Bundesliga 
Jonathan Schmid: Die Konkurrenz beim SC Freiburg ist groß
Erneut einer der Vize-Kapitäne im SC-Team: Jonathan Schmid Bildquelle picture alliance/dpa

Vergangene Saison hat Jonathan Schmid dem SC Freiburg lange gefehlt, weil ihn eine schwere Corona-Erkrankung mehrere Monate am Fußballspielen hinderte. In dieser Runde will der 32-jährige gebürtige Straßburger, der auch schon beim OFV spielte, wieder angreifen.

Jonathan Schmid, Ihre Mannschaftskollegen haben Sie im Trainingslager in Schruns wieder zu einem der Vize-Kapitäne von Christian Günter gewählt. Was bedeutet Ihnen das?

Natürlich freue ich mich sehr darüber. Allerdings bin ich ein eher zurückhaltender Mensch, und das ist eine große Verantwortung für mich. Aber dass mir die Kollegen diese Aufgabe zutrauen, ist ein super Zeichen für mich.

Und wie sehen Sie Ihre sportliche Rangfolge im Team, nachdem Sie in der Vorsaison lange ausgefallen sind?

Durch meine schwere Erkrankung hatte ich eine lange Pause. In der Vorbereitung habe ich daran gearbeitet, wieder Power und Fitness zu bekommen, ich musste mir meine Kondition wieder erarbeiten. Wenn ich mehr Spielrhythmus bekomme, werde ich hoffentlich wieder an frühere Leistungen anknüpfen können. Ich war fast nie verletzt, deswegen war der lange Ausfall eine neue Erfahrung für mich. Jetzt bin ich glücklich, dass ich wieder spielen darf.

Die Konkurrenz beim Sport-Club ist aber groß. In der Vorbereitung wurden Sie in den Testspielen nicht als Linksverteidiger, sondern weiter vorne als Linksaußen eingesetzt …

… und ich fühle mich in der Offensive sehr wohl. Aber wenn ich der Mannschaft rechts hinten helfen kann, mache ich das natürlich auch. Die jungen Spieler machen Druck und die Konkurrenz ist groß. Es ist gut, dass der Trainer harte Entscheidungen treffen muss.

Andererseits gibt es durch die zusätzlichen Spiele in der Europa League auch mehr Einsatzchancen. Und die Vereinsverantwortlichen haben bereits angekündigt, dass sie diesen Wettbewerb ernster nehmen als beim letzten Mal 2013. Hat sich beim SC etwas verändert?

Damals haben in der Europa League viele junge Spieler gespielt, der Fokus lag auf der Bundesliga. Jetzt haben wir einen größeren und breiteren Kader. Man merkt, dass die Qualität an jedem Tag steigt, und wenn wir so weiter machen, können wir wieder eine gute Saison spielen, in der es nicht nur um den Klassenerhalt geht. Es wird aber wie jedes Mal eine schwere Saison.

Für den nach Dortmund abgewanderten Nico Schlotterbeck kam Nationalspieler Matthias Ginter wieder zurück zum Sport-Club, mit dem Sie schon früher zusammen gespielt haben.

Und ich freue mich riesig, dass er wieder da ist. Wir wissen, dass er richtig Qualität hat, aber er muss genauso Gas geben wie die anderen. Er hat viel erlebt in seiner bisherigen Karriere, und das wird uns helfen. Dass er nach Freiburg zurückgekommen ist, hing sicherlich auch damit zusammen, dass es seine Heimat ist und seine Familie hier lebt - es ist aber auch ein gutes Zeichen für unseren Verein.

Zumal er nicht der erste ist, der zurückkommt. Sie hat es von Augsburg auch wieder hier her gezogen.

Freiburg ist immer noch etwas anders als andere Vereine, deswegen wollen viele wieder zurück. Es ist eine familiäre Mannschaft, das ist auch ein Grund.


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