Landesliga 
SC Durbachtal ist die Tabellenführung los
Jeremias Trittmacher (links) entführte am Samstag mit dem FV Schutterwald die drei Punkte vom Gastspiel beim SC Durbachtal um Patrick Gür (rechts). Bildquelle Christoph Breithaupt

Der SC Durbachtal kassiert eine 1:2-Heimniederlage im Derby gegen den defensivstarken FV Schutterwald. Der SV Stadelhofen und SV Oberwolfach feiern Kantersiege.

SC Durbachtal - FV Schutterwald 1:2 (1:1)

Der SC Durbachtal hat das Derby gegen den FV Schutterwald zu Hause mit 1:2 (1:1) verloren und damit erstmals die Tabellenführung der Fußball-Landesliga aus der Hand gegeben.

Dabei startete der Sportclub stark und kontrollierte die Partie mit viel Ballbesitz. Nach einer Viertelstunde fiel dann auch die verdiente Führung für die Hausherren. Nach einem schönen Dribbling des agilen Patrick Gür hatte dieser das Auge für den mitgelaufenen Janis Leberer, dessen Hereingabe von der rechten Seite den frei stehenden Lucas Halter erreichte. Dieser erzielte per Direktabnahme das 1:0 für sein Team (17.).

Durbachtal drückte weiter aufs Tempo und kam immer wieder zu Chancen, die jedoch meist nicht mit letzter Konsequenz ausgespielt wurden. In der 30. Minute wurde Niklas Martin im Strafraum freigespielt, dessen Querpass zum eingelaufenen Timo Meyer wurde jedoch von der gut verteidigenden Schutterwälder Hintermannschaft vereitelt. In der 32. Minute dann die kalte Dusche für den Sportclub: Nach einer schönen Drehung von Kevin Kopf ließ dieser mit einem sehenswerten Linksschuss SCD-Keeper Daniel Herr keine Chance und erzielte aus dem Nichts den Ausgleich für die Gäste.

In der zweiten Halbzeit zeigte sich dann ein ähnliches Bild. Durbachtal war im Ballbesitz und versuchte das gut organisierte Schutterwälder Abwehrbollwerk zu knacken. Die Gäste standen nun tief und machten Durbachtal das Leben schwer. In der 76. Minute setzte Schutterwald per Standard den nächsten Nadelstich. Nach einer unübersichtlichen Aktion im Strafraum kam Chris Giedemann frei an den Ball und drückte das Leder über die Linie. Schutterwald beschränkte sich nun aufs Verteidigen, während Durbachtal versuchte, das Ruder nochmals herumzureißen.

In der 85. Minute kam Niklas Martin frei zum Abschluss, scheiterte jedoch an FVS-Schlussmann Tobias Volk. Volk avancierte in dieser Phase zum Schutterwälder Matchwinner, denn er konnte kurz darauf zwei weitere Chancen durch Patrick Gür und Niklas Martin vereiteln. So blieb es am Ende beim 2:1 für die Gäste.

SC Durbachtal: Herr - Leberer (64. Sandhaas), Gütle, Decker, Reiss, Martin, Dautner (77. Latifi), Halter, Gür, Bohnert, Meyer (68. Hefner).
FV Schutterwald: Volk - Kirchner, Kopf, Balta, Bagcaci (60. Yildirim), Göser, Mundschau, Giedemann, Trittmacher, Hörner (41. Kaplan), Schneckenburger.
Schiedsrichter: Niklas Zygan (Rastatt).
Tore: 1:0 Halter (17.), 1:1 Kopf (32.), 1:2 Giedemann (76.).

TuS Oppenau - SV Sinzheim 1:0 (0:0)

Durch einen erkämpften, aber verdienten 1:0 (0:0)-Heimsieg über den SV Sinzheim behielt der TuS Oppenau seine weiße Weste auf dem Haldenhof und verteidigte den zweiten Tabellenplatz der Fußball-Landesliga.

Der TuS kam besser ins Spiel und hatte die erste gefährliche Aktion nach einem Eckball von Florian Müller, jedoch schoss Stefan Laifer über das Tor. Dann zog Stefan Haas aus 16 Metern ab, fand aber in Torhüter Kai-Robin Knöller seinen Meister. Und Dominik Treyer prüfte den Sinzheimer Torhüter mit einem strammen Linksschuss aus knapp zehn Metern.

Die beste Gelegenheit zur Führung hatte Matthias Kimmig nach knapp 30 Minuten, als er nach Doppelpass mit Tobias Keller nur denkbar knapp an Knöller scheiterte. Ein Fernschuss aus 20 Metern von Lukas Merkel war die erste nennenswerte Torchance für die Gäste (40.). Insgesamt hatte der TuS in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel, ohne aber eine richtige Durchschlagskraft zu entfalten. So ging es torlos in die Halbzeitpause.

