Oberliga Baden-Württemberg 
OFV eine große Herausforderung für den SV Oberachern
Die Hoffnungen des SV Oberachern beim Derby gegen den OFV ruhen auf Torjäger Nico Huber, der auch gegen Mönchengladbach getroffen hat. Bildquelle Stammtischgebolze

Fünf Tage nach dem emotionalen Höhepunkt im Leben der Kicker des SV Ober­achern steht zum Saisonstart in der Fußball-Oberliga gleich das Derby gegen Aufsteiger Offenburger FV auf dem Programm.

Fünf Tage nach dem emotionalen Highlight im DFB-Pokal gegen Borussia Mönchengladbach wartet auf den SV Oberachern schon der nächste Kick - gefühlsmäßig und auf dem Platz. Am Freitag (19 Uhr) beginnt die neue Saison in der Fußball-Oberliga am Waldsee mit dem Derby gegen den Aufsteiger Offenburger FV.

Das Pokalspiel gegen Mönchengladbach war der mehr als verdiente Lohn für die bislang erfolgreichste Saison in der Geschichte des SV Ober­achern. Am Ende stand zwar eine 1:9-Niederlage, doch die war für die meisten der SVO-Fans unter den 12.000 Zuschauern im Freiburger Dreisamstadion zweitrangig - auch für Trainer Fabian Himmel: ,,Die Erlebnisse vom Sonntag bleiben ein Leben lang in Erinnerung. Vor allem die Unterstützung der Zuschauer war Gänsehaut pur. Natürlich hätten wir uns ein etwas knapperes Ergebnis gewünscht. Das ist aber gegen so einen Gegner ein Meckern auf hohem Niveau. Ich bin sehr stolz, wie wir Oberachern-Fußball gespielt und die Gladbacher immer wieder mit hohem Pressing unter Druck gesetzt und versucht haben, mutig mit unserem Ballbesitz umzugehen. Hätten wir zwei Busse vor dem Tor geparkt, hätten wir vielleicht nur 0:5 verloren, aber es wäre nicht unser Fußball gewesen."

Beide wollen die Klasse halten

Nach der intensiven Vorbereitung mit vielen Trainingseinheiten und Testspielen beginnt am Freitag der Oberliga-Alltag. Am Saisonziel hat sich für den SVO vor seiner neunten Saison im baden-württembergischen Oberhaus nichts geändert. ,,Der Klassenerhalt ist für uns sicher etwas greifbarer als vor der letzten Spielzeit, dennoch sehe ich in dieser Zielvorgabe eine sehr ambitionierte Herausforderung", betont Himmel.
Mit dem Aufsteiger Offenburger FV wartet gleich zum Auftakt eine große Herausforderung. Das erklärte Saisonziel des Deutschen Amateur­meisters von 1984, der nach fünfjähriger Abwesenheit in seine 19. Oberliga-Saison startet, lautet ebenfalls Klassenerhalt.

In der Oberliga standen sich beide Rivalen erst zweimal gegenüber. In der Saison 2016/17 behielt der SVO in beiden Partien die Oberhand. Trainer beim OFV war damals Mark Lerandy, der danach als Coach zu den Achertälern wechselte und heute deren sportlicher Leiter ist.

Intensive Analyse

Trainer Himmel hat großen Respekt vor dem Gegner: ,,Den OFV schätze ich sehr stark ein - für mich ein Kandidat fürs Oberliga-Mittelfeld. Wir haben sie in den letzten Vorbereitungsspielen intensiv analysiert. Da kommt eine Mannschaft mit viel Qualität bei Ballbesitz und großem Selbstbewusstsein. Die Jungs von Sascha Ruf sind es als Verbandsliga-Meister gewohnt zu gewinnen. Das werden wir am Freitag zu spüren bekommen".

Personell sieht es beim SVO mit Ausnahme von Gabriel Springmann, der mit einem Kreuzbandriss monatelang ausfällt, gut aus. Vor allem von den Neuzugängen zeigt sich Oberacherns Trainer sehr angetan: ,,Nathan Recht, Jonas Knobelspies und Marin Stefotic sind sehr nah an der Startformation dran", lobt Fabian Himmel.

Viele Einzelgespräche

Die Vorbereitungen beim Traditionsverein von der Badstraße sind abgeschlossen. Neben Turnierteilnahmen, wöchentlichem Training und vielen Vorbereitungsspielen bereitete der neue OFV-Trainer Sascha Ruf zusammen mit seinem spielenden Co-Trainer Marco Petereit seine Elf in den letzten sechs Wochen in vielen Einzelgesprächen auf die neue Spielweise vor.

Sascha Ruf ist sich sicher, trotz der großen sportlichen Schere innerhalb der Oberliga den Klassenerhalt als vorrangiges Ziel zu erreichen. ,,Wir haben den Ehrgeiz und die Fähigkeiten, um unser Spiel und unsere Stärken auf dem Platz umzusetzen. Wir hatten eine perfekte Vorbereitung, alle Spieler sind fit und haben optimal trainiert. Wir planen langfristig, um junge Spieler zu integrieren und kurzfristig von Spieltag zu Spieltag", sagt Coach Ruf und meint weiter: ,,Wir wollen uns weiterentwickeln und in jedem Spiel und gegen jeden Gegner Punkte holen - das Selbstbewusstsein haben wir."

Gute Mischung

In dieser Saison kann der OFV dank stabilen vereinsinternen Strukturen mit einem konkurrenzfähigen Oberliga-Kader aufwarten, der aus einer guten Mischung aus jungen U19-Spielern wie Stephane Njke, Moritz Bandle oder Tim Meißner, aber auch gestandenen Spielern wie dem neuen Kapitän Louis Beiser-Biegert, Jonas Pies, Luca Kehl und Simon Leopold besteht. Den Verantwortlichen um Sportvorstand Stefan Klein gelang es zudem, neue Spielercharaktere wie Nicolas Pfrimmer (Illkirch), Jean-Gabriel Dussot (SV Linx) oder Yannic Prieto (SC Lahr) an die Badstraße zu locken. Dadurch konnte man jede Position in der Mannschaft doppelt besetzen, sodass einerseits der hohen Belastung in der bevorstehenden Saison Rechnung getragen wird, gleichzeitig aber auch jeder Spieler aufgrund der Konkurrenzsituation an sein Leistungslimit gehen muss.
,,Wir können ohne Druck aufspielen und freuen uns riesig auf tolle Spiele mit unseren treuen und lautstarken Fans im Rücken", ist die Euphorie bei Ruf spürbar.

Bisher zwei Duelle

Duelle mit Oberachern gab es überhaupt erst zweimal in der Historie beider Vereine, nämlich in der Saison 2016/17. In der Hinrunde verlor der OFV auf eigenem Platz mit 2:4, das Rückspiel endete am 13. Mai 2017 mit 3:0 für Oberachern. Folge für den OFV war der sportliche Abstieg aus der Oberliga.


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