Kreisliga A Süd 
Der Topfavorit muss erst mal kleinere Brötchen backen
Armin Reichmanns Devise: Die ersten Monate überstehen und dann angreifen. Bildquelle Christoph Breithaupt

In der Vorsaison hat der SV Diersheim nur knapp die Aufstiegsspiele in die Bezirksliga verpasst, doch jetzt hat Trainer Armin Reichmann mit großen Personalsorgen zu kämpfen.

Wenn man bei den Vereinen der Kreisliga A Nord nach dem Titelfavoriten für die kommende Spielzeit fragt, kommt die Antwort meistens wie aus der Pistole geschossen. Der SV Diersheim hat sich diesen Status mit einer starken Vorsaison erarbeitet, als man erst auf der Zielgeraden die beiden überragenden Teams des FV Rammersweier und SV Fautenbach ziehen lassen musste und mit 70 Punkten und 104 Toren Dritter wurde. Logisch, dass viele den SVD nun als Kandidaten für ganz oben sehen.
,,Es ist natürlich einfach für die anderen Vereine, uns da zu nennen. Aber auch verständlich", findet Diersheims Trainer Armin Reichmann, der aber keineswegs mit einem Durchmarsch seiner Mannschaft rechnet. Ganz im Gegenteil. ,,Wir hatten nach einem guten Start in die Vorbereitung einige bittere Rückschläge mit Langzeitverletzten", berichtet Reichmann und meint Nicolas Schmitt, Lukas Trück und Eric Nock, die in den nächsten Wochen oder gar Monaten nicht zur Verfügung stehen werden. ,,Das sind absolute Stammspieler, die wir nicht gleichwertig ersetzen können", fürchtet der Coach, dem mit Sven Reichmann (Karriereende) und Torjäger Sergej Barzewitsch (zum SV Leutesheim) zwei weitere wichtige Stützen weggebrochen sind.

Wichtige Führungsspieler

,,Wir sind leider in der Breite nicht wirklich gut besetzt und haben auch keine A-Jugendlichen in der Hinterhand, die da einspringen können", weiß Reichmann. Umso wichtiger sind die erfahrenen Führungsspieler im Gerüst der Rheinauer - wie Dennis Kaiser, der nach seiner schweren Muskelverletzung aus der Endphase der Vorsaison zwar auf dem Weg der Besserung war, sich jetzt aber noch eine Rippenblessur zugezogen hat.
Zumindest kann sich der erfahrene Coach über einige vielversprechende Neuzugänge freuen. Simon Müller bringt großes Potenzial mit, Dennis Schulz könnte Barzewitsch als Torjäger ersetzen und Justin Heinzelmann hat Landes- und Bezirksligaerfahrung, die er in die Diersheimer Defensive einbringen soll. ,,Das sind schon gute Jungs, die uns definitiv weiterhelfen werden."

Auftakt als Gradmesser

Von der Favoritenrolle will Reichmann angesichts der Personalsituation jedenfalls nichts wissen. ,,Die Liga ist ausgeglichener als im Vorjahr", glaubt er, ,,da müssen wir die ersten Wochen überstehen und dann mal schauen, was noch möglich ist." An der Tabellenspitze erwartet er jedenfalls ein enges Rennen. FV Urloffen, SV Linx II, FV Zell-Weierbach, DJK Tiergarten-Haslach - diese Vereine sieht der Diersheimer Übungsleiter weit oben, ,,vielleicht auch ein starker Aufsteiger wie Kehl-Sundheim oder Gengenbach-Reichenbach, die aus der Südstaffel dazugekommen sind." Die SG ist auch Diersheims Auftaktgegner am 14. August. ,,Das wird gleich ein echter Gradmesser", glaubt Reichmann.

SV Diersheim

Tor: Steffen Rösch, David Ross, Sebastian Schuck

Abwehr: Anil Celebi, Kai Faulhaber, Dominik Kaiser, Pascal Möst, Eric Nock, Lukas Trück

Mittelfeld: Michael Boschert, Philipp Faulhaber, Arda Giragos, Justin Heinzelmann, Dennis Kaiser, Aaron Kuscu, Simon Müller, David Reichmann, Nicolas Schmitt, Pierre Wagner

Angriff: Jörg Baas, David Herzog, Dennis Schulz, Leon Stephan, Frederic Weiß

Trainer: Armin Reichmann (5. Saison)

Zugänge: Arda Giragos (SC Offenburg), Anil Celebi (VfR Willstätt/beide Winterpause), Aaron Kuscu (Kehler FV), Dennis Schulz (FV Auenheim), Justin Heinzelmann, Patrick Siehl (beide SG Freistett/Rheinbisch.), Simon Müller (SC Önsbach

Abgänge: Sergei Barzewitsch (SV Leutesheim), Sven Reichmann (Karriereende), Marvin Hengst (SV Scherzheim), Michael Paulsen (SG Freistett/Rheinbischofsheim)


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