Bundesliga 
An den Bayern führt kein Weg vorbei!
Martin Wagner Bildquelle Ulrich Marx

Ex-Nationalspieler Martin Wagner aus Offenburg sagt, was er von der 60. Saison der Fußball-Bundesliga erwartet.

Uns erwartet eine spannende Bundesliga-Saison mit absoluten Topstars. Dass der FC Bayern Lewandowski abgegeben hat, war richtig. Für die Münchner gab es eine finanzielle Lösung, für ihn eine sportliche - beide können damit leben. Respekt, was Salihamidzic und Kahn auf dem Transfermarkt bewegt haben. Sadio Mané ist sehr flexibel einsetzbar. Und de Ligt ist für die Abwehr, die eine große Baustelle war, genau der Lautsprecher und Kommandogeber, den es braucht. Der hat das im Blut und ist ein überragender Abwehrspieler. Und der junge Franzose Tel ist eines der größten Stürmertalente Europas. Seine 17 Jahre sind wie bei Musiala gar nicht das Thema, da entscheidet ganz alleine die Qualität über die Einsatzzeiten.

Schockstarre in Dortmund

Also ich sehe keine einzige Mannschaft, die den FC Bayern auf Strecke gefährden könnte. An den Münchner führt kein Weg vorbei.

Dass sich Dortmund trotz der Vizemeisterschaft von Trainer Marco Rose getrennt hat, zeigt die Ansprüche. Die wollen Meister werden. Und Titel gewinnst du in der Abwehr. Dort haben sie sich enorm verstärkt. Ich sehe Süle und Hummels als Innenverteidiger-Duo. Schlotterbeck könnte auf die linke Abwehrseite rutschen, was er durchaus spielen kann. Er hat sich richtig gut entwickelt, muss aber noch an seinen Abspielfehlern im Spielaufbau arbeiten. Die Hodenkrebserkrankung von Sebastien Haller ist eine grausame Geschichte. Das bedeutet Schockstarre für alle! Ich drücke ihm alle Daumen, dass er bald zurückkommt.

Erbärmlich

Bei Frankfurt bin ich gespannt, ob sie die Euphorie halten. Man muss schauen, ob Kostic bleibt. Der Fall Hinteregger hat mich sehr bewegt. Er sollte als Fußballer bewertet und nicht im Netz zerrissen und kaputtgemacht werden, weil er sich einmal falsch geäußert hat. Es ist erbärmlich, was da in Deutschland geschieht. Und aus dem Fall Robert Enke hat man nichts gelernt!

Mit Bayern, Dortmund, Leipzig und Leverkusen sind die ersten vier Plätze im Normalfall belegt. Der SC Freiburg kommt nicht unter die ersten sechs, aber Sorgen mache ich mir keine. Die Frage ist: Wie kommen sie mit der Doppelbelastung Liga und Europa League klar? Wobei da die Reisen am meisten schlauchen.
Die Abstiegsfrage ist völlig offen. Wobei ich in erster Linie denke: Was wird aus Hertha BSC ...?


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