren schon im 1:2 verlorenen Hinspiel knapp dran an einem Punktgewinn", erinnert er. Das Siegtor für St. Pauli fiel erst in der Nachspielzeit.


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