In der zweiten Halbzeit neutralisierten sich zunächst beide Mannschaften im Mittelfeld. Nach einem Eckball konnte ein Abschluss von Luca Heck gerade noch von der TuS-Abwehr geblockt werden. Nach einem guten Einsatz von Tobias Keller auf der linken Seite legte dieser den Ball zurück auf Müller, der den Ball durchließ, sodass Laurin Hoch mit einem strammen, leicht abgefälschten Schuss aus 18 Metern zur 1:0-Führung traf.

In der Folge verpasste es Kimmig gleich dreimal, die Führung auszubauen. Auf der Gegenseite hob Merkel den Ball übers Tor. Merkel vergab in der 90. Minute nach einer Flanke von der Grundlinie noch eine Gelegenheit zum Ausgleich. So blieb es beim letztendlich verdienten 1:0 für Oppenau.

TuS Oppenau: Poveda - Treyer (67. M. Huber), Bruder, Keller, Heiberger, Hoch, Müller, Haas (61. Blust), Laifer (87. D. Huber), Kimmig, Wirth.
SV Sinzheim: Knöller - Heck (67. Ngani), Egelhof, Wöber, Merkel, Dreher, Deißler, Huck (79. Kilic), Edelmann, Kunz, Lucic (46. Göttler).
Schiedsrichter: Patrick Stephany (Böblingen).
Tor: 1:0 Hoch (70.).

SV Stadelhofen - SV Ulm 5:0 (3:0)

Eine überragende Teamleistung bot die Grundlage zum auch in dieser Höhe verdienten 5:0 (3:0)-Heimsieg des Fußball-Landesligisten SV Stadelhofen am Samstag im Mührigwald-Sportpark gegen chancenlose Gäste vom SV Ulm.

Und tatsächlich zeigten die Renchtäler von der ersten Sekunde an, dass sie die schmerzhafte Niederlage aus der Vorwoche beim SC Offenburg ausmerzen wollten. Es waren kaum zwei Minuten gespielt, als Tobias Rohrer eine Flanke von links in den Strafraum zirkelte, Adrian Vollmer verlängerte mit dem Kopf auf den ersten Pfosten, dort stand Nico Schwab blank und schob den Ball aus kurzer Entfernung zum 1:0 ein. Die Gäste aus Ulm konnten nicht reagieren, denn der SVS drückte weiter aufs Tempo und kam zu weiteren Möglichkeiten. Anton Roth (8.) und erneut Schwab (17.) verfehlten das Tor knapp. Stadelhofen war der eindeutige Taktgeber und ließ dem Gast keine Zeit zum Durchatmen.

SVS-Spielertrainer Adrian Vollmer ließ nach 26 Minuten das 2:0 folgen, Schwab hatte zuvor einen Gegenspieler im Strafraum aussteigen lassen, zog die Grundlinie entlang und passte im richtigen Moment auf den Torschützen. Vollmers Kopfball nach 31 Minuten klärte Gästetorwart Fabian Wann mit einer guten Reaktion. Eine Minute später tauchten die Gäste zum ersten Mal im Strafraum auf, Mittelstürmer Steven Müller scheiterte jedoch an der Fußabwehr von SVS-Keeper Cedric Meichel. Es sollte die einzige Gelegenheit der Ulmer im ganzen Spiel bleiben. Der junge Simon Pfaff stellte nach 33 Minuten mit einem Traumtor aus 25 Metern in den linken Torwinkel frühzeitig die Weichen auf Sieg.

Der SV Ulm versteckte sich trotz des klaren Rückstands auch in der zweiten Halbzeit nicht, war aber konsequent mit Abwehraufgaben beschäftigt. Schwab nach Pass von Vollmer (52.) und Vollmer nach Flanke von Aaron Zimmerer (68.) ließen zunächst weitere Chancen liegen. Der Torhunger der Renchtäler hielt jedoch unvermindert an. Innerhalb von nur drei Minuten gelangen Mittelfeldregisseur Andre Lamm zwei weitere Treffer. Nach energischem Nachsetzen im Mittelfeld hämmerte er einen Schuss aus 20 Metern ins Dreieck (77. ), beim Treffer zum 5:0-Endstand musste er den Ball aus fünf Metern nur noch freistehend ins Tor befördern.

SV Stadelhofen: Meichel - Distelzweig (80. Truisi), Roth, Lamm, Pfaff, Rohrer (70. Özenc), Schmider, Vollmer, Schwab (84. Danner), Zimmerer, Ell.
SV Ulm: Wann - Rummel, Thaller (79. Ernst), Huck, Schnurr (82. Schell), Helmholdt, Janzen, Friedmann (46. Tran), Mußler (60. Schumann), Müller, Gökalp.
Schiedsrichter: Enis Morat (Bad Dürrheim) - Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 Schwab (2.), 2:0 Vollmer (26.), 3:0 Pfaff (33.), 4:0 Lamm (77.) 5:0 Lamm (80.).

SV Oberwolfach - FV Langenwinkel 6:1 (2:1)

Durch einen überzeugenden 6:1 (2:1)-Heimsieg gegen den FV Langenwinkel setzte sich der SV Oberwolfach in der Spitzengruppe der Fußball-Landesliga fest. Lucas Schmid und Pirmin Bonath schnürten jeweils einen Doppelpack.

Im ersten Durchgang sah es noch nicht nach einer so klaren Angelegenheit aus. Zwar spielte der SVO von Beginn an mit viel Druck und Tempo, aber die körperlich robusten und spielerisch starken Gäste hielten gut dagegen. In der 13. Minute waren sie allerdings zum ersten Mal geschlagen, als Roman Boser flankte und Lucas Schmid zum 1:0 einnickte. Fünf Minuten später fehlte Julian Echle das richtige Timing beim Kopfball. Kurz darauf musste SVO-Verteidiger Tim Springmann nach einem Foul verletzt vom Platz.

Erst nach gut einer halben Stunde hatte Langenwinkel die erste Chance, doch El-Hadji Gora Fall verpasste eine Hereingabe von rechts knapp. Wenig später klingelte es auf der anderen Seite zum zweiten Mal. Eine Ecke von Roman Boser wuchtete erneut Lucas Schmid per Kopf zum 2:0 in die Maschen. Doch bereits in Minute 37 war der FVL wieder im Spiel. Nach einer verunglückten Abwehr traf Darko Medic aus dem Hinterhalt mit einem abgefälschten Schuss zum 2:1-Pausenstand.

Direkt nach Wiederbeginn drängte der Gast kurz auf den Ausgleich, aber Gora Fall vergab zweimal. Das beruhigende 3:1 gelang den Hausherren in der 54. Minute durch Felix Rauber. Die Vorentscheidung fiel nur zwei Minuten später, als Langenwinkels Markus Neu die Ampelkarte sah. Nur drei Zeigerumdrehungen danach machte der SVO den Deckel drauf. Pirmin Bonath (58.) und Freddy Burger (64.) erhöhten auf 5:1. Oberwolfach ließ weitere Chancen liegen. Auf der Gegenseite ballerte Petru Postoronca fünf Minuten vor dem Ende volley vorbei. Den Schlusspunkt setzte der agile Pirmin Bonath mit seinem zweiten Treffer zum 6:1-Endstand für den SV Oberwolfach in der Nachspielzeit.

SV Oberwolfach: Armbruster - T. Springmann (28. Wild), Bonath, P. Herrmann, Rauber, Schmid (60. Burger), Echle, P. Heitzmann (82. Baumann), Dreher, Dieterle, Boser.
FV Langenwinkel: Samson - Medic, Gbajie, Neu, Ghita, Stefan (65. Draghici), Rocoplan, Fall (53. Maalmi), Uca (68. Makaya), Aby, Postoronca.
Schiedsrichter: Nico Jacob (Willstätt) - Zuschauer: 170.
Tore: 1:0/2:0 Schmid (13./34.), 2:1 Medic (37.), 3:1 Rauber (54.), 4:1 Bonath (58.), 5:1 Burger (64.), 6:1 Bonath (90.+1).
Gelb-Rote Karte: M. Neu (56./Langenwinkel/wegen Meckerns).

SV Rust - SV Niederschopfheim 1:2 (1:0)

In einer schwachen und zerfahrenen Landesliga-Begegnung holte sich der SV Niederschopfheim in Rust drei wichtige Punkte und verabschiedete sich mit dem 2:1 (0:1)-Sieg aus der Abstiegszone.

Der Gast begann gut und hatte früh Chancen durch Max Meier und Omar Daffeh. Rust verlegte sich auf Konter und versuchte, durch lange Bälle immer wieder Janosch Bologna in der Spitze einzusetzen. In der 19. Minute hatte die Heimmannschaft eine Doppelchance, aber Hannes Ehrhardt im Tor des SVN reagierte zweimal stark. Niederschopfheim agierte nun zu kompliziert und zu fehlerbehaftet. Fast aus dem Nichts fiel dann die Führung für Rust, als Igor Son nach einer Ecke in der 29. Minute unbedrängt per Kopf zum 1:0 verwandelte. In den Schlussminuten der ersten Hälfte ließen Schillinger und Möschle weitere SVN-Chancen aus.

Nach dem Seitenwechsel fiel in der 56. Minute der verdiente Ausgleich durch Lionel Labad, der den Ball zwar nicht richtig traf, aber trotzdem im langen Eck versenkte. Tizian Möschle hatte wenig später mit einem Lupfer die Chance, auf 2:0 zu erhöhen, aber die Kugel ging knapp vorbei. Mehr Glück hatte in der 67. Minute Robin Leidinger, der zentral zum Distanzschuss ansetzte und Jens Schlegel im Tor mit der 2:1-Führung für den Gast überraschte. Viele Nicklichkeiten und Diskussionen prägten die letzten Minuten der Begegnung. Nach einem Konter gab es Elfmeter für den SVN, doch Marvin Schillinger setzte den Ball an den Pfosten, sodass es beim 2:1-Erfolg der Gäste blieb.

SV Rust: Schlegel - Burger, Wotschel, Son (60. Osmanovic) - Kaufmann (71. Paris), Cantürk (90. Özkan), Szkibick, Sehrer, Schlotgauer - Bologna (85. Wiedemann), Kastrati.
SV Niederschopfheim: Ehrhardt - Leidinger, E. Möschle, Götz (77. Hauer) - Meier, Remmel (78. Muhamedagic), T. Möschle (90. Krumm), Bayer - Schillinger, Labad (69. Weingart), Daffeh.
Schiedsrichter: Lukas Lindenmeier (Offenburg) - Zuschauer: 114.
Tore: 1:0 Son (29.), 1:1 Labad (56.), 1:2 Leidinger (67.).
Besondere Vorkommnisse: Schillinger (SVN) verschießt Foulelfmeter (87.).

FV Würmersheim - SC Offenburg 0:1 (0:1)

Nach dem Überraschungserfolg über den SV Stadelhofen konnte Fußball-Landesligist SC Offenburg beim Tabellenletzten FV Germania Würmersheim erneut dreifach punkten. Schütze des goldenen Tores war Jan Philipowski.

Die Offenburger benötigten zehn Minuten, um ins Spiel zu finden, ehe Aliu Cisse im Strafraum frei vor Torhüter Bastian Brunner auftauchte, dieser aber die Kugel im letzten Moment dem Stürmer abnehmen konnte. Würmersheim tat sich im ersten Durchgang schwer und agierte oftmals mit langen Bällen, die aber bei der SCO-Abwehr verpufften. Nach einer guten halben Stunde eroberte sich Mehmet Yildirim im Aufbauspiel der Gastgeber den Ball und spielte schnell in die Spitze auf Jan Philipowski. Dieser fasste sich ein Herz, zog aus gut 20 Metern ab und brachte den Sportclub mit 1:0 in Front. Die Offenburger ließen bis zur Halbzeit nicht locker und hätten durchaus höher führen können, doch die Gäste waren zu fahrlässig mit ihren Chancen.

Würmersheim wechselte zur zweiten Halbzeit gleich doppelt, unter anderem verließ Torwart Brunner das Feld. Tunahan Keskin musste bei den Gästen verletzt vom Platz. Doch der SCO kam etwas besser aus der Pause und hatte durch Philipowski die Möglichkeit auf 2:0 zu erhöhen, jedoch fand Ersatztorwart Rafael Schorpp gut in das Spiel und parierte. Auf der Gegenseite war Alexander Grimm bislang nur wenig geprüft worden, was sich aber im weiteren Verlauf des zweiten Durchgangs ändern sollte. Nach einer Flanke stand Würmersheims Stürmer Lucas Bastian vor Grimm, der mit einer starken Parade die Null hielt.

Doch der Druck der Gastgeber wurde immer größer. In der 75. Minute war nach einem Distanzschuss Grimm schon geschlagen, doch der Pfosten rette für den SCO. „In dieser Phase hätten wir uns nicht über den Ausgleich beschweren dürfen. Wir haben vorne die letzten Bälle zu ungenau gespielt und waren defensiv nicht mehr nah genug am Gegner dran“, kritisierte Trainer Timo Bayer. Den Sieg hielt dann mit der letzten Aktion des Spiels wiederum Grimm nach einem Freistoß fest.

FV Würmersheim: Brunner (46. Schorpp) - Bacic (83. Weßbecher), Pangraz (46. Inal), Kleber, Mahler, Bauer, Wehrle, Kölmel, Bastian, Dreher.
SC Offenburg: A. Grimm - Kempf, Holdermann, Vujevic, Männle (80. G. Grimm) - Manneh (81. Rios), Yildirim, T. Keskin (46. Stürzel), Osmanov (71. C. Keskin) - Cisse, Philipowski.
Schiedsrichter: Lukas Fleig (Villingen) - Zuschauer 80.
Tor: 0:1 Philipowski (32.).


Werde Teil der Fußball-Community in der Ortenau und repräsentiere Deinen Verein.
Am Ende der Saison verlosen wir
attraktive Prämien